Kinder-Cocktails
Drinks, bei denen Kinder mit anstoßen dürfen. Sie sehen aus wie die der Großen und schmecken auch so. Alkoholfrei allein reicht dafür nicht, deshalb steht hier nur, was wir vorher geprüft haben.
Alkoholfrei heißt nicht automatisch für Kinder geeignet
Von unseren 14 alkoholfreien Drinks stehen nur neun auf dieser Seite. Die übrigen sind ohne Alkohol, aber trotzdem nichts für Kinder. Drei Gründe führen zum Ausschluss, jeder davon belegt.
Alkoholfreie Spirituosen enthalten oft Restalkohol
Ein Produkt darf sich „alkoholfrei" nennen und bis zu 0,5 Volumenprozent Alkohol enthalten; auch hinter „0,0 %" dürfen bis zu 0,04 Volumenprozent stecken. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein rät außerdem, solche Spirituosen-Alternativen von Kindern und Jugendlichen fernzuhalten, um eine frühe Geschmacksgewöhnung an Hochprozentiges zu vermeiden.
Deshalb fehlen hier der Virgin Cosmopolitan mit alkoholfreiem Bitter und der Virgin Bellini mit entalkoholisiertem Schaumwein.
Koffein aus Eistee und Cola
Die EFSA hält für Kinder und Jugendliche bis zu 3 mg Koffein je kg Körpergewicht am Tag für unbedenklich, das BfR schließt sich dem an. Bei einem Kind von 30 kg sind das 90 mg täglich.
Wie viel davon in einem Glas steckt, hängt vom Produkt ab. Statt zu rechnen, kennzeichnen wir den Drink: Der alkoholfreie Long Island Ice Tea besteht aus schwarzem Eistee und Cola und steht deshalb nicht auf dieser Seite.
Schärfe
Das BfR weist darauf hin, dass Kinder auf scharfe Chili-Produkte besonders empfindlich reagieren, und empfiehlt, Chili- und Würzsaucen für kleine Kinder unerreichbar aufzubewahren. Die Virgin Mary enthält Tabasco und fällt damit heraus.
Ein Drink fehlt aus einem anderen Grund
Der alkoholfreie Sex on the Beach erfüllt alle drei Kriterien und wäre für Kinder unbedenklich. Er steht trotzdem nicht in der Liste, weil sein Name nicht auf eine Seite gehört, die Eltern für ihre Kinder aufrufen. Das ist eine redaktionelle Entscheidung und keine gesundheitliche, deshalb steht sie hier und nicht bei den drei Regeln.
Wie süß es sein muss
Vier der neun Drinks kommen ganz ohne Sirup aus: Virgin Mojito, Virgin Caipirinha, Virgin Colada und Virgin Moscow Mule. Sie beziehen ihre Süße aus Rohrzucker, Kokosmilch oder Ginger Beer.
Bei den übrigen lässt sich die Sirupmenge halbieren, ohne dass der Drink auseinanderfällt. Säure ist dabei wichtiger als Süße: Ein Spritzer Limette hält eine reine Saftmischung zusammen, die sonst schnell pappig schmeckt.
Vorbereiten
Die Saftmischungen lassen sich am Vortag ansetzen und kalt stellen. Alles, was Kohlensäure enthält oder auf Crushed Ice steht, kommt erst beim Servieren dazu, sonst steht am Nachmittag lauwarme Brause im Glas.
Wer eine Station für die Kinder aufbaut, stellt die fertigen Mischungen in Krügen bereit und lässt Eis und Garnitur selbst wählen. Das dauert länger als fertig eingeschenkte Gläser und ist genau deshalb beliebt.
Häufige Fragen zu Kinder-Cocktails
Sind alkoholfreie Produkte immer für Kinder geeignet?
Nein. Als „alkoholfrei" gekennzeichnete Getränke dürfen bis zu 0,5 Volumenprozent Alkohol enthalten, hinter der Angabe „0,0 %" dürfen bis zu 0,04 Volumenprozent stecken. Die Verbraucherzentrale rät zusätzlich davon ab, Kindern alkoholfreie Spirituosen-Alternativen zu geben, weil sie an den Geschmack von Hochprozentigem gewöhnen.
Wie viel Koffein ist für Kinder unbedenklich?
Die EFSA nennt 3 mg je kg Körpergewicht und Tag als unbedenkliche gewohnheitsmäßige Aufnahme für Kinder und Jugendliche; das BfR teilt diese Einschätzung. Für ein Kind von 30 kg sind das 90 mg am Tag. Drinks mit Cola oder schwarzem Tee stehen deshalb nicht auf dieser Seite.
Welche Kinder-Cocktails kommen ohne Sirup aus?
Vier von neun: Virgin Mojito, Virgin Caipirinha, Virgin Colada und Virgin Moscow Mule. Sie werden mit Rohrzucker, Kokosmilch oder Ginger Beer gesüßt statt mit Sirup.
Kann ich die Drinks am Vortag vorbereiten?
Die Saftmischungen ja, kalt gestellt halten sie über Nacht. Soda, Ginger Beer und Crushed Ice kommen erst beim Servieren dazu, sonst ist die Kohlensäure weg und das Eis geschmolzen.