Virgin Cosmopolitan
Eine gekühlte Schale, darin etwas Rotes mit einem Streifen Orangenschale obenauf, und niemand am Tisch muss fragen, wer fährt. Der Virgin Cosmopolitan lebt von einer Zutat, die im Supermarkt in drei sehr verschiedenen Flaschen steht. Welche davon du nimmst, entscheidet über Farbe, Süße und Geschmack.
Zutaten
| 4 cl | Roter Bitter-Aperitif, alkoholfrei |
| 3 cl | Cranberrysaft |
| 1,5 cl | Frisch gepresster Limettensaft |
| 1,5 cl | Frisch gepresster Orangensaft |
| 6 | Eiswürfel |
Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.
So wird er gemixt
Cranberrysaft, Limetten- und Orangensaft mit Eis in den Shaker geben.
Kräftig schütteln und durch ein Sieb in die vorgekühlte Cocktailschale abseihen.
Den gekühlten Bitter-Aperitif dazugießen und einmal vorsichtig umrühren.
Einen Streifen Orangenschale über dem Glas ausdrücken und einlegen.
Für den Virgin Cosmopolitan brauchst du nicht viel. Das hier hilft:
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Warum das funktioniert
Cranberry und Limette tragen den Drink auch ohne Wodka, es fehlt nur die herbe Kante. Die holt ein roter Bitter-Aperitif ohne Alkohol zurück, und er bringt gleich die Farbe mit. Weil er anders als Wodka einen eigenen kräftigen Geschmack hat, wird daraus ein eigenständiger Drink: fruchtig wie das Original, dabei bittersüßer.
Was diesen Drink ausmacht
Cranberry und Limette bleiben wie im Original, der Wodka fällt weg. An seine Stelle tritt ein roter Bitter-Aperitif ohne Alkohol, und der bringt etwas mit, das der Wodka nicht hatte: einen kräftigen eigenen Geschmack.
Deshalb ist das hier kein Nachbau, sondern ein eigener Drink. Er geht in dieselbe Richtung, fruchtig und säuerlich, wird dabei aber bittersüßer als der Cosmopolitan mit Wodka.
Den Orangensaft brauchst du für die Zitrusnote, die sonst allein von der Limette käme. Anderthalb Zentiliter reichen dafür.
Welcher alkoholfreie Bitter passt
Im Regal stehen drei verschiedene Dinge, die alle als alkoholfreier Bitter durchgehen, und sie verhalten sich im Glas völlig unterschiedlich:
- Trinkfertige Aperitifs in kleinen Flaschen, meist mit Kohlensäure. Sie sind fertig abgestimmt, und du nimmst sie unverdünnt
- Bitter-Konzentrate und Sirupe, still und sehr süß. Sie werden stark verdünnt
- Spirituosen-Alternativen zum Mixen, still und trocken, dafür teurer
Wir rechnen mit einem trinkfertigen roten Aperitif, weil er am leichtesten zu bekommen und am schwersten zu verderben ist. Vier Zentiliter davon, fertig.
Crodino ist nicht gleich Crodino
Der Klassiker unter den alkoholfreien Aperitifs heißt Crodino, und genau hier liegt eine Falle: Das Original ist goldgelb, nicht rot. Für diesen Drink brauchst du die rote Variante.
Rot und zuverlässig zu bekommen ist Sanbitter Rosso, für den der Hersteller ausdrücklich 0 Prozent angibt.
Wenn du nur den gelben im Haus hast, mach den Drink trotzdem. Er wird dann orange statt rot und schmeckt etwas milder.
Mit Konzentrat statt Fertiggetränk
Bitter-Sirupe sind etwas völlig anderes als die kleinen Flaschen, auch wenn beides nach Bitter schmeckt. Ein gängiges Konzentrat bringt gut 32 Gramm Zucker je 100 Milliliter mit.
Vier Zentiliter davon wären 13 Gramm Zucker in einem Glas, das insgesamt nur zehn Zentiliter fasst. Der Drink wäre nicht mehr bittersüß, sondern einfach süß.
Nimm deshalb 1 Zentiliter Konzentrat und 3 Zentiliter Wasser statt der vier Zentiliter Aperitif. Das entspricht ungefähr der Verdünnung, die die Hersteller selbst empfehlen.
Wie alkoholfrei diese Bitter wirklich sind
Eine gesetzliche Grenze, ab wann ein Bitter alkoholfrei heißen darf, gibt es nicht. Die Lebensmittelüberwachung geht in der Praxis von bis zu 0,5 Prozent aus und hat höhere Werte schon als irreführend beanstandet.
Was im Einzelfall drin ist, steht deshalb auf der Flasche oder eben nicht. Sanbitter Rosso wird mit 0 Prozent beworben, andere Produkte nennen nur das Wort alkoholfrei ohne Zahl, und eine still gemixte Spirituosen-Alternative kann bei knapp 0,3 Prozent liegen.
Wo keine Zahl steht, lässt sich null nicht voraussetzen. Für den Alltag spielt das selten eine Rolle, in der Schwangerschaft oder bei einer Alkoholerkrankung schon.
Den Bitter erst ins Glas
Die kleinen Aperitifflaschen haben Kohlensäure, und die gehört nicht in einen geschlossenen Shaker. Beim Schütteln baut sich Druck auf, und beim Öffnen steht die halbe Küche unter Drink.
Deshalb läuft es in zwei Schritten: Erst schüttelst du Cranberry-, Limetten- und Orangensaft mit Eis, dann seihst du sie in die gekühlte Schale ab. Zum Schluss gießt du den kalten Bitter dazu und rührst einmal vorsichtig um.
Nimmst du ein stilles Konzentrat oder eine Spirituosen-Alternative, kann alles zusammen in den Shaker.
Warum Orangensaft statt Cointreau
Im Original steht Cointreau, ein Orangenlikör mit 40 Prozent. Er liefert Orangenschalenaroma, Zucker und Alkohol auf einmal, und dafür braucht es hier zwei Dinge statt einem.
Orangensaft übernimmt den fruchtigen Teil. Er bringt mehr Säure mit und weniger Schalenaroma, dafür keinen Zucker aus der Flasche.
Das Schalenaroma holst du dir über die Garnitur zurück, indem du den Streifen Orangenschale über dem Glas ausdrückst. Die Öle sitzen dort, wo sie beim Trinken wirken, nämlich oben.
Welche Farbe herauskommt
Das hängt am Bitter. Mit einem roten Aperitif und Cranberrysaft wird der Drink deutlich rot, der Orangensaft zieht ihn allerdings ins Orangerote und macht ihn leicht trüb.
Mit dem goldgelben Crodino landest du bei einem kräftigen Orange, das eher nach Sonnenuntergang aussieht als nach Cosmopolitan.
Beides sieht in der Schale gut aus. Wenn dir Rot wichtig ist, nimm einen roten Aperitif und einen dunklen Cranberrysaft, mehr Stellschrauben gibt es nicht.
Der Schalenstreifen bleibt
Beim Cosmopolitan mit Wodka ist es ein Streifen Zitronenschale. Hier passt Orange besser, weil sie die Lücke füllt, die der Cointreau hinterlässt.
Nichts für Kinder
Dieser Drink steht nicht bei den Kinder-Cocktails, und dafür gibt es zwei Gründe.
Der erste ist der Geschmack: Die Verbraucherzentrale rät Kindern und Jugendlichen von alkoholfreien Spirituosen ab, weil sie an den Geschmack gewöhnen können. Der zweite ist der mögliche Restalkohol, über den die Flasche Auskunft gibt.
Soll ein Kind mittrinken, lass den Bitter weg und nimm stattdessen mehr Cranberrysaft. Das ergibt einen fruchtigen Saftdrink, der in derselben Schale genauso gut aussieht.
Wie viele Kalorien drin sind
Aus den Säften kommen rund 25 Kilokalorien: Cranberry etwa 14, Orangensaft 7, Limette 4.
Was der Bitter dazulegt, steht auf seiner Flasche. Die trinkfertigen Aperitifs sind gesüßt, bei vier Zentilitern landest du grob bei weiteren 25 bis 40.
Damit liegt der Drink bei etwa einem Drittel des Cosmopolitan mit Wodka, der auf rund 150 kommt.
Für eine Runde vorbereiten
Die drei Säfte lassen sich vormischen: Für zehn Gläser sind das 30 cl Cranberrysaft, 15 cl Limettensaft und 15 cl Orangensaft. Diese Mischung stellst du kalt und schüttelst sie portionsweise.
Der Bitter kommt immer einzeln ins Glas, schon wegen der Kohlensäure. Stell die Flaschen gekühlt daneben, dann geht ein Glas in zwanzig Sekunden.
Die Schalen gehören rechtzeitig ins Gefrierfach, denn in den Drink kommt kein Eis.
Das Original mit Wodka
Der Cosmopolitan kommt mit Zitronenwodka und Cointreau auf rund 1,6 Standardgläser Alkohol. Dort steht auch, worauf du beim Cranberrysaft achtest und warum die Flaschen im Regal so unterschiedlich sind.
Weitere Rezepte ohne Alkohol findest du bei den alkoholfreien Cocktails.
Häufige Fragen zum Virgin Cosmopolitan
Was ersetzt den Wodka?
Ein roter Bitter-Aperitif ohne Alkohol. Er bringt die herbe Kante und die Farbe mit, hat aber einen eigenen Geschmack, deshalb wird der Drink bittersüßer als das Original.
Welchen alkoholfreien Bitter soll ich kaufen?
Einen trinkfertigen roten Aperitif in der kleinen Flasche. Sanbitter Rosso wird vom Hersteller mit 0 Prozent angegeben und ist gut zu bekommen.
Kann ich Crodino nehmen?
Nur die rote Variante. Das Original ist goldgelb, damit wird der Drink orange statt rot. Schmecken tut er trotzdem.
Geht auch ein Bitter-Sirup?
Ja, aber nicht in derselben Menge. Nimm 1 cl Konzentrat und 3 cl Wasser, sonst landen gut 13 Gramm Zucker im Glas.
Ist der Virgin Cosmopolitan wirklich alkoholfrei?
Das hängt vom Bitter ab. Eine gesetzliche Grenze gibt es nicht, die Lebensmittelüberwachung geht von bis zu 0,5 Prozent aus. Wo eine Zahl auf der Flasche steht, gilt sie.
Warum kommt der Bitter erst ins Glas?
Weil die trinkfertigen Aperitifs Kohlensäure haben. Im geschlossenen Shaker baut sich Druck auf. Stille Produkte dürfen mitgeschüttelt werden.
Dürfen Kinder ihn trinken?
Nein. Die Verbraucherzentrale rät Kindern von alkoholfreien Spirituosen ab, dazu kommt möglicher Restalkohol. Ohne Bitter und mit mehr Cranberrysaft geht es.
Warum ist mein Drink orange statt rot?
Weil der Bitter nicht rot war oder der Orangensaft überwiegt. Mit rotem Aperitif und dunklem Cranberrysaft wird er deutlich röter.
Wie viele Kalorien hat ein Glas?
Rund 25 aus den Säften, dazu was der Bitter mitbringt, meist noch einmal 25 bis 40. Das Original mit Wodka liegt bei etwa 150.
Kann ich ihn vorbereiten?
Die drei Säfte lassen sich vormischen und kalt stellen. Der Bitter kommt immer erst im Glas dazu.