22,0 % Vol. 1,6 Standardgläser Cocktailschale (20 cl)

Cosmopolitan

Eine beschlagene Schale, darin etwas Rosarotes mit einem Streifen Zitronenschale obenauf: Der Cosmopolitan sieht harmlos aus und hat vier Zentiliter Wodka im Glas. Er braucht vier Zutaten, und bei einer davon entscheidet sich schon im Supermarkt, ob er gelingt.

Cosmopolitan nach dem Rezept der IBA, in der Schale mit Zitronenzeste

Zutaten

Für 1 Glas · Cocktailschale (20 cl)
4 cl Zitronenwodka
1,5 cl Cointreau
1,5 cl Frisch gepresster Limettensaft
3 cl Cranberrysaft
6 Eiswürfel für den Shaker, etwa 150 g

Garnitur: Streifen Zitronenschale

Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.

So wird er gemixt

1

Alle Zutaten mit reichlich Eis in den Shaker geben.

2

10 bis 15 Sekunden kräftig schütteln.

3

Durch das Barsieb und zusätzlich ein Feinsieb in die vorgekühlte Cocktailschale abseihen.

4

Einen Streifen Zitronenschale über dem Glas ausdrücken und einlegen.

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Was in einen Cosmopolitan gehört

Vier Zutaten im Verhältnis 4 zu 1,5 zu 1,5 zu 3: Zitronenwodka, Cointreau, frischer Limettensaft und Cranberrysaft. So steht es in der offiziellen Rezeptur der International Bartenders Association, und daran lohnt es sich zu halten.

Auffällig ist, wie wenig Cranberry darin steckt. Drei Zentiliter auf zehn, mehr nicht. Der Saft ist hier kein Füllmittel, sondern eine Würze, die Farbe und eine herbe Note mitbringt.

Den Limettensaft presst du frisch. Bei anderthalb Zentilitern auf ein kleines Glas schmeckst du den Unterschied zu Saft aus der Flasche sofort.

Zitronenwodka, nicht neutraler

Die IBA nennt ausdrücklich Zitronenwodka. Der Grund steht im Glas: Er bringt Zitrusaromen mit, die der Drink sonst nur aus der Limette bekommt.

Mit neutralem Wodka funktioniert das Rezept trotzdem, es schmeckt dann nur anders: geradliniger, mit der Limette als einziger Zitrusquelle. Wer beides zu Hause hat, sollte es einmal nebeneinander probieren.

Selbst ansetzen geht auch. Die Schale einer unbehandelten Zitrone in 20 Zentilitern Wodka, zwei Tage stehen lassen, dann abseihen. Das ist günstiger als eine eigene Flasche, wenn du den Drink nur gelegentlich machst.

Die drei Cranberry-Flaschen

Im Regal stehen drei Sorten nebeneinander, und sie sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Was drinsteckt, verrät allein das Wort auf dem Etikett:

  • Saft heißt 100 Prozent Frucht, ohne zugesetzten Zucker
  • Nektar hat mindestens 30 Prozent Fruchtanteil, der Rest ist Wasser und oft Zucker
  • Fruchtsaftgetränk kommt mit 10 Prozent aus

Die Mindestwerte für Saft und Nektar stehen in der Fruchtsaftverordnung, der für Fruchtsaftgetränke in den Leitsätzen für Erfrischungsgetränke.

Wir nehmen reinen Saft, weil der Drink seine Süße schon aus dem Cointreau bezieht. Das ist allerdings eine Entscheidung und keine Vorgabe: Die IBA schreibt keinen bestimmten Fruchtgehalt vor, und der Drink entstand seinerzeit mit gesüßtem Cranberrygetränk.

Wenn dir reiner Saft zu herb ist, gib einen halben Zentiliter Zuckersirup dazu, statt zum Nektar zu greifen. So behältst du die Fruchtmenge und bestimmst die Süße selbst.

Cointreau oder ein anderer Triple Sec

Die IBA nennt Cointreau beim Namen, und das hat einen Grund: Die Marke war schon dabei, als der Drink entstand, und ihr Geschmacksbild prägt das Rezept.

Andere Orangenliköre funktionieren, verändern aber drei Dinge auf einmal: Alkoholgehalt, Süße und Orangennote. Günstige Triple Secs liegen oft bei 20 Prozent statt 40, und dann fehlt dem Drink Rückgrat.

Zur Einordnung: In Cointreau stecken rund 6,8 Gramm Zucker je 30 Milliliter, in unseren anderthalb Zentilitern also etwa 3,4 Gramm. Das ist der gesamte zugesetzte Zucker im Glas.

Beschlagener Barshaker für den Cosmopolitan auf dem Tisch, daneben ein Barsieb und eine halbierte Limette

Richtig schütteln

Alles kommt zusammen in den Shaker, mit reichlich Eis. 10 bis 15 Sekunden kräftig schütteln reichen, danach ist der Drink kalt genug und hat die Verdünnung, die er braucht.

Das Schmelzwasser gehört dazu. Es macht aus 22 Prozent im Rezept knapp 18 im Glas und nimmt dem Wodka die Schärfe.

Das Glas gehört vorgekühlt

In die Schale kommt kein Eis, deshalb entscheidet ihre Temperatur darüber, wie lange der Drink kalt bleibt. Zehn Minuten im Gefrierfach genügen.

Hast du keinen Platz, füll die Schale mit Eiswürfeln und Wasser, während du schüttelst, und kipp sie kurz vor dem Einschenken aus. Das dauert so lange wie das Schütteln selbst.

Streifen Zitronenschale wird über der Cocktailschale mit dem roten Cosmopolitan ausgedrückt, feine Tröpfchen fallen auf den Drink

Die Zitronenzeste ist Teil des Rezepts

Sie ist keine Deko, sondern die letzte Zutat. Die Öle aus der Schale legen sich auf die Oberfläche, und du riechst sie bei jedem Schluck mit.

Manchmal liest du von einer flambierten Orangenzeste. Die gehört zu einer anderen Variante des Drinks und nicht zu dieser hier.

Welche Farbe er wirklich hat

Rosarot bis kräftig rot, je nachdem, welchen Saft du nimmst. Drei Zentiliter auf hundert sind zwar wenig, Cranberrysaft färbt aber stark.

Was du nicht tun solltest: mehr Saft nachgießen, nur damit es kräftiger aussieht. Der Drink wird dadurch länger, dünner und süßer, und das ist ein hoher Preis für eine Farbe.

Wenn dir die Farbe wichtig ist, achte beim Kauf auf einen dunklen Saft. Die Unterschiede zwischen den Marken sind größer als alles, was du im Glas noch korrigieren kannst.

Wie stark er ist

4 Zentiliter Zitronenwodka und 1,5 Zentiliter Cointreau, beide mit 40 Prozent, ergeben 22 Milliliter reinen Alkohol. Auf die 100 Milliliter im Shaker sind das 22,0 Prozent.

Im Glas liegt der Wert niedriger, weil Schmelzwasser dazukommt. Bei einem Fünftel Wasseranteil am fertigen Drink sind es rund 17,6 Prozent.

In Gramm bleiben es 17,4, daran ändert die Verdünnung nichts. Bei 11 Gramm je Standardglas, mit denen wir auf dieser Website rechnen, kommt ein Cosmopolitan damit auf 1,6 Standardgläser.

Wie viele Kalorien drin sind

Rund 150 pro Glas. Der Löwenanteil kommt aus dem Alkohol, nämlich etwa 120, der Rest verteilt sich auf den Zucker im Cointreau und die beiden Säfte.

Sparen lässt sich hier wenig. Wer die Cointreau-Menge halbiert, verliert etwa 23 Kilokalorien und gleichzeitig die Orangennote, die den Drink zusammenhält.

Zum Vergleich: Der Virgin Cosmopolitan kommt ohne den Alkohol aus und liegt deutlich darunter.

Woher er kommt

Die heute bekannte Rezeptur stammt mit großer Wahrscheinlichkeit von Toby Cecchini, der sie 1988 in der New Yorker Bar The Odeon mixte. Er nahm einen bereits existierenden Drink und baute ihn mit Zitronenwodka, frischer Limette und Cointreau neu auf.

Daneben steht der Anspruch von Cheryl Cook aus Südflorida, die eine frühe Version erfunden haben will. Welche Geschichte zuerst kam, lässt sich heute nicht mehr sauber klären, dafür beruhen beide zu sehr auf späteren Erinnerungen.

Berühmt wurde der Drink durch Sex and the City ab 1998. Erfunden hat die Serie ihn nicht, sie hat einen Barklassiker zum Fernsehsymbol gemacht.

Ohne Alkohol

An die Stelle des Wodkas tritt ein alkoholfreier roter Bitter. Er bringt die Bitterkeit mit, die der Drink braucht, und die Farbe gleich dazu.

Das Rezept steht beim Virgin Cosmopolitan.

Häufige Fragen zum Cosmopolitan

Was gehört in einen Cosmopolitan?

4 cl Zitronenwodka, 1,5 cl Cointreau, 1,5 cl frischer Limettensaft und 3 cl Cranberrysaft, geschüttelt und ohne Eis in der Schale serviert. So steht es in der IBA-Rezeptur.

Muss es Zitronenwodka sein?

Die IBA nennt ihn ausdrücklich, weil er zusätzliche Zitrusaromen mitbringt. Mit neutralem Wodka schmeckt der Drink geradliniger, falsch wird er dadurch nicht.

Welcher Cranberrysaft ist der richtige?

Reiner Saft mit 100 Prozent Frucht. Nektar hat mindestens 30 Prozent, Fruchtsaftgetränk nur 10, und beide bringen Zucker mit, den der Drink nicht braucht.

Kann ich einen anderen Triple Sec nehmen?

Ja, er verändert aber Alkoholgehalt, Süße und Orangennote auf einmal. Günstige Sorten haben oft 20 statt 40 Prozent, dann fehlt dem Drink Rückgrat.

Wie lange muss ich schütteln?

10 bis 15 Sekunden mit reichlich Eis. Danach ist der Drink kalt und hat die Verdünnung, die er braucht.

Warum kommt kein Eis ins Glas?

Weil er im Shaker schon gekühlt und verdünnt wurde. Dafür gehört die Schale zehn Minuten ins Gefrierfach.

Warum ist mein Cosmopolitan so blass?

Das hängt am Saft, die Marken färben unterschiedlich stark. Gieß nicht mehr nach, sonst wird der Drink länger, dünner und süßer.

Wie viel Alkohol hat ein Cosmopolitan?

22,0 % Vol. im Rezept und rund 17,6 % im Glas, weil Schmelzwasser dazukommt. Das sind 17,4 Gramm oder 1,6 Standardgläser.

Wer hat den Cosmopolitan erfunden?

Die heutige Rezeptur stammt wahrscheinlich von Toby Cecchini, New York 1988. Berühmt wurde der Drink ab 1998 durch Sex and the City.

Geht der Cosmopolitan auch ohne Alkohol?

Ja, mit einem alkoholfreien roten Bitter statt des Wodkas. Er bringt Bitterkeit und Farbe mit.