Mojito alkoholfrei (Virgin Mojito)
Beim Mojito alkoholfrei fehlt weniger als bei jedem anderen Klassiker, und das liegt am Rum selbst. Er bringt Alkohol und Flüssigkeit mit, gegen Limette und Minze aber kaum Eigengeschmack. Was du stattdessen ins Glas gibst, entscheidet dafür umso mehr, und zwar in zwei getrennten Fragen, die oft durcheinandergeraten.
Zutaten
| 2 cl | Frisch gepresster Limettensaft |
| 2 TL | Weißer Rohrzucker |
| 6 Zweige | Minze |
| 14 cl | Sodawasser |
| 6 | Eiswürfel |
Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.
So wird er gemixt
Minzzweige, Rohrzucker und Limettensaft ins Glas geben und verrühren, bis sich der Zucker gelöst hat.
Glas mit Eiswürfeln füllen.
Mit Sodawasser auffüllen und einmal kurz umrühren.
Mit Minzzweig und Limettenscheibe garnieren.
Für den Virgin Mojito brauchst du nicht viel. Das hier hilft:
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Warum das funktioniert
Der Virgin Mojito lebt von denselben drei Dingen wie das Original: Säure aus der Limette, Süße aus dem Zucker und Duft aus der Minze. Der Rum hielt das zusammen, ohne selbst nach viel zu schmecken, und genau deshalb lässt er sich hier weglassen, ohne dass ein Loch entsteht. Was bleibt, ist ein Drink ohne Alkohol, den du auch am Nachmittag trinken kannst.
Warum er ohne Rum funktioniert
Im Original stehen 4,5 cl Rum im Glas, die hier fehlen. Ersetzt wird davon nur die Menge, und zwar durch Sodawasser, das von 10 auf 14 cl steigt.
Säure und Süße bleiben dagegen genau auf dem Niveau des Originals, also bei 2 cl Limettensaft und 2 TL Rohrzucker. Das ist der Punkt, an dem viele alkoholfreie Rezepte schwächeln: Wer nur den Rum streicht und sonst nichts ändert, bekommt einen dünnen Drink, weil dieselbe Säure jetzt auf mehr Flüssigkeit trifft.
Wer mehr Tiefe möchte, nimmt braunen statt weißen Rohrzucker. Der bringt eine leichte Karamellnote mit und kommt dem Körper, den sonst der Rum liefert, am nächsten.

Womit du auffüllst
Hier entscheidet sich, wie der Drink schmeckt, und die Wahl zieht eine zweite nach sich: Jedes süße Auffüllgetränk verlangt weniger Zucker im Glas.
Sodawasser ist unsere Empfehlung, weil es außer Kohlensäure nichts mitbringt und Limette und Minze damit vorne bleiben. Dabei bleibt es bei den 2 TL Zucker.
Ginger Ale macht den Drink süßer und legt eine Ingwerschärfe darunter, die gut zur Minze passt. Nimm dann nur 1 TL Zucker, sonst kippt er ins Klebrige.
Tonic Water bringt Bitterkeit mit und verschiebt den Drink deutlich. Das schmeckt erwachsener, ist aber nichts für Kinder, weil das Chinin darin nicht für jeden passt. Auch hier reicht 1 TL Zucker.
Zitronenlimonade funktioniert im Notfall, bringt aber so viel Süße mit, dass du den Zucker ganz weglässt und die Limette auf 3 cl erhöhst.
Was alkoholfreie Spirituosen taugen
Im Regal stehen inzwischen Flaschen, die aussehen wie Rum und alkoholfrei sein sollen. Für diesen Drink brauchst du keine, und drei Dinge lohnen sich zu wissen, bevor du eine kaufst.
Rum darf so ein Produkt nicht heißen. Für die Bezeichnung verlangt Anhang I der Verordnung (EU) 2019/787 ein Destillat aus vergorenen Zuckerrohrerzeugnissen mit mindestens 37,5 % vol. Deshalb stehen auf den Flaschen Umschreibungen wie alkoholfreie Alternative, und die Lebensmittelüberwachung beanstandet Bezeichnungen, die zu nah am geschützten Namen liegen.
Alkoholfrei heißt nicht null. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe hat 14 solcher Produkte geprüft und Werte zwischen unter 0,1 und 1,0 % vol. gefunden. Wer aus einem bestimmten Grund auf Alkohol verzichtet, schaut also besser aufs Etikett.
Der Preis fällt ins Gewicht. Eine Flasche kostet je nach Marke ungefähr 19 bis 29 Euro, und bei 5 cl je Drink sind das rund zwei Euro allein für diese eine Zutat. Dafür bekommst du zusätzliche Aromen, meist Vanille und etwas Würze.
Wenn du eine verwenden willst, nimm 5 cl davon und geh beim Sodawasser auf 10 cl zurück.
Limette und Zucker
Eine halbe Limette gibt ungefähr die 2 cl Saft, die ins Glas gehören. Press sie frisch aus und nimm keinen Saft aus der Flasche, weil der eine dumpfe Note mitbringt, die im alkoholfreien Drink sofort auffällt.
Der Zucker kommt zuerst ins Glas, zusammen mit dem Saft, und wird gerührt, bis die Körner verschwunden sind. Im kalten Glas mit Eis löst er sich kaum noch auf, und was liegen bleibt, fehlt oben im Geschmack.
Zuckersirup nimmt dir diesen Schritt ab. Rechne mit 2 cl Sirup für 2 TL Zucker.
Die Minze richtig behandeln
Minze gibt ihr Aroma über ätherische Öle ab, die dicht unter der Blattoberfläche sitzen. Ein kurzer Druck reicht, um sie zu öffnen.
Zerreiben solltest du die Blätter dagegen nicht. Dabei zerfällt das Blattgrün, der Drink wird trüb und bekommt eine grasige Bitterkeit. Leg die Zweige in die Hand und klatsch einmal kurz mit der anderen Handfläche darauf, dann riechst du sofort, ob es gereicht hat.
Welche Minzsorte sich wie verhält, steht beim Mojito.
Wenn er nach Limonade schmeckt
Das ist die häufigste Rückmeldung zu alkoholfreien Drinks, und beim Virgin Mojito hat sie meist eine von drei Ursachen.
Zu wenig Limette ist die erste. Ohne den Rum fehlt dem Drink Körper, und dann trägt ihn allein die Säure. Geh auf 2,5 cl hoch, bevor du am Zucker drehst.
Ein süßes Auffüllgetränk ist die zweite. Wer mit Ginger Ale oder Limonade auffüllt und trotzdem die vollen 2 TL Zucker nimmt, bekommt genau dieses Ergebnis.
Zu wenig Minze ist die dritte. Sechs Zweige klingen nach viel und sind es nicht, denn ohne Alkohol fehlt der Träger, der das Aroma sonst verteilt.
Wie viele Kalorien drin sind
Ohne Alkohol wird die Rechnung übersichtlich, denn es bleibt nur der Zucker. Limettensaft, Minze und Sodawasser liefern praktisch nichts.
Zwei Teelöffel Rohrzucker sind rund 9 Gramm, und bei 4 Kilokalorien je Gramm landet ein Glas bei etwa 36 Kilokalorien. Zum Vergleich steht der Mojito mit Rum bei rund 135, weil dort der Alkohol allein schon 99 beisteuert.
Wenn du mit Ginger Ale statt Sodawasser auffüllst, kommen rund 40 Kilokalorien dazu, dafür sparst du am Zucker die Hälfte.

Für eine Runde vorbereiten
Der Virgin Mojito lässt sich besser vorbereiten als das Original, weil kein Alkohol dabei ist, der sich mit der Zeit verändert.
Press die Limetten am Nachmittag aus und misch den Saft gleich mit dem Zucker ab, bis er sich gelöst hat. Für zehn Gläser sind das 20 cl Saft, also etwa fünf Limetten, und 20 TL Zucker. Stell die Mischung kalt.
Wenn deine Gäste kommen, gibst du je 4 cl davon mit den angeschlagenen Minzzweigen ins Glas, füllst Eis auf und gießt mit Soda auf. Eis und Soda kommen wirklich erst zum Schluss, denn im vorgefüllten Glas ist das Eis nach wenigen Minuten Wasser.
Was du dafür einkaufst
Für zehn Gläser kaufst du das hier ein:
- 6 Limetten
- 100 g weißer oder brauner Rohrzucker
- 3 Töpfchen Minze
- 3 Flaschen Sodawasser zu je einem Liter
- gut 1 Kilo Eis
Zehn Gläser brauchen 140 cl Sodawasser, deshalb die dritte Flasche. Bei der Minze lohnt es sich großzügig zu rechnen, weil pro Glas sechs Zweige hineingehören und einer als Garnitur obendrauf kommt.
Auch für Kinder
Im Grundrezept sind nur Limette, Rohrzucker, Minze und Sodawasser, also nichts, was ein Kind nicht trinken sollte. Deshalb steht der Virgin Mojito bei unseren Kinder-Cocktails.
Das gilt allerdings nur für diese Zutaten. Sobald eine alkoholfreie Spirituosen-Alternative hineinkommt, ist der Drink nichts mehr für Kinder, weil diese Produkte Restalkohol enthalten können. Dasselbe gilt für Tonic Water, denn das Chinin darin passt nicht für jeden.
Varianten
Mit Beeren wird er fruchtiger und braucht weniger Zucker. Für Erdbeeren gibt es ein eigenes Rezept mit angepassten Mengen, den Erdbeer-Mojito, den du dort auch ohne Alkohol findest. Für Himbeeren nimm eine Handvoll, püriere sie und geh beim Zucker auf 1 TL zurück.
Mit Zitrusfrüchten bleibt er frisch statt süß. Ersetz dafür die Hälfte des Limettensafts durch Orangen-, Mandarinen- oder Grapefruitsaft. Besonders Grapefruit passt gut, weil ihre Bitterkeit ein wenig von dem ersetzt, was sonst der Rum beisteuert.
Mango und Maracuja funktionieren als Püree oder Direktsaft, am besten mit 3 cl und entsprechend weniger Soda.
Der Mojito mit Rum
Mit 4,5 cl weißem Rum wird daraus das Original, das auf 10,3 % Vol. kommt und damit etwa einem Glas Wein entspricht. Dort steht auch, welcher Rum passt und worin sich der Drink von einer Caipirinha unterscheidet. Das Rezept findest du beim Mojito.
Häufige Fragen zum Virgin Mojito
Wie heißt ein Mojito ohne Alkohol?
Virgin Mojito oder schlicht Mojito alkoholfrei. Virgin steht bei Cocktails allgemein für die Variante ohne Spirituose.
Brauche ich alkoholfreien Rum?
Nein. Das Rezept kommt mit Limette, Zucker, Minze und Sodawasser aus. Eine Ersatzspirituose bringt zusätzliche Aromen mit, kostet aber rund zwei Euro je Glas.
Womit fülle ich am besten auf?
Mit Sodawasser, weil es außer Kohlensäure nichts mitbringt. Ginger Ale geht auch, dann nimmst du nur einen Teelöffel Zucker statt zwei.
Enthalten alkoholfreie Spirituosen wirklich keinen Alkohol?
Nicht unbedingt. Das Untersuchungsamt Karlsruhe fand in 14 geprüften Produkten Werte zwischen unter 0,1 und 1,0 % Vol. Ein Blick aufs Etikett lohnt sich.
Wie viele Kalorien hat ein Virgin Mojito?
Rund 36 Kilokalorien, und die stecken vollständig im Zucker. Der Mojito mit Rum liegt bei etwa 135.
Warum schmeckt mein Virgin Mojito nach Limonade?
Meist fehlt Säure. Ohne Rum trägt den Drink allein die Limette, deshalb geh auf 2,5 cl hoch, bevor du am Zucker drehst.
Ist der Virgin Mojito für Kinder geeignet?
Im Grundrezept ja, dort sind nur Limette, Zucker, Minze und Soda drin. Mit einer alkoholfreien Spirituosen-Alternative oder mit Tonic Water dagegen nicht.
Kann ich ihn vorbereiten?
Limettensaft und Zucker kannst du Stunden vorher abmischen und kalt stellen. Minze, Eis und Sodawasser kommen erst beim Servieren dazu.
Wie viel Limette kommt hinein?
Rund 2 cl, also etwa eine halbe Limette. Frisch gepresst, denn Saft aus der Flasche fällt ohne Alkohol sofort auf.
Geht er auch ohne Zucker?
Ja, dann füllst du mit Ginger Ale oder Zitronenlimonade auf, die ihre eigene Süße mitbringen. Mit Sodawasser allein schmeckt er ohne Zucker sehr sauer.