8,6 % Vol. 1,3 Standardgläser Longdrinkglas (30 cl)

Erdbeer-Mojito

Ein Mojito mit Erdbeeren ist kein Mojito mit ein bisschen Farbe, sondern ein eigener Drink. Die Frucht bringt Süße mit, und deshalb ändert sich mehr als nur die Zutatenliste. Vor allem aber gibt es einen Handgriff, bei dem die meisten Rezepte denselben Umweg nehmen.

Erdbeer-Mojito als Illustration

Zutaten

Für 1 Glas · Longdrinkglas (30 cl)
8 cl Erdbeeren, püriert etwa 80 g frische Früchte
4,5 cl Weißer kubanischer Rum
2 cl Frisch gepresster Limettensaft
1 TL Weißer Rohrzucker weniger als im Original, die Frucht süßt mit
6 Stk. Minzzweige
6 cl Sodawasser zum Auffüllen
200 g Crushed Ice fürs Glas

Garnitur: Halbe Erdbeere und ein Minzzweig

Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.

So wird er gemixt: Mit weißem Rum

1

Erdbeeren putzen und ohne Minze fein pürieren.

2

Püree, Limettensaft und Rohrzucker ins Glas geben und rühren, bis sich der Zucker gelöst hat.

3

Minzzweige zwischen den Handflächen einmal anschlagen und ins Glas legen.

4

Glas mit Crushed Ice füllen, Rum darübergeben und mit Sodawasser auffüllen.

5

Einmal von unten nach oben durchheben und mit Erdbeere und Minze garnieren.

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Warum das funktioniert

Erdbeeren und Limette passen zusammen, weil die Säure die Frucht hebt, statt sie zu überdecken. Die Minze legt sich als Duft darüber, und der weiße Rum hält alles zusammen, ohne selbst vorzuschmecken. Weil die Erdbeeren schon Zucker mitbringen, kommt weniger davon ins Glas als beim klassischen Mojito.

Wie viel Erdbeere hineingehört

Achtzig Gramm frische Erdbeeren ergeben püriert rund 8 cl, und das ist die Menge, mit der die Frucht schmeckt, ohne das Glas zu füllen. In Stücken sind das je nach Größe vier bis sechs Beeren.

Mehr geht, hat aber Folgen. Ab etwa 120 g wird der Drink dicklich und verliert die Spritzigkeit, für die man einen Mojito trinkt. Dann fehlt auch der Platz für Eis, und ohne Eis wird er schnell warm.

Der Zucker geht im Gegenzug von zwei Teelöffeln auf einen zurück. Achtzig Gramm Erdbeeren bringen rund 4,7 Gramm Zucker mit, und ein Teelöffel Rohrzucker wiegt etwa 4,5 Gramm. Wer bei zwei Löffeln bleibt, bekommt einen Drink, der eher an Sirup erinnert.

Erdbeerpüree für den Erdbeer-Mojito im Glas, die Minzzweige liegen unversehrt daneben

Erdbeeren pürieren, Minze andrücken

Das ist der Handgriff, auf den es ankommt. Die Erdbeeren kommen in den Mixer, die Minze nicht.

Viele Rezepte werfen beides zusammen in einen Becher und pürieren durch. Das geht schneller und kostet Geschmack: In den Minzblättern sitzt das Aroma dicht unter der Oberfläche, und wer sie zerkleinert, zerlegt auch das Blattgrün. Dabei lösen sich Bitterstoffe, der Drink wird trüb und bekommt eine grasige Note.

Also: Erdbeeren fein pürieren, die Minzzweige dagegen nur zwischen den Handflächen anschlagen und ganz ins Glas legen. Das dauert zehn Sekunden länger und schmeckt deutlich sauberer.

Wenn die Erdbeeren nicht süß genug sind

Das passiert am Anfang und am Ende der Saison, und man merkt es erst im Glas. Probier das Püree, bevor du weitermachst.

Schmeckt es wässrig, hilft ein halber Teelöffel Zucker mehr, aufgelöst im Limettensaft. Schmeckt es sauer statt fruchtig, nimm stattdessen etwas weniger Limette und geh auf 1,5 cl zurück.

Ein Trick aus der Küche funktioniert auch hier: Lass die pürierten Erdbeeren zehn Minuten mit dem Zucker stehen, bevor der Rest dazukommt. Der Zucker zieht Saft aus der Frucht, und das Püree schmeckt danach runder.

Tiefgekühlte Erdbeeren

Die deutsche Freilandsaison läuft je nach Wetter von Mai oder Juni bis August oder September. Den Rest des Jahres sind tiefgekühlte Beeren die bessere Wahl als blasse Importware, denn sie werden reif geerntet.

Du hast zwei Wege, und sie führen zu verschiedenen Drinks. Aufgetaut verarbeitet ergeben sie ein Püree wie aus frischen Früchten; gieß den Saft, der beim Auftauen austritt, mit hinein, denn dort steckt der Geschmack.

Gefroren in den Mixer gegeben wird der Drink dagegen dick und kalt wie ein Frozen Cocktail. Dann brauchst du weniger Crushed Ice, sonst wird er zu fest zum Trinken.

Brauchst du Erdbeersirup?

Nein, und in den meisten Rezepten steht er aus einem anderen Grund: Er gleicht aus, wenn die Frucht wenig hergibt.

Rechne aber nach, bevor du ihn dazugibst. Handelsüblicher Erdbeersirup enthält rund 84 Gramm Zucker je 100 ml. Die 4 cl, die manche Rezepte nennen, bringen damit gut 33 Gramm Zucker ins Glas, also das Siebenfache von dem, was ein Teelöffel Rohrzucker liefert.

Wenn du Sirup nimmst, lass den Rohrzucker weg und geh auf 2 cl Sirup zurück. Und sei dir bewusst, dass er außer Süße auch Aroma und Flüssigkeit mitbringt, der Drink also insgesamt anders wird.

Welcher Rum passt

Ein weißer Rum mit 40 % Vol., genau wie beim Original. Er soll die Erdbeere nicht überdecken, und deshalb ist ein kubanischer die naheliegende Wahl.

Brauner Rum bringt Holz- und Karamellnoten mit, die sich mit der Frucht beißen. Welcher Rum wie schmeckt, steht ausführlich beim Mojito.

Wie stark er ist

Im Glas stehen 4,5 cl weißer Rum mit 40 % Vol., dazu Püree, Limettensaft und Sodawasser. Auf die 210 ml, die zusammenkommen, macht das 8,6 % Vol.

Das sind 14,2 Gramm reiner Alkohol und damit 1,3 Standardgläser, ungefähr so viel wie ein großes Glas Wein. Der klassische Mojito liegt bei 10,3 % Vol., weil dort das Püree fehlt und weniger Flüssigkeit im Glas ist.

Wie viele Kalorien drin sind

Drei Zutaten tragen etwas bei, und alle drei lassen sich rechnen.

Der Alkohol liefert 7 Kilokalorien je Gramm, bei 14,2 Gramm also rund 99. Achtzig Gramm Erdbeeren kommen nach dem Bundeslebensmittelschlüssel auf 30, und ein Teelöffel Rohrzucker auf 18. Zusammen landet ein Glas bei rund 147 Kilokalorien.

Ohne Rum bleiben davon 48 übrig. Wer zusätzlich Erdbeersirup nimmt, legt je 4 cl rund 135 Kilokalorien obendrauf.

Ohne Alkohol

Der Umschalter über der Zutatenliste zeigt dir beide Rezepturen. Ohne Rum steigt das Sodawasser von 6 auf 10 cl, alles andere bleibt gleich.

Wer den klassischen Mojito ohne Alkohol sucht, findet ihn beim Virgin Mojito.

Erdbeer-Mojito als Bowle in der Karaffe, daneben drei fertige Gläser

Als Bowle für die Runde

Für mehrere Gläser lohnt sich die Bowle, weil das Pürieren nur einmal anfällt. Für zehn Gläser brauchst du 800 g Erdbeeren, 20 cl Limettensaft, 10 TL Rohrzucker und 45 cl Rum.

Püriere die Erdbeeren, rühr Limettensaft und Zucker unter und stell die Mischung kalt. Der Rum kann gleich mit hinein, er verändert sich nicht.

Eis, Sodawasser und Minze kommen erst dazu, wenn die Gäste da sind. Das Eis würde in der Karaffe schmelzen und die Bowle verwässern, und die Minze verliert ihr Aroma innerhalb einer halben Stunde. Schlag sie erst an, wenn eingeschenkt wird, und leg sie in die Gläser statt in die Karaffe.

Was du dafür einkaufst

Für zehn Gläser kaufst du das hier ein:

  • 800 g Erdbeeren, frisch oder tiefgekühlt
  • 1 Flasche weißer Rum zu 0,7 Litern
  • 6 Limetten
  • 50 g weißer Rohrzucker
  • 3 Töpfchen Minze
  • 1 Flasche Sodawasser zu einem Liter
  • gut 1 Kilo Crushed Ice

Von der Rumflasche bleibt etwas übrig, denn zehn Gläser brauchen 45 cl. Bei tiefgekühlten Beeren reichen zwei Packungen zu 500 g.

Varianten

Mit Himbeeren statt Erdbeeren wird der Drink herber und bekommt mehr Säure. Dann kannst du beim Limettensaft auf 1,5 cl zurückgehen.

Als Frozen Mojito kommt alles zusammen mit Crushed Ice in den Mixer, statt im Glas gerührt zu werden. Nimm dafür gefrorene Erdbeeren und lass das Sodawasser weg, sonst wird er zu flüssig.

Mit Zitronenlimonade statt Sodawasser wird er süßer und passt besser für Gäste, die es weniger sauer mögen. Lass dann den Rohrzucker weg.

Der klassische Mojito

Ohne Erdbeeren bleibt der Drink, aus dem dieser hier entstanden ist: Limette, Minze, Rohrzucker, weißer Rum und Sodawasser. Er kommt auf 10,3 % Vol. und ist etwas herber. Das Rezept steht beim Mojito.

Häufige Fragen zum Erdbeer-Mojito

Wie viele Erdbeeren kommen in einen Erdbeer-Mojito?

Etwa 80 Gramm, also vier bis sechs Beeren je nach Größe. Püriert ergibt das rund 8 cl. Mehr macht den Drink dicklich und lässt zu wenig Platz für Eis.

Werden die Erdbeeren püriert oder zerdrückt?

Püriert, und zwar ohne die Minze. Zerdrückte Minzblätter geben Bitterstoffe aus dem Blattgrün ab, deshalb werden die Zweige nur kurz angeschlagen.

Gehen auch tiefgekühlte Erdbeeren?

Ja. Aufgetaut ergeben sie ein Püree wie frische Früchte, wobei du den ausgetretenen Saft mitverwendest. Gefroren püriert wird der Drink dick wie ein Frozen Cocktail.

Brauche ich Erdbeersirup?

Nein. Er gleicht nur aus, wenn die Frucht wenig hergibt. Rechne mit rund 84 Gramm Zucker je 100 ml Sirup und lass den Rohrzucker weg, wenn du ihn nimmst.

Wie viel Alkohol hat ein Erdbeer-Mojito?

Er kommt auf 8,6 % Vol. bei 210 ml, das sind 14,2 Gramm reiner Alkohol oder 1,3 Standardgläser. Der klassische Mojito liegt bei 10,3 % Vol.

Wie viele Kalorien hat er?

Rund 147 Kilokalorien, davon 99 aus dem Alkohol, 30 aus den Erdbeeren und 18 aus dem Zucker. Ohne Rum bleiben 48 übrig.

Welcher Rum passt am besten?

Ein weißer Rum mit 40 % Vol., am besten ein kubanischer. Brauner Rum bringt Karamellnoten mit, die sich mit der Erdbeere beißen.

Kann ich ihn alkoholfrei machen?

Ja, der Umschalter über der Zutatenliste zeigt beide Rezepturen. Ohne Rum steigt das Sodawasser von 6 auf 10 cl.

Wie mache ich eine Erdbeer-Mojito-Bowle?

Püree, Limettensaft, Zucker und Rum lassen sich Stunden vorher abmischen und kalt stellen. Eis, Sodawasser und Minze kommen erst beim Servieren dazu.

Heißt er auch Strawberry Mojito?

Ja, das ist dasselbe Rezept. Im Deutschen wird häufiger nach Erdbeer-Mojito gesucht.