Alkoholfrei Tumbler (35 cl)

Virgin Caipirinha: die Caipirinha ohne Alkohol

Der Abend ist warm, alle stehen mit einem beschlagenen Glas im Garten, und du fährst später noch. Genau dafür ist die Virgin Caipirinha gemacht. Limette, brauner Rohrzucker und Crushed Ice bleiben wie beim Original, nur der Cachaça fällt weg. Was an seine Stelle kommt, entscheidet darüber, ob der Drink Biss hat oder einfach nur süß ist.

Virgin Caipirinha als Illustration

Zutaten

Für 1 Glas · Tumbler (35 cl)
1 Stk. Limette in Spalten geschnitten
2 TL Brauner Rohrzucker halbe Menge des Originals, da Ginger Ale mitsüßt
12 cl Ginger Ale nicht mehr, sonst geht die Limette unter
200 g Crushed Ice fürs Glas

Garnitur: Limettenspalte

Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.

So wird er gemixt

1

Limette in Spalten schneiden und mit dem braunen Rohrzucker in einen Tumbler geben.

2

Beides mit dem Stößel vorsichtig zerdrücken, bis der Saft austritt.

3

Glas mit Crushed Ice füllen.

4

Mit Ginger Ale auffüllen und vorsichtig umrühren.

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Warum das funktioniert

Der Cachaça ist bei der Caipirinha nicht bloß der Alkohol, er ist praktisch die gesamte Flüssigkeit im Glas. Lässt du ihn ersatzlos weg, bleibt zerdrückte Limette mit Zucker übrig. An seine Stelle tritt deshalb Ginger Ale: Der Ingwer wärmt im Rachen und kommt der Schärfe eines Brands damit näher als jeder Saft. Und weil Ginger Ale schon Zucker mitbringt, gehen wir beim Rohrzucker auf zwei Teelöffel runter, halb so viel wie beim Original.

Warum Ginger Ale und nicht Saft

Ein Brand hinterlässt im Mund eine Schärfe, die kein Fruchtsaft nachbildet. Ingwer schafft das ziemlich gut, weil er im Rachen wärmt und dem Gefühl damit näher kommt als alles Süße.

Dazu kommt die Kohlensäure. Sie trägt die Limettenöle nach oben, und du riechst den Drink, bevor du ihn schmeckst. Ein stiller Saft kann das nicht.

Weil Ginger Ale schon Zucker mitbringt, reichen zwei Teelöffel Rohrzucker statt vier. Das ist der einzige Unterschied zum Original, den du in der Zutatenliste siehst.

Wie viel Ginger Ale ins Glas gehört

12 cl auf eine ganze Limette, mehr nicht. Das Glas sieht damit erst einmal nicht voll aus, aber es wird voll: Das Crushed Ice füllt den Rest, und beim Trinken schmilzt es und verlängert den Drink von selbst.

Gießt du das Glas stattdessen randvoll, geht die Limette unter und der Zucker schmeckt vor. Lieber knapp auffüllen und nachgießen, wenn das Eis gesunken ist.

Limette und Zucker: die Reihenfolge zählt

Schneide die Limette in Spalten, gib sie mit dem braunen Rohrzucker ins Glas und drück erst dann. Der Zucker wirkt dabei wie feines Schmirgelpapier und holt die ätherischen Öle aus der Schale. Das ist der Grund, warum er vor dem Eis ins Glas kommt und nicht danach.

Drück die Spalten nur an, statt sie zu zerquetschen. Aus der weißen Innenhaut kommen sonst Bitterstoffe mit heraus, und die bleiben den ganzen Drink über.

Alternativen für die alkoholfreie Caipirinha: Tumbler mit Limette und Zucker, daneben vier Flaschen

Was du statt Ginger Ale nehmen kannst

Ginger Ale ist unsere Empfehlung, aber es steht nicht in jedem Kühlschrank. Die Technik bleibt in allen Varianten gleich: eine Limette, stoßen, Crushed Ice, rund 12 cl Flüssigkeit. Nur der Zucker wird angepasst, weil jede Alternative eine andere Süße mitbringt.

  • Sprite oder Zitronenlimonade: 12 cl, dazu 1 TL Zucker. Die Schärfe fehlt damit, es bleibt eine erfrischende Limettenlimonade.
  • Tonic Water: 8 cl Tonic und 4 cl Sprudelwasser, 1 TL Zucker. Das Chinin im Tonic bringt eine Bitterkeit mit, die die Limette überdecken kann, deshalb streckst du es.
  • Apfelsaft: 6 cl Saft und 6 cl Sprudelwasser, 1 TL Zucker. Schmeckt nach Apfelschorle mit viel Limette und kommt bei Kindern am besten an.
  • Bitter Lemon: 8 cl und 4 cl Sprudelwasser, kein Zucker. Säure trifft auf Säure, das ist etwas für alle, die es richtig sauer mögen.
  • Sprudelwasser pur: 12 cl, dafür die vollen 2 TL Zucker. Die schlichteste Variante, aber die einzige ohne Eigengeschmack, hier schmeckst du nur Limette.
  • Maracujasaft: Damit wird ein eigener Drink daraus. Er heißt Ipanema und hat sein eigenes Rezept.

Erdbeeren passen übrigens auch: vier reife Beeren zusammen mit der Limette andrücken und den Zucker auf einen Teelöffel reduzieren. Und wenn es draußen kalt ist, gießt du heißen Ingwertee auf Limette und Zucker statt Ginger Ale. Dann bleibt das Eis weg, und die Ingwerschärfe ist sogar deutlicher.

Ginger Beer: schärfer, aber nicht immer alkoholfrei

Ginger Beer ist die kräftigere Verwandte des Ginger Ale, weniger süß und deutlich schärfer. Im Glas macht sich das gut, wenn dir Ginger Ale zu brav ist.

Ein Punkt gehört aber dazu: Ginger Beer entsteht durch Gärung, und dabei bildet sich Alkohol. Bundaberg schreibt in der eigenen Auskunft, dass nach dem Erhitzen ein Restalkohol von unter 0,5 % bleibt. Für Erwachsene ist das belanglos. Wenn Kinder mittrinken oder jemand bewusst auf jede Spur verzichtet, nimmst du Ginger Ale, denn das ist eine Limonade ohne Gärung.

Crushed Ice, nicht Würfel

Crushed Ice verteilt sich zwischen den Limettenspalten und kühlt schneller als ganze Würfel. Zum Schluss rührst du einmal von unten nach oben, damit der Zucker vom Boden mit hochkommt.

Crushed Ice ohne Maschine

Wie der Drink heißt

Virgin Caipirinha ist der geläufige Name. „Virgin“ steht in der Cocktailwelt für eine Variante ohne Alkohol. Du findest denselben Drink auch als Caipi ohne Alkohol, als alkoholfreien Caipirinha oder unter dem Sammelbegriff Mocktail, was schlicht einen alkoholfreien Cocktail meint.

Alle vier meinen dasselbe Glas. Kommt Maracujasaft dazu, ändert sich der Name in Ipanema.

Der Unterschied zum Ipanema

Die Machart ist identisch: Limette, brauner Rohrzucker, Crushed Ice, Ginger Ale. Der Ipanema bekommt zusätzlich 4 cl Maracujasaft und dafür nur eine halbe Limette, weil Saft und Zitrusfrucht sonst gegeneinander arbeiten.

Geschmacklich heißt das: Die Virgin Caipirinha ist herber und näher am Original, der Ipanema fruchtiger und runder. Wenn du für eine Runde mixt, in der nicht jeder Limette pur mag, ist der Ipanema die sichere Wahl.

Wie viel Alkohol wirklich drin ist

In Limette, Rohrzucker, Eis und Ginger Ale steckt nichts Alkoholisches. Du kannst die Virgin Caipirinha also am Steuer trinken, in der Schwangerschaft und an jedem Abend, an dem du klar bleiben willst.

Zwei Dinge lohnen trotzdem einen Blick aufs Etikett. Ginger Beer kann durch die Gärung Restalkohol enthalten. Und einzelne alkoholfreie Spirituosen-Alternativen, die als Cachaça-Ersatz verkauft werden, liegen bei bis zu 0,5 %, und das steht dann klein auf der Flasche. Mit Ginger Ale stellt sich die Frage gar nicht erst.

Auch für Kinder

Im Glas sind Limette, Zucker und Ginger Ale, sonst nichts: keine Spirituosen-Alternative, kein Koffein, keine Schärfe aus Chili. Deshalb steht die Virgin Caipirinha bei den Kinder-Cocktails.

Für kleinere Kinder nimmst du besser Apfelsaft mit Sprudelwasser statt Ginger Ale, dann ist die Ingwerschärfe weg. Ginger Beer bleibt hier außen vor.

Wie viele Kalorien drin sind

Ein Glas kommt auf rund 85 Kalorien. Die verteilen sich so: 2 TL brauner Rohrzucker sind etwa 8 g und bringen rund 32 Kalorien mit, 12 cl Ginger Ale rund 48, die Limette knapp 6.

Wenn dir das zu viel ist, gibt es zwei einfache Stellschrauben. Zuckerfreies Ginger Ale drückt das Glas auf rund 40 Kalorien. Und wer den Rohrzucker auf einen Teelöffel halbiert, landet bei rund 70. Die Limette tritt dann deutlicher hervor, was viele sogar lieber mögen.

Alkoholfreie Caipirinha-Bowle mit Limettenspalten und Melonenkugeln, daneben zwei Gläser

Als Bowle für die Runde

Für zehn Gläser rechnest du mit 10 Limetten, 20 TL braunem Rohrzucker (rund 100 g) und 1,2 l Ginger Ale.

Den anstrengenden Teil kannst du vorziehen: Limetten vierteln, mit dem Zucker in die Bowlenschüssel geben und dort stoßen. Das steht eine Stunde im Kühlschrank und zieht in der Zeit sogar besser durch.

Ginger Ale und Eis kommen erst dazu, wenn die Gäste da sind. Sonst ist die Kohlensäure weg, und das geschmolzene Eis hat die Bowle verdünnt, bevor das erste Glas gefüllt ist.

Melone passt gut dazu: eine halbe Honigmelone in Kugeln oder Würfel, mit in die Schüssel. Sie süßt mild mit und sieht neben den Limetten gut aus.

Was du dafür einkaufst

Für acht Leute mit je zwei Gläsern:

  • 16 Limetten, das sind meist zwei Netze
  • eine Packung brauner Rohrzucker, 500 g, davon brauchst du gut ein Viertel
  • 2 l Ginger Ale
  • 3 kg Eis, fertig als Crushed Ice oder als Würfel zum Zerschlagen
  • eine Honigmelone, wenn du die Bowle machst

Limetten halten im Kühlschrank rund zwei Wochen, die kannst du also in Ruhe vorher kaufen. Das Eis holst du am Tag der Party.

Wenn sie nicht schmeckt

Zu sauer heißt meistens: zu wenig Zucker für diese Limette. Rühr einen halben Teelöffel nach und probier noch einmal, Limetten schwanken stark.

Zu süß wird sie, wenn das Ginger Ale kräftig gesüßt ist. Dann fängst du beim nächsten Glas mit einem Teelöffel Zucker an und legst lieber nach.

Bitter wird sie nur an einer Stelle, und die liegt beim Stoßen: Wenn die weiße Innenhaut der Limette zerrieben wird, gibt sie Bitterstoffe ab. Beim nächsten Mal nur andrücken, bis der Saft kommt.

Häufige Fragen zum Virgin Caipirinha

Wie heißt die Caipirinha ohne Alkohol?

Virgin Caipirinha. „Virgin“ steht in der Cocktailwelt für eine Variante ohne Alkohol. Geläufig sind auch Caipi ohne Alkohol und der Sammelbegriff Mocktail.

Was nehme ich statt Ginger Ale?

Am nächsten kommt Sprite mit 12 cl und einem Teelöffel Zucker. Tonic Water und Bitter Lemon streckst du mit Sprudelwasser, Apfelsaft ebenso. Ganz ohne Eigengeschmack geht es mit 12 cl Sprudelwasser und den vollen zwei Teelöffeln Zucker.

Geht auch Sprite?

Ja. 12 cl Sprite auf eine Limette, dazu nur noch 1 TL Zucker. Die Ingwerschärfe fehlt dann, erfrischend ist der Drink trotzdem.

Geht auch Ginger Beer?

Geschmacklich ja, es ist schärfer und weniger süß. Es entsteht aber durch Gärung und kann Restalkohol enthalten, bei Bundaberg unter 0,5 %. Für Kinder nimmst du Ginger Ale.

Warum weniger Zucker als im Original?

Weil Ginger Ale bereits gesüßt ist. Zwei Teelöffel statt vier halten den Drink im Gleichgewicht.

Ist die Virgin Caipirinha wirklich alkoholfrei?

Mit Ginger Ale ja, darin ist nichts Alkoholisches. Bei Ginger Beer und bei alkoholfreien Spirituosen-Alternativen lohnt der Blick aufs Etikett, dort sind bis zu 0,5 % möglich.

Wie viele Kalorien hat sie?

Rund 85 pro Glas: etwa 32 aus dem Rohrzucker, 48 aus dem Ginger Ale und knapp 6 aus der Limette. Mit zuckerfreiem Ginger Ale bleiben rund 40.

Was ist der Unterschied zum Ipanema?

Der Ipanema bekommt zusätzlich 4 cl Maracujasaft und dafür nur eine halbe Limette. Er schmeckt fruchtiger, die Virgin Caipirinha herber.

Kann ich sie vorbereiten?

Limetten und Zucker ja, bis zu einer Stunde vorher im Kühlschrank. Ginger Ale und Eis kommen erst ins Glas, wenn getrunken wird.

Gibt es sie fertig zu kaufen?

Fertig gemischt ist sie kaum zu finden, und sie lohnt sich auch nicht: Limette, Zucker und Ginger Ale hast du in fünf Minuten im Glas, und die Süße bestimmst du selbst.