Zombie alkoholfrei
Ende Oktober steht er auf dem Tisch wie gemacht: ein hohes Glas, rote Schlieren im Orange, Minze obendrauf. Der Zombie alkoholfrei bringt die Gewürznote der Tiki-Bars mit und kommt ohne einen Tropfen Rum aus. Eine seiner Zutaten musst du selbst ansetzen, und ein paar Dinge unterscheiden ihn vom Original.
Zutaten
| 6 cl | Ananassaft |
| 6 cl | Frisch gepresster Orangensaft |
| 3 cl | Frisch gepresster Limettensaft |
| 1,5 cl | Falernum-Sirup, alkoholfrei |
| 1,5 cl | Donn's Mix |
| 1 TL | Grenadine |
| 170 g | Crushed Ice |
Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.
So wird er gemixt
Alle Zutaten mit 170 g Crushed Ice in den Mixer geben.
Nur kurz anmixen, ein paar Sekunden in Stößen.
In ein hohes Glas gießen.
Die Grenadine über das Eis geben, damit sie Schlieren zieht.
Mit Minzblättern garnieren.
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Warum das funktioniert
Die Wucht des Originals kam aus den drei Rums, der Geschmack dagegen aus Limette, Falernum, Zimt und Grapefruit. Ananas- und Orangensaft füllen das Volumen der Rums und bringen Süße mit, deshalb steigt die Limette von 2 auf 3 Zentiliter. Angostura und Pernod fallen als Alkohol mit weg, die Anisnote des Originals fehlt dieser Variante also.
Was den Drink ohne Rum zusammenhält
Zwölf Zentiliter Rum fallen weg, und trotzdem schmeckt das Glas noch nach Tiki-Bar. Das liegt daran, dass die Würze aus den kleinen Zutaten kommt: Falernum, Zimt, Limette und ein Spritzer Grapefruit tragen den Geschmack, während die drei Rums im Original vor allem Wucht geliefert haben.
Was sie außerdem geliefert haben, ist Flüssigkeit, und die musst du ersetzen. Dafür nimmst du Ananas- und Orangensaft, zusammen genau die zwölf Zentiliter, die vorher der Rum ausgemacht hat.
Ananas und Orange statt Rum
Sechs Zentiliter von jedem. Die Ananas bringt die tropische Richtung mit, die Orange rundet ab und sorgt dafür, dass der Drink nicht nach Fruchtsaftschorle schmeckt.
Den Orangensaft presst du am besten frisch, weil gekaufter Saft deutlich süßer wirkt. Bei der Ananas darf es Saft aus der Flasche sein, Hauptsache ohne Zuckerzusatz.
Dafür steigt die Limette: 3 Zentiliter statt der 2 im Original. Der Rum hatte keinen Zucker, die beiden Säfte haben reichlich, und ohne den zusätzlichen Schuss Säure kippt der Drink ins Süße.
Was gegenüber dem Original fehlt
Zwei Zutaten des Originals sind selbst Alkohol und fallen deshalb mit weg: ein Spritzer Angostura, ein Bitter mit knapp 45 Prozent, und sechs Tropfen Pernod, ein Anisschnaps.
Den Bitterteil fängt der Grapefruitsaft im Donn's Mix auf, vor allem wenn du eine gelbe Grapefruit nimmst und keine rosa. Die Anisnote dagegen fehlt wirklich, und wer sie vermisst, bekommt sie mit einem kalten Aufguss aus Anissamen zurück: tropfenweise, der Geschmack ist kräftig.
Im Barbedarf gibt es inzwischen auch alkoholfreie Cocktail-Bitters. Sie treffen das Gewürzprofil von Angostura nicht genau, bringen aber eine ähnliche Tiefe.
Falernum ohne Alkohol
Falernum ist die Zutat, die diesen Drink von jedem anderen Saftcocktail unterscheidet. Der Sirup kommt aus der Karibik und schmeckt nach Limette, Ingwer, Nelke und Mandel, je nach Hersteller mit anderer Gewichtung.
Es gibt ihn in zwei Sorten. Die bekannte Flasche ist ein Likör mit etwa 11 % Vol., daneben steht reiner Würzsirup ohne Alkohol, oft von denselben Herstellern. Für diesen Drink nimmst du den Sirup.
Woran du die richtige Flasche erkennst
Im Regal stehen beide oft nebeneinander, und sie sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Entscheidend sind zwei Buchstaben: Folgt auf die Zahl ein % vol, hältst du den Likör in der Hand.
Ein Prozentwert ohne diese Buchstaben meint auf Sirupflaschen meistens den Fruchtanteil. Wenn du unsicher bist, hilft die Zutatenliste weiter, denn beim Likör steht dort Rum.
Und wenn im Laden nur der Likör steht, ist das kein Beinbruch: Anderthalb Zentiliter davon bringen so wenig Alkohol mit, dass der Drink unter einem halben Prozent bleibt. Für Kinder und für die Schwangerschaft lässt du ihn trotzdem weg.
Donn's Mix selbst ansetzen
Diese Zutat gibt es nirgends zu kaufen, dafür mischst du sie in einer Minute. Für ein Glas brauchst du 10 Milliliter Grapefruitsaft und 5 Milliliter Zimtsirup, zusammen ergibt das die 1,5 Zentiliter aus der Zutatenliste.
Nimm eine gelbe Grapefruit, nicht die rosa. Die gelbe ist herber, und diese Bitterkeit ist der Grund, warum der Mix überhaupt im Rezept steht. Mit rosa Grapefruit wird der Drink weicher, als er gedacht ist.
Frisch anrühren lohnt sich, weil Grapefruitsaft nach ein paar Stunden bitter nachzieht.
Zimtsirup in zehn Minuten
Den zweiten Teil kochst du selbst:
- 100 ml Wasser mit 100 g Zucker erwärmen, bis sich alles gelöst hat
- Zwei Zimtstangen hineinlegen und den Topf vom Herd nehmen
- Eine Stunde ziehen lassen, dann die Stangen herausnehmen
- Heiß in ein sauberes Glas abfüllen, abkühlen lassen, kalt stellen
Mit gleich viel Zucker wie Wasser bleibt der Sirup schön flüssig, dafür hält er sich nicht lange. Rechne mit etwa einer Woche im Kühlschrank und friere ein, was übrig bleibt. In einer Eiswürfelform portioniert taut er genau in der Menge auf, die du fürs nächste Glas brauchst.
Gemahlener Zimt geht auch, macht den Sirup aber trüb. Dann gießt du ihn hinterher durch ein feines Tuch.
Nur kurz anmixen
Alles kommt zusammen mit dem Crushed Ice in den Mixer, und zwar nur für ein paar Sekunden. Arbeite mit kurzen Stößen statt mit durchlaufendem Motor, dann zerfällt das Eis grob und der Drink bleibt flüssig.
Gieß vorher das Wasser ab, das sich in der Eisschale gesammelt hat. Dass Eis im Glas schmilzt, gehört dazu und verdünnt den Drink wie gewollt. Wasser, das schon vor dem Mixen dabei war, kühlt dagegen nicht mehr und verdünnt trotzdem.
Ohne Mixer geht es auch
Du brauchst keinen Mixer. Schüttele alle Zutaten kräftig mit Eiswürfeln im Shaker und seihe sie über frisches Crushed Ice ab.
Das Ergebnis schmeckt gleich, fühlt sich aber anders an: Die Mixervariante ist dichter und hat feine Eiskristalle im Getränk, die geschüttelte bleibt klarer und trinkt sich leichter. Welche dir besser gefällt, merkst du beim ersten Glas.
Zum Halloween-Tisch
Ende Oktober spielt der Name für dich. Ein Drink, der Zombie heißt und ohne Alkohol auskommt, passt auf jede Halloween-Tafel, an der Kinder mitfeiern oder jemand fährt.
Die Optik liefert die Grenadine: Gieß sie zum Schluss über das Eis, dann zieht sie rote Schlieren nach unten. Dazu Minze obendrauf, und wenn du es noch deutlicher willst, legst du eine dünne Scheibe Blutorange an den Rand.
Für eine ganze Runde stellst du am besten zwei verschiedene Gläser hin. Neben dem Zombie macht sich die Virgin Colada gut, weil sie weiß ist und daneben auffällt. Weitere Rezepte ohne Alkohol stehen bei den alkoholfreien Cocktails.
Auch für Kinder
Der Drink steht bei uns unter den Kinder-Cocktails, und dafür musst du nur auf zwei Dinge achten.
Das erste ist der Falernum: Nimm den Sirup ohne Alkohol, nicht den Likör. Das zweite ist die Süße. Lass die Grenadine weg, wenn der Drink für Kinder gedacht ist, denn die drei Säfte bringen schon reichlich mit. Optisch verliert er dadurch die roten Schlieren, geschmacklich gewinnt er.
Falernum enthält je nach Hersteller Mandel. Wenn ein Kind am Tisch eine Nussallergie hat, lies die Zutatenliste auf der Flasche, bevor du mischst.
Wie viel Zucker drin ist
Hier lohnt ein ehrlicher Blick, denn ohne Alkohol wird ein Cocktail nicht automatisch leicht. Ananassaft hat etwa 12 Gramm Zucker je 100 Milliliter, Orangensaft etwa 10. Die zwölf Zentiliter Saft bringen damit rund 13 Gramm mit.
Dazu kommen Falernum, Zimtsirup und Grenadine. Ein Glas landet bei etwa 32 Gramm Zucker und rund 130 Kilokalorien, das sind ungefähr elf Stück Würfelzucker.
Senken lässt sich das an drei Stellen: Grenadine weglassen, den Falernum knapper dosieren, und beim Ananassaft auf einen ohne Zuckerzusatz achten. Zum Vergleich: Das Original mit Rum liegt bei rund 355 Kilokalorien, weil Alkohol allein mehr Energie liefert als alle Säfte zusammen.
Wie alkoholfrei der Drink wirklich ist
Alkohol kommt hier nicht hinein. Kein Rum, kein Likör, keine alkoholischen Bitters, und beim Falernum achtest du auf die Sirupvariante.
Ganz wörtlich null ist allerdings kein Saftgetränk. Früchte bilden beim Reifen von Natur aus kleine Mengen Alkohol, bei jedem Apfelsaft genauso, und es geht dabei um Bruchteile eines Prozents. Deshalb gelten solche Spuren bei Erfrischungsgetränken als normal und müssen nirgends auf der Flasche stehen.
Für den Tisch heißt das: Dieser Drink ist für Kinder, für Schwangere und für alle geeignet, die am Abend noch fahren. Wer jede Spur meiden möchte, kommt an Fruchtsaft allerdings nicht vorbei, und das lässt sich mit keinem Rezept ändern.
Für eine Runde vorbereiten
Für zehn Gläser brauchst du 60 cl Ananassaft, 60 cl Orangensaft, 30 cl Limettensaft, 15 cl Falernum-Sirup, 10 cl Grapefruitsaft, 5 cl Zimtsirup und 10 TL Grenadine. Dazu 1,7 Kilo Crushed Ice, und das ist mehr, als in die meisten Gefrierfächer passt.
Die Säfte mischst du vor, die Limette presst du frisch. Gemixt wird einzeln oder zu zweit, denn ein voller Mixer zerkleinert das Eis ungleichmäßig und die Gläser fallen unterschiedlich aus.
Beim Einkauf rechnest du mit anderthalb Gläsern je Limette und etwa zwölf Gläsern je gelber Grapefruit. Falernum reicht in der 0,7-Liter-Flasche für rund 45 Portionen.
Das Original mit Rum
Der Zombie ist mit drei Rums in einem Glas der stärkste Drink unserer Sammlung und kommt auf etwa dreieinhalb Standardgläser Alkohol. Erfunden hat ihn Don the Beachcomber 1934 in Hollywood, und sein Rezept hielt er jahrzehntelang geheim.
Wenn du beides an einem Abend anbietest, stell die alkoholfreien Gläser deutlich erkennbar daneben. Bei diesem Drink ist der Unterschied größer als bei jedem anderen Paar.
Häufige Fragen zum Zombie alkoholfrei
Was ersetzt die drei Rums?
Ananas- und Orangensaft, je 6 cl. Sie füllen das Volumen und bringen Süße mit, deshalb steigt der Limettensaft auf 3 cl.
Schmeckt der alkoholfreie Zombie wie das Original?
Die Gewürznote aus Falernum, Zimt und Limette bleibt. Angostura und Pernod fallen als Alkohol weg, die Anisnote fehlt also.
Bekomme ich Falernum ohne Alkohol?
Ja, als reinen Würzsirup. Die bekannte Flasche mit etwa 11 % Vol. ist der Likör, erkennbar an den Buchstaben % vol hinter der Zahl.
Was ist Donn's Mix?
10 ml Saft gelber Grapefruit und 5 ml Zimtsirup je Glas. Zu kaufen gibt es ihn nicht, du rührst ihn selbst an.
Wie lange hält selbst gemachter Zimtsirup?
Bei gleich viel Zucker wie Wasser etwa eine Woche im Kühlschrank. Was übrig bleibt, friert du portionsweise ein.
Geht der Drink ohne Mixer?
Ja. Kräftig mit Eiswürfeln schütteln und über frisches Crushed Ice abseihen. Der Drink wird dann klarer und leichter.
Ist der Zombie alkoholfrei für Kinder geeignet?
Ja, mit Falernum-Sirup statt Likör. Lass die Grenadine weg, wenn der Drink für Kinder gedacht ist, und prüf bei einer Nussallergie die Zutatenliste des Falernums wegen der Mandel.
Wie viel Zucker hat ein Glas?
Etwa 32 Gramm, davon rund 13 aus Ananas- und Orangensaft. Das sind ungefähr 130 Kilokalorien.
Passt der Drink zu Halloween?
Der Name passt, und die Grenadine zieht rote Schlieren durch das Eis. Mit Minze und einer Scheibe Blutorange steht er auf jeder Halloween-Tafel.
Wie stark ist das Original mit Rum?
Rund 39 Gramm reiner Alkohol, also etwa dreieinhalb Standardgläser. Es ist der stärkste Drink unserer Sammlung.