Zombie
Drei Rums in einem Glas, dazu Limette, Falernum und ein Hauch Anis: Der Zombie stammt aus den Tiki-Bars der dreißiger Jahre und ist mit Abstand der stärkste Drink dieser Sammlung. Er verlangt außerdem eine Zutat, die es nirgends zu kaufen gibt.
Zutaten
| 4,5 cl | Dunkler Jamaika-Rum |
| 4,5 cl | Goldener Puerto-Rico-Rum |
| 3 cl | Demerara-Rum |
| 2 cl | Frisch gepresster Limettensaft |
| 1,5 cl | Falernum |
| 1,5 cl | Donn's Mix |
| 1 TL | Grenadine |
| 1 Spritzer | Angostura |
| 6 Tropfen | Pernod |
| 170 g | Crushed Ice |
Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.
So wird er gemixt
Alle Zutaten mit 170 g gestoßenem Eis in den Mixer geben.
Nur kurz anmixen, ein paar Sekunden in Stößen.
In ein hohes Glas gießen.
Mit Minzblättern garnieren.
Für den Zombie brauchst du nicht viel. Das hier hilft:
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Was in einen Zombie gehört
Drei Rums, Limettensaft, zwei Sirupe, ein Löffel Grenadine, ein Spritzer Angostura und sechs Tropfen Pernod. Zehn Zutaten für ein Glas. Der Zombie stammt aus einer Zeit, in der Barkeeper ihre Rezepte vor der Konkurrenz versteckten, indem sie sie absichtlich kompliziert hielten.
Die drei Rums machen zusammen 12 Zentiliter aus, der Rest sind kleine Mengen, die den Geschmack prägen. Von keiner einzigen Zutat kannst du einfach mehr nehmen, um eine andere zu ersetzen.
Zwei davon kennst du vermutlich nicht: Falernum und Donn's Mix. Beide sind schnell erklärt, und eine davon rührst du selbst an.
Warum drei verschiedene Rums
Jeder bringt etwas anderes mit. Dunkler Jamaika-Rum ist schwer und fruchtig, mit diesen typischen Estern, die nach überreifer Banane schmecken. Goldener Puerto-Rico-Rum ist milder und rundet ab. Demerara-Rum aus Guyana bringt Karamell und Melasse.
Die Mengen sind 4,5 cl, 4,5 cl und 3 cl, und das Verhältnis ist Absicht: Der leichte Puerto-Rico-Rum hält den schweren Jamaikaner in Schach, der Demerara liegt darunter als Fundament.
Mit nur einer Sorte bekommst du einen trinkbaren Rumdrink, aber keinen Zombie. Wenn du reduzieren willst, lass am ehesten den Demerara weg und teile seine 3 cl auf die anderen beiden auf.
Falernum, der Sirup aus Barbados
Falernum ist ein Sirup aus der Karibik, gemacht aus Limette, Mandel, Nelke und Ingwer. Er schmeckt süß, würzig und leicht bitter zugleich, und er steckt in vielen Tiki-Drinks.
Im Regal findest du ihn selten im Supermarkt, dafür in Spirituosenläden und im Barbedarf. Eine Flasche kostet etwa so viel wie ein guter Sirup und reicht für rund 45 Drinks.
Ersetzen lässt er sich schlecht. Wer gar keinen bekommt, kommt mit Zuckersirup plus einer Prise gemahlener Nelke und einem Spritzer Mandelsirup in die Nähe, trifft es aber nicht.
Mit oder ohne Alkohol gekauft
Es gibt Falernum in zwei Formen. Der klassische ist ein Likör mit etwa 11 % Vol., und mit diesem Wert rechnen wir auch den Alkoholgehalt des Drinks aus.
Daneben steht alkoholfreier Falernum-Sirup, meist von denselben Herstellern. Er funktioniert geschmacklich genauso und ist für die alkoholfreie Variante ohnehin die richtige Wahl.
Im Regal unterscheidest du beide an zwei Buchstaben: Beim Likör steht hinter der Zahl ein % vol, dem Sirup fehlen sie.
Donn's Mix in zwei Minuten
Donn's Mix bekommst du nirgends zu kaufen, dafür besteht er nur aus zwei Zutaten. Für ein Glas brauchst du 10 Milliliter Grapefruitsaft und 5 Milliliter Zimtsirup.
Die Grapefruit soll gelb sein, nicht rosa. Gelbe Grapefruit ist herber, und genau die Bitterkeit will der Drink. Rosa Grapefruit ist süßer und macht den Zombie weicher, als er sein sollte.
Setzt du größere Mengen an, gilt das Verhältnis zwei zu eins. Frisch anrühren lohnt sich allerdings, denn Grapefruitsaft wird nach ein paar Stunden bitter.
Zimtsirup selber machen
Den Zimtsirup kochst du in zehn Minuten. So geht es:
- 100 ml Wasser mit 100 g Zucker erwärmen, bis sich alles gelöst hat
- Zwei Zimtstangen hineinlegen und den Topf vom Herd nehmen
- Eine Stunde ziehen lassen, dann die Stangen herausnehmen
- Heiß in ein sauberes Glas abfüllen, abkühlen lassen, kalt stellen
Mit gleich viel Zucker wie Wasser bleibt der Sirup schön flüssig, dafür hält er sich nicht lange. Rechne mit etwa einer Woche im Kühlschrank und friere ein, was übrig bleibt. In einer Eiswürfelform portioniert taut er genau in der Menge auf, die du fürs nächste Glas brauchst.
Gemahlener Zimt funktioniert auch, macht den Sirup aber trüb und körnig. Wenn du ihn nimmst, gieß den Sirup danach durch ein feines Sieb oder ein Tuch.
Nur kurz anmixen
Der Zombie gehört in den Mixer, aber nur für ein paar Sekunden. Cremig wie eine Piña Colada soll er nicht werden, sondern flüssig mit grobem Eis darin.
Für das Crushed Ice brauchst du keine Maschine. Eiswürfel kommen in ein Geschirrtuch, einmal mit dem Nudelholz drüber, fertig. Große Stücke sind hier sogar richtig, weil der Mixer sie ohnehin weiter zerkleinert.

Welches Glas passt
Ein hohes Glas mit 40 Zentilitern. Im Glas landen 175 Milliliter Flüssigkeit plus 170 Gramm Eis, das sind zusammen rund 36 Zentiliter.
Traditionell steht der Zombie im Tiki-Becher aus Keramik, oft als Totenkopf geformt. Der sieht besser aus, hat aber einen Nachteil: Du siehst nicht, wie viel noch drin ist, und bei diesem Drink ist das eine nützliche Information.
Ein schlankes Longdrinkglas tut es genauso. Hauptsache hoch, damit das Eis Platz hat und die Minze oben herausschaut.
Der stärkste Drink hier
Zwölf Zentiliter Rum in einem Glas, dazu der Alkohol im Falernum. Zusammen sind das rund 39 Gramm reiner Alkohol, und damit ist der Zombie mit Abstand der stärkste Drink dieser Sammlung.
Zum Einordnen: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rechnet ein Standardglas mit 10 bis 12 Gramm. Wir rechnen auf dieser Website mit 11, und damit kommt ein Zombie auf etwa dreieinhalb Standardgläser. Der Mai Tai liegt bei 2,2, der Daiquiri bei 1,7.
Rechnerisch sind das 28,4 % Vol., bevor das Eis schmilzt. Im Mixer kommt einiges an Schmelzwasser dazu, die Konzentration im Glas liegt also darunter. Die Alkoholmenge ändert sich dadurch nicht, nur die Verdünnung.
Praktisch heißt das: kleine Gläser, langsam trinken, und für alle, die nicht so weit gehen wollen, steht die alkoholfreie Variante bereit. Wer danach fährt, trinkt besser gleich die.
Wie viele Kalorien drin sind
Auf Spirituosenflaschen findest du keine Kalorienangabe, vorgeschrieben ist sie dort nicht. Nachrechnen lässt es sich trotzdem.
Der Alkohol liefert 7 Kilokalorien je Gramm, bei 39 Gramm sind das rund 274. Dazu kommen Falernum, Zimtsirup und Grenadine mit zusammen etwa 80. Ein Glas landet damit bei rund 355 Kilokalorien.
Das ist der höchste Wert dieser Sammlung, und er kommt fast nur aus dem Alkohol. An den Sirupen zu sparen bringt wenig, dafür sind ihre Mengen zu klein.
Für eine Runde vorbereiten
Alles außer dem Eis lässt sich vormischen. Für zehn Gläser brauchst du 45 cl dunklen Jamaika-Rum, 45 cl goldenen Puerto-Rico-Rum, 30 cl Demerara-Rum, 15 cl Falernum, 10 cl Grapefruitsaft, 5 cl Zimtsirup, 10 TL Grenadine, 10 Spritzer Angostura und 60 Tropfen Pernod.
Der Limettensaft bleibt draußen und wird frisch gepresst, 20 cl für zehn Gläser. Dasselbe gilt für den Grapefruitsaft, wenn du ihn selbst presst.
Gemixt wird einzeln oder zu zweit. Ein voller Mixer zerkleinert das Eis ungleichmäßig, und die Zombies fallen dann unterschiedlich aus. Rechne außerdem mit 1,7 Kilo Eis für zehn Gläser, das ist mehr, als in die meisten Gefrierfächer passt.
Was du dafür einkaufst
Drei Flaschen Rum zu 0,7 l reichen für mehr als zwanzig Zombies, die kaufst du also einmal. Falernum gibt es meist in 0,7 l, das sind rund 45 Portionen. Limetten rechnest du mit anderthalb Gläsern je Frucht, eine gelbe Grapefruit reicht für etwa zwölf.
Zimtstangen, Grenadine, Angostura und Pernod hast du danach ebenfalls für lange. Der Zombie ist ein Drink mit hohem Einstieg und niedrigen Folgekosten.
Woher der Zombie kommt
Erfunden hat ihn Ernest Raymond Beaumont Gantt, der sich Don the Beachcomber nannte und 1934 in Hollywood eine Bar mit Südsee-Dekoration eröffnete. Damit begann die Tiki-Mode, die später den Mai Tai und die Piña Colada hervorbrachte.
Den Namen erklärt die Barlegende so: Ein Gast mit schwerem Kater bat um etwas Stärkendes, trank den Drink und meldete sich später aus dem Urlaub, er habe sich die ganze Reise wie ein Zombie gefühlt.
Gantt hielt das Rezept jahrzehntelang geheim. Seine Barkeeper bekamen nummerierte Flaschen mit vorgemischten Zutaten, damit niemand wusste, was wirklich drin war. Erst in den Siebzigern wurde die Rezeptur rekonstruiert.
Zombie ohne Alkohol
Die drei Rums weichen Ananas- und Orangensaft, während Falernum und Donn's Mix bleiben. Dadurch bleibt die Gewürznote erhalten, die den Drink überhaupt erst ausmacht.
Beim Falernum nimmst du dann die alkoholfreie Sirupvariante. Das Rezept steht beim Zombie alkoholfrei.
Häufige Fragen zum Zombie
Was ist ein Zombie Cocktail?
Ein Tiki-Klassiker aus drei Rums, Limette, Falernum und Gewürzsirup, kurz im Mixer gepulst und auf Crushed Ice serviert. Don the Beachcomber hat ihn 1934 erfunden.
Was ist Falernum?
Ein Sirup aus der Karibik mit Limette, Mandel, Nelke und Ingwer. Es gibt ihn als Likör mit etwa 11 % Vol. und als alkoholfreien Sirup.
Was ist Donn's Mix?
10 ml Saft gelber Grapefruit und 5 ml Zimtsirup je Glas. Zu kaufen gibt es ihn nicht, du rührst ihn selbst an.
Wie mache ich Zimtsirup?
100 ml Wasser mit 100 g Zucker erwärmen, zwei Zimtstangen hineinlegen, eine Stunde ziehen lassen. Im Kühlschrank hält er etwa eine Woche, der Rest lässt sich einfrieren.
Brauche ich wirklich drei Rums?
Für unsere Rezeptur ja. Jeder bringt eine andere Note mit, von schwer-fruchtig über mild bis karamellig. Am ehesten verzichtest du auf den Demerara.
Wie stark ist ein Zombie?
Rund 39 Gramm reiner Alkohol, also etwa dreieinhalb Standardgläser. Damit ist er der stärkste Drink dieser Sammlung.
Welches Glas brauche ich?
Ein hohes Glas mit 40 cl. Traditionell ist es ein Tiki-Becher aus Keramik, ein schlankes Longdrinkglas tut es genauso.
Warum nur kurz mixen?
Weil der Drink flüssig bleiben soll. Wer durchgehend mixt, bekommt Schneematsch statt grobem Eis.
Wie viele Kalorien hat ein Zombie?
Rund 355 Kilokalorien, davon kommen etwa 274 aus dem Alkohol. Das ist der höchste Wert dieser Sammlung.
Geht der Zombie auch ohne Alkohol?
Ja, mit Ananas- und Orangensaft statt der drei Rums. Falernum und Donn’s Mix bleiben, dann allerdings als alkoholfreier Sirup.