15,4 % Vol. 1,4 Standardgläser Longdrinkglas (30 cl)

Piña Colada Rezept: cremig aus dem Mixer

Ein Glas, das nach Sonnencreme und Strand schmeckt, obwohl draußen November ist. Die Piña Colada ist der cremigste Drink dieser Sammlung und kommt trotzdem mit drei Zutaten aus. Alles wandert zusammen in den Mixer, und an einer Zutat entscheidet sich, ob es klappt.

Piña Colada als Illustration

Zutaten

Für 1 Glas · Longdrinkglas (30 cl)
5 cl Weißer Rum
3 cl Kokoscreme gesüßte Cream of Coconut, z. B. Coco López
5 cl Frischer Ananassaft
6 Eiswürfel für den Mixer, etwa 150 g

Garnitur: Ananasscheibe mit Cocktailkirsche

Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.

So wird er gemixt

1

Rum, Kokoscreme und Ananassaft in den Standmixer geben.

2

Eiswürfel dazugeben und mixen, bis die Masse gleichmäßig cremig ist.

3

In ein großes Glas gießen und mit Ananasspalte und Cocktailkirsche garnieren.

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Warum das funktioniert

Rum, Kokos und Ananas ergeben nur dann einen Drink und keinen Saft, wenn die Kokoszutat Fett und Süße zugleich mitbringt. Genau das leistet gesüßte Cream of Coconut: Das Fett macht die Masse cremig, der Zucker fängt die Säure der Ananas ab. Der Rum verschwindet dahinter fast vollständig, und deshalb schmeckt man ihm nicht an, wie viel drin ist.

Was in einer Piña Colada drin ist

Drei Zutaten: weißer Rum, Kokoscreme und Ananassaft. Dazu Eis, das mitgemixt wird und im Glas bleibt.

Keine Sahne, keine Milch, kein Sirup. Was viele für Sahne halten, ist das Fett aus der Kokoscreme, das beim Mixen mit dem Eis aufschlägt. Genau daher kommt die Cremigkeit.

Das Verhältnis 5-3-5

5 cl Rum, 3 cl Kokoscreme, 5 cl Ananassaft. So steht es in der offiziellen Rezeptur der IBA, des internationalen Barkeeper-Verbands.

Wer es cremiger mag, geht bei der Kokoscreme auf 4 cl hoch und nimmt dafür 1 cl Saft weniger. Wer es frischer mag, macht es andersherum. Am Rum ändert sich dabei nichts, sonst kippt das Verhältnis zwischen Süße und Stärke.

Kokosprodukte für die Piña Colada: Cream of Coconut, Kokosmilch und Kokossirup nebeneinander

Welche Kokos-Zutat du brauchst

Hier scheitern die meisten Versuche, und zwar schon im Supermarkt. Du brauchst gesüßte Cream of Coconut, zum Beispiel Coco López oder Coco Tara. Das ist eine dicke, stark gesüßte Kokoszubereitung aus Kokosfett und Zucker.

Verlass dich nicht auf den deutschen Produktnamen: „Kokoscreme“ steht im Supermarkt auch auf süßen Brotaufstrichen, und ungesüßte Coconut Cream aus dem Asia-Regal ist etwas anderes. Das sichere Erkennungsmerkmal steht auf der Zutatenliste: Zucker muss dabeistehen. Coco Tara etwa nennt 65 g Zucker je 100 ml.

  • Cream of Coconut, gesüßt: die richtige Wahl. Fett und Süße in einem
  • Coconut Cream, ungesüßt: cremig, aber ohne Süße. Braucht Zucker dazu
  • Kokosmilch: deutlich dünner. Nimm die vollfette Sorte und gib Zucker dazu
  • Kokossirup: süßt und schmeckt nach Kokos, bringt aber kein Fett mit. Allein wird der Drink damit nicht cremig

Hast du nur Kokosmilch da, nimm 4 cl vollfette Kokosmilch und lös 10 bis 15 g Zucker darin auf, bevor du mixt. Das Ergebnis ist leichter und weniger cremig, aber es schmeckt.

Mit Malibu

Malibu ist ein Kokoslikör mit 21 % Vol. und ersetzt in der Piña Colada den Rum, nicht die Kokoscreme. Das ist der Punkt, an dem es oft schiefläuft: Wer beides durch Malibu ersetzt, bekommt einen dünnen, süßen Drink ohne Cremigkeit, weil das Kokosfett fehlt.

Richtig geht es so: 5 cl Malibu, 5 cl Ananassaft und 2,5 cl Cream of Coconut, dazu dieselbe Eismenge.

Der Drink wird dadurch süßer und deutlich schwächer. Statt 20 ml reinem Alkohol sind nur noch 10,5 ml im Glas, also rund 8 % Vol. vor dem Eis statt 15,4. Wenn du magst, gleichst du die Süße mit 0,5 cl Limettensaft aus.

Mit Batida de Coco

Batida de Coco ist ein gesüßter Kokoslikör mit 16 % Vol., der Milch enthält und dadurch selbst schon cremig ist. In Deutschland steht er in fast jedem Regal, und damit wird die Piña Colada zur Ein-Flaschen-Angelegenheit.

6 cl Batida de Coco, 10 cl Ananassaft und 2 cl weißer Rum, mit Eis gemixt. Der Rum bringt die Stärke zurück, die dem Likör fehlt: So landet das Glas bei rund 10 % Vol. vor dem Eis. Ohne den Rum sind es rund 6 %.

Zusätzliche Kokoscreme braucht es hier nicht, der Likör bringt Fett und Süße selbst mit. Wer keine Milch verträgt, bleibt beim Grundrezept, denn Batida de Coco enthält welche.

Welcher Rum

Weißer Rum, und zwar ein einfacher. Er soll nicht auffallen, sondern tragen, und gegen Kokos und Ananas kommt ohnehin kein Aroma an. Für eine teure Flasche ist das der falsche Drink.

Brauner Rum funktioniert trotzdem und macht den Drink dunkler und etwas würziger. Wer beides mag, nimmt 4 cl weißen und schwimmt 1 cl braunen obenauf, dann hat man die Würze in der Nase und die Cremigkeit im Mund.

Frischer Ananassaft oder aus der Dose

Frisch gepresst ist deutlich besser, und der Unterschied fällt hier stärker auf als bei anderen Drinks. Ananas aus der Dose schmeckt gekocht, während frischer Saft die Säure mitbringt, die die Kokoscreme im Zaum hält.

Statt Saft kannst du auch vier Scheiben frische Ananas direkt in den Mixer geben, dann wird der Drink dicker und du brauchst etwas weniger Eis.

Bleibt es bei Dosensaft, hol dir die fehlende Säure mit 0,5 cl Limettensaft zurück. Das ist kein Ersatz, aber es hilft.

Piña Colada im Standmixer: Krug mit cremiger Masse, daneben das fertige Glas mit Ananasspalte

Ohne Mixer

Der Standmixer ist das, was diesen Drink ausmacht. Er schlägt Kokosfett, Saft und Eis zu einer gleichmäßigen Masse auf, und genau das kann ein Shaker nicht.

Geschüttelt wird sie schaumig statt cremig und trennt sich im Glas nach kurzer Zeit. Trinkbar ist das, nur eben ein anderer Drink. Gieß sie dann über Eiswürfel statt sie mit Eis zu mixen.

Mix erst ein paar Mal stoßweise und dann durchgehend, rund 20 Sekunden. Länger bringt nichts außer Wärme, und warme Kokoscreme flockt.

Wie stark sie ist

5 cl weißer Rum mit 40 % Vol. ergeben 20 ml reinen Alkohol. Das sind 15,8 g und damit 1,4 Standardgläser.

Die Prozentzahl hängt davon ab, wann du misst: Vor dem Eis liegt die Mischung bei 15,4 % Vol., bei rund 7 %, sobald die 150 g Eis geschmolzen sind. Die Menge Alkohol ändert sich dabei nicht, sie verteilt sich nur auf mehr Volumen.

Das ist der Haken an diesem Drink: Kokos und Ananas decken den Rum so vollständig zu, dass man ihn nicht schmeckt. Zwei Gläser sind fast drei Bier.

Wie viele Kalorien drin sind

Rund 257 pro Glas, und damit ist die Piña Colada der kalorienreichste Drink in dieser Sammlung.

Die verteilen sich so: rund 110 aus dem Rum, weil reiner Alkohol 7 Kalorien je Gramm hat, rund 120 aus der Kokoscreme und knapp 27 aus dem Ananassaft. Das Eis zählt nicht mit.

Mit ungesüßter Kokoscreme und einem Teelöffel Zucker landest du bei rund 197. Wirklich leicht wird der Drink dadurch nicht, das liegt in seiner Natur.

Woher sie kommt

Aus Puerto Rico. Seit 1978 ist die Piña Colada dort das offizielle Nationalgetränk, und der Name heißt schlicht „gesiebte Ananas“.

Wer sie erfunden hat, ist bis heute umstritten, gleich mehrere Bars in San Juan beanspruchen das für sich. Sicher ist nur, dass es ohne industriell hergestellte Cream of Coconut nicht gegangen wäre: Erst dieses Produkt machte den Drink nachmixbar.

Für eine Runde

Der Mixer schafft selten mehr als zwei Gläser auf einmal, deshalb wird hier anders vorbereitet als bei geschüttelten Drinks.

Misch die Flüssigkeiten für alle Gäste vorher an und stell sie kalt: für zehn Gläser 50 cl Rum, 30 cl Kokoscreme und 50 cl Ananassaft. Dann kommen je Durchgang 26 cl davon mit 300 g Eis in den Mixer, das ergibt zwei Gläser.

Was du einkaufst:

  • eine 0,7-l-Flasche weißer Rum
  • zwei Dosen Cream of Coconut zu je 400 ml
  • 1 l Ananassaft oder zwei frische Ananas
  • 2 kg Eiswürfel
  • eine Ananas und ein Glas Cocktailkirschen für die Garnitur

Ohne Alkohol

Der Rum fällt weg, und der Ananassaft füllt sein Volumen auf. Kokos und Ananas tragen den Drink ohnehin allein, deshalb braucht es keinen Ersatz für die Spirituose.

Das Rezept steht bei der Virgin Colada. Sie ist auch der Drink, den Kinder mittrinken dürfen.

Wenn sie nicht schmeckt

Zu süß heißt meistens: zu viel Kokoscreme oder Dosensaft statt frischem. 0,5 cl Limettensaft retten das Glas, beim nächsten Mal gehst du auf 2,5 cl Creme zurück.

Zu dünn kommt fast immer von Kokosmilch statt Kokoscreme. Mehr mixen hilft nicht, mehr Fett schon.

Zu fest heißt zu viel Eis. Ein Schuss Ananassaft löst das, Wasser verdünnt nur.

Flocken im Glas entstehen, wenn die Kokoscreme zu kalt war oder zu lange gemixt wurde. Das Fett erstarrt dabei. Lass die Dose vorher kurz bei Zimmertemperatur stehen.

Häufige Fragen zum Piña Colada

Kokoscreme oder Kokosmilch?

Kokoscreme, genauer gesüßte Cream of Coconut. Sie bringt Fett und Süße mit und macht den Drink cremig. Mit Kokosmilch wird er dünner und braucht zusätzlich Zucker.

Welche Dose kaufe ich?

Eine mit Zucker auf der Zutatenliste, zum Beispiel Coco López oder Coco Tara. Der deutsche Name „Kokoscreme“ allein reicht nicht, darunter stehen auch Brotaufstriche.

Geht die Piña Colada mit Malibu?

Ja, Malibu ersetzt den Rum: 5 cl Malibu, 5 cl Ananassaft, 2,5 cl Cream of Coconut. Der Drink wird süßer und mit rund 8 % Vol. nur halb so stark.

Geht sie mit Batida de Coco?

Ja: 6 cl Batida, 10 cl Ananassaft, 2 cl weißer Rum. Zusätzliche Kokoscreme brauchst du nicht. Batida de Coco enthält Milch.

Welcher Rum gehört hinein?

Ein einfacher weißer Rum. Gegen Kokos und Ananas kommt kein Aroma an, deshalb lohnt hier keine teure Flasche.

Geht sie ohne Mixer?

Geschüttelt wird sie schaumig statt cremig und trennt sich im Glas. Trinkbar ja, dieselbe Piña Colada nein.

Wie viel Alkohol hat eine Piña Colada?

20 ml reiner Alkohol, also 15,8 g und 1,4 Standardgläser. Das sind 15,4 % Vol. vor dem Eis und rund 7 %, sobald das Eis geschmolzen ist.

Wie viele Kalorien hat sie?

Rund 257 pro Glas: etwa 110 aus dem Rum, 120 aus der Kokoscreme und 27 aus dem Ananassaft. Damit ist sie der kalorienreichste Drink hier.

Geht sie mit frischer Ananas statt Saft?

Ja, vier Scheiben frische Ananas direkt in den Mixer. Der Drink wird dicker, nimm dann etwas weniger Eis.

Woher kommt die Piña Colada?

Aus Puerto Rico, seit 1978 ist sie dort Nationalgetränk. Der Name heißt „gesiebte Ananas“.