14,1 % Vol. 1,3 Standardgläser Tumbler (35 cl)

Mai Tai

Zwei Rums, Orangenlikör, Mandelsirup und eine halbe Limette, geschüttelt und auf einen Berg Crushed Ice gegossen: Der Mai Tai ist der bekannteste Tiki-Drink der Welt und der stärkste Cocktail dieser Sammlung. Dass er dabei süß und fruchtig schmeckt, macht ihn nicht harmloser.

Mai Tai als Illustration

Zutaten

Für 1 Glas · Tumbler (35 cl)
3 cl Bernsteinfarbener Jamaika-Rum
3 cl Bernsteinfarbener Martinique-Rum aus Melasse, kein Rhum agricole
1,5 cl Orange Curaçao
1,5 cl Orgeat-Sirup (Mandel)
3 cl Frisch gepresster Limettensaft
0,75 cl Zuckersirup
6 Eiswürfel für den Shaker, etwa 150 g
175 g Crushed Ice fürs Glas

Garnitur: Ananasspalte, Minzblätter und Streifen Limettenschale

Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.

So wird er gemixt

1

Alle Zutaten mit Eis in den Shaker geben.

2

Kräftig schütteln.

3

Den Tumbler mit Crushed Ice füllen und die Mischung darauf abseihen.

4

Mit Ananasspalte, Minzblättern und Limettenschale garnieren.

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Zutaten für einen Mai Tai: zwei Rumflaschen, Orgeat-Sirup, Limetten und Mandeln

Was in einen Mai Tai gehört

Sechs Zentiliter Rum, aufgeteilt auf zwei Sorten, dazu Orange Curaçao, Orgeat, viel Limettensaft und ein Schuss Zuckersirup. Das sind sechs Zutaten für ein einziges Glas, und jede davon hat einen Grund.

Der Rum trägt den Drink. Der Curaçao bringt Orange dazu, das Orgeat die Mandel, die Limette die Säure. Der Zuckersirup rundet nur noch ab, deshalb sind es dort auch nur 0,75 cl.

Weglassen lässt sich keine davon, ohne dass der Drink kippt. Spielraum hast du am ehesten beim Rum, denn dort entscheidet die Flasche über das Ergebnis.

Welcher Rum passt

Das Rezept nennt zwei Rums zu je 3 cl. Bernsteinfarbener Jamaika-Rum bringt die schweren, fruchtigen Noten mit, für die die Insel bekannt ist. Dazu kommt ein bernsteinfarbener Rum aus Martinique, gebrannt aus Melasse.

Dieser zweite Rum wird oft mit Rhum agricole verwechselt, der auf Martinique ebenfalls hergestellt wird, allerdings aus frischem Zuckerrohrsaft. Für den Mai Tai ist die Melasse-Variante gemeint. Beide liegen bei mindestens 40 % Vol.

Wenn du nur eine Flasche kaufst

Nimm 6 cl gereiften Jamaika-Rum statt der beiden Portionen. Das ist näher am ursprünglichen Rezept, als zwei beliebige Rums zu mischen.

Im deutschen Onlinehandel lieferbar und dafür geeignet sind Appleton Estate Signature mit 40 % als günstiger Einstieg und Appleton Estate 8 Year Old Reserve mit 43 %. Den Achtjährigen verwendet der Hersteller in seinem eigenen Mai-Tai-Rezept als einzigen Rum.

Orgeat, der Mandelsirup

Orgeat ist ein Sirup aus Mandeln mit einem Hauch Orangenblüte, und er ist der Grund, warum ein Mai Tai nach Mai Tai schmeckt. Die Mandelnote liegt unter allem anderen und hält Rum und Limette zusammen.

Beim Kauf lohnt der Blick auf die Zutatenliste. Günstige Sirupe kommen mit Mandelaroma statt mit Mandeln aus, und das schmeckt man sofort: Es wird süß und erinnert an Marzipan, statt nussig zu sein.

Woher du Orgeat bekommst

Orgeat steht in gut sortierten Spirituosenläden und im Barbedarf, meist in Flaschen zu 0,7 l. Im Supermarkt findest du es selten.

Selbst ansetzen geht und ist ein Nachmittagsprojekt. Du weichst Mandeln ein, mahlst sie, ziehst sie mit Wasser aus und gießt alles durch ein Tuch. Danach kochst du die Mandelmilch mit Zucker auf und schmeckst mit etwas Orangenblütenwasser ab. Für ein einzelnes Glas lohnt sich das nicht, für eine Party mit zehn Mai Tais schon.

Was du statt Orgeat nehmen kannst

Reiner Mandelsirup ohne Orangenblüte kommt am nächsten. Nimm davon dieselben 1,5 cl und gib einen Tropfen Orangenblütenwasser dazu, wenn du welches hast.

Mandelmilch mit Zuckersirup funktioniert als Notlösung, bleibt aber dünner. Zuckersirup allein macht aus dem Mai Tai einen anderen Drink, nämlich einen Rum Sour mit Curaçao.

Warum so viel Limette

Drei Zentiliter frischer Limettensaft klingen nach viel, und sie sind es auch. Gegen zwei Rums, einen Likör und zwei Sirupe braucht es diese Säure, sonst wird der Drink klebrig süß.

Frisch gepresst ist hier Pflicht. Saft aus der Flasche hat eine flache, leicht bittere Säure, und die fällt in einem Drink mit so vielen süßen Anteilen besonders auf.

Eine Limette gibt dir ungefähr 3 cl, also genau ein Glas. Roll sie vor dem Pressen mit Druck über die Arbeitsplatte, dann gibt sie mehr her.

Mai Tai im Tumbler auf Crushed Ice, garniert mit Ananasspalte, Minze und Limettenschale

Welches Glas und welches Eis

Ein Tumbler mit 35 cl, oft Double Rocks Glass genannt. Er ist breit genug für die Eishaube und stabil genug, dass er mit der Garnitur nicht kippt.

Ins Glas kommt Crushed Ice, und zwar reichlich, etwa 175 Gramm. Das Eis ist hier kein Beiwerk: Es kühlt schnell herunter und verdünnt den Drink während des Trinkens weiter, was bei 23,5 % Vol. im Shaker auch nötig ist.

Hast du keinen Eiscrusher, schlag Eiswürfel in einem Geschirrtuch mit dem Nudelholz klein. Das dauert zwei Minuten und klingt schlimmer, als es ist.

Wie stark er ist

Sechs Zentiliter Rum plus Curaçao auf 128 ml Gesamtvolumen ergeben 23,5 % Vol. im Shaker. Nach dem Schütteln liegt der Drink bei rund 18,8 % Vol., und auf dem Crushed Ice verdünnt er sich weiter, während du ihn trinkst.

In Gramm sind das 23,7 Gramm reiner Alkohol und damit 2,2 Standardgläser nach der Zählweise der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Das ist viel für ein Glas dieser Größe. Zum Vergleich: Der Daiquiri kommt auf 1,7 Standardgläser, der Mojito auf 1,3. Nur der Zombie liegt in dieser Sammlung darüber. Dass der Mai Tai süß und fruchtig schmeckt, macht ihn dabei nicht harmloser, sondern nur leichter zu trinken.

Wie viele Kalorien drin sind

Getränke über 1,2 % Vol. brauchen keine Nährwertkennzeichnung, geregelt in Anhang V der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011. Rechnen lässt es sich trotzdem.

Der Alkohol liefert 7 Kilokalorien je Gramm, so steht es im Anhang XIV derselben Verordnung. Bei 23,7 Gramm sind das rund 166. Dazu kommen Orgeat, Curaçao und Zuckersirup, zusammen noch einmal etwa 80, je nachdem wie süß dein Orgeat ist. Ein Glas landet damit bei rund 245 Kilokalorien.

Sparen lässt sich am ehesten beim Zuckersirup, den du bei süßem Orgeat ganz weglassen kannst.

Für eine Runde vorbereiten

Rum, Curaçao, Orgeat und Zuckersirup lassen sich am Vortag abmessen und zusammen in eine Flasche füllen. Für sechs Gläser sind das 18 cl Jamaika-Rum, 18 cl Martinique-Rum, 9 cl Curaçao, 9 cl Orgeat und 4,5 cl Zuckersirup.

Der Limettensaft bleibt draußen. Frisch gepresster Saft verliert innerhalb weniger Stunden seine klare Säure und schmeckt dann muffig. Den presst du erst, wenn die Gäste da sind.

Geschüttelt wird einzeln, und das Crushed Ice kommt erst kurz vorher ins Glas.

Was du dafür einkaufst

Zwei Flaschen Rum zu 0,7 l reichen für 23 Gläser, du brauchst sie also nur einmal. Orgeat gibt es meist in 0,7 l, das sind 46 Portionen und damit eine Anschaffung für mehrere Partys. Limetten rechnest du mit einem Glas je Frucht.

Woher der Mai Tai kommt

Der Name kommt aus dem Tahitianischen. „Maita’i“ heißt gut, und die Geschichte dazu spielt 1944 in Oakland in Kalifornien, in der Bar von Victor Bergeron, den alle Trader Vic nannten.

Er mixte den Drink für Freunde aus Tahiti, und eine von ihnen soll nach dem ersten Schluck „Mai Tai Roa Aé“ gesagt haben, also ungefähr: aus dieser Welt, das Beste. Der Name blieb.

Veröffentlicht hat Trader Vic das Rezept erst Jahrzehnte später, um 1970. Die Jahre davor hielt er es zurück.

Das Original von 1944

Im ersten Mai Tai steckte ein einziger Rum, ein 17 Jahre alter J. Wray & Nephew aus Jamaika. Dazu kamen Limettensaft, Orange Curaçao, Orgeat und ein wenig Zuckersirup, also genau das, was heute noch drin ist.

Als dieser Rum ausverkauft war, nahm Trader Vic den Fünfzehnjährigen. Und als auch der nicht mehr zu bekommen war, begann das Mischen: Zwei Rums nebeneinander sollten das Profil des alten Jamaikaners nachbauen.

Daher stammt die Aufteilung im heutigen Rezept: eine Behelfslösung, die sich durchgesetzt hat.

Was ein Tiki-Drink ist

Tiki-Drinks sind Cocktails aus der amerikanischen Südsee-Mode der dreißiger und vierziger Jahre: Rum als Basis, tropische Früchte, Sirupe wie Orgeat oder Falernum und eine Garnitur, die bewusst zu viel ist.

Mit der echten Südsee hat das wenig zu tun. Die Bars waren eine amerikanische Erfindung, und die Drinks auch. Der Mai Tai gehört zu den bekanntesten davon, zusammen mit dem Zombie und der Piña Colada.

Was sie verbindet, ist die Bauweise: mehrere Rums, mehrere Säfte oder Sirupe, viel Eis. Der Daiquiri ist dagegen trotz Rum und Limette kein Tiki-Drink, dafür ist er zu schlicht.

Mai Tai ohne Alkohol

Rum und Curaçao weichen Ananas- und Orangensaft, das Orgeat bleibt in voller Menge und trägt die Mandelnote, an der man den Drink erkennt.

Das Rezept dazu steht beim alkoholfreien Mai Tai.

Häufige Fragen zum Mai Tai

Was ist ein Mai Tai?

Ein Tiki-Cocktail aus zwei Rums, Orange Curaçao, Orgeat, Limettensaft und Zuckersirup, serviert auf Crushed Ice. Trader Vic hat ihn 1944 in Kalifornien gemixt.

Was ist im Mai Tai drin?

3 cl bernsteinfarbener Jamaika-Rum, 3 cl bernsteinfarbener Martinique-Rum, 1,5 cl Orange Curaçao, 1,5 cl Orgeat, 3 cl Limettensaft und 0,75 cl Zuckersirup.

Welcher Rum gehört in einen Mai Tai?

Gereifter Rum mit Körper, kein weißer. Mit nur einer Flasche nimmst du 6 cl gereiften Jamaika-Rum, zum Beispiel Appleton Estate Signature oder den Achtjährigen.

Brauche ich wirklich zwei Rums?

Nein. Die Aufteilung kam erst auf, als Trader Vics ursprünglicher Rum ausverkauft war. 6 cl eines guten gereiften Jamaika-Rums sind näher am Original von 1944.

Was ist Orgeat?

Ein Sirup aus Mandeln mit einem Hauch Orangenblüte. Er gibt dem Mai Tai die nussige Tiefe, die ihn von anderen Rumdrinks unterscheidet.

Was nehme ich statt Orgeat?

Reinen Mandelsirup in derselben Menge, nach Möglichkeit mit einem Tropfen Orangenblütenwasser. Zuckersirup allein ergibt einen anderen Drink.

Wie schmeckt ein Mai Tai?

Nussig und fruchtig, mit deutlicher Limettensäure dahinter. Süß ist er nur auf den ersten Schluck, die 3 cl Limettensaft halten dagegen.

Woher kommt der Name Mai Tai?

Aus dem Tahitianischen. „Maita’i“ heißt gut. Ein Gast von Trader Vic soll nach dem ersten Schluck „Mai Tai Roa Aé“ gesagt haben.

Wie stark ist ein Mai Tai?

23,5 % Vol. im Shaker, nach dem Schütteln rund 18,8 % im Glas. Das sind 23,7 Gramm reiner Alkohol oder 2,2 Standardgläser.

Geht der Mai Tai auch ohne Alkohol?

Ja, mit Ananas- und Orangensaft statt Rum und Curaçao. Das Orgeat bleibt, damit die Mandelnote erhalten bleibt.