Alkoholfrei Longdrinkglas (30 cl)

Gin Fizz alkoholfrei

Zitrone, Zucker und ein Schuss Soda ergeben auch ohne Gin einen richtigen Drink. Die Frage ist nur, was an die Stelle des Wacholders tritt, und dabei hilft ein Blick auf die Flaschen im Regal: Keine davon darf Gin heißen. Was das für dich bedeutet, steht hier zusammen mit dem Rezept.

Gin Fizz alkoholfrei als Illustration

Zutaten

Für 1 Glas · Longdrinkglas (30 cl)
4,5 cl Alkoholfreie Gin-Alternative Botanical ohne Alkohol
3 cl Frisch gepresster Zitronensaft
1 cl Zuckersirup
3 cl Sodawasser ein Spritzer
6 Eiswürfel für den Shaker, etwa 150 g

Garnitur: Zitronenscheibe

Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.

So wird er gemixt

1

Gin-Alternative, Zitronensaft und Zuckersirup mit Eis in den Shaker geben.

2

Kräftig schütteln.

3

Durch ein Sieb in ein hohes, schmales Glas gießen, ohne Eis.

4

Mit einem Schuss Sodawasser auffüllen und mit einer Zitronenscheibe garnieren.

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Warum das funktioniert

Ein Fizz lebt von Säure, Süße und Kohlensäure, und alle drei bleiben ohne Gin erhalten. Was fehlt, ist die Wacholdernote, und die bringt eine alkoholfreie Gin-Alternative zurück. Ohne sie wird daraus ein spritziger Zitronendrink, den auch Kinder trinken dürfen.

Was den Fizz ohne Gin trägt

Ein Fizz lebt von drei Dingen: Säure aus der Zitrone, etwas Süße aus dem Sirup und der Kohlensäure aus dem Soda. Alle drei bleiben, wenn der Gin wegfällt.

Was fehlt, ist der Wacholder. Er gibt dem Original die kräuterige Richtung, und wenn du sie haben willst, brauchst du eine alkoholfreie Gin-Alternative. Ohne sie bekommst du einen Zitronendrink, der auch gut ist, nur eben anders.

Warum auf keiner Flasche Gin steht

Im Laden suchst du vergeblich nach einer Flasche mit der Aufschrift alkoholfreier Gin. Das liegt nicht am Sortiment, sondern am Gesetz: Gin muss mindestens 37,5 Prozent Alkohol haben, so steht es in der EU-Spirituosenverordnung. Was weniger hat, darf nicht so heißen.

Der Europäische Gerichtshof hat das im November 2025 noch einmal bestätigt. Auch der Zusatz alkoholfrei ändert nichts daran: Die Bezeichnung bleibt den Spirituosen vorbehalten.

Auf den Flaschen stehen deshalb andere Wörter: Botanical, alkoholfreie Alternative, oder eine Umschreibung wie Getränk mit Wacholder- und Kräuteraromen. Wenn du suchst, halte dich an diese Begriffe und an das Wort Wacholder in der Zutatenliste.

Was wirklich in den Flaschen ist

Alkoholfrei heißt bei diesen Produkten nicht automatisch null. Die Hersteller geben unterschiedlich genaue Werte an, und ein Blick lohnt sich.

Lyre's nennt für sein Dry London Spirit unter 0,4 Prozent. Das ist eine Obergrenze und kein Messwert, aber immerhin eine klare Angabe.

Beim deutschen Siegfried Wonderleaf wird es unübersichtlicher. Der Hersteller nennt 0,0 Prozent ausdrücklich für den fertig gemischten Longdrink im Verhältnis eins zu drei mit Tonic und Eis. Für den Flascheninhalt selbst findet sich keine aktuelle Zahl, eine Pressemitteilung von 2021 sprach von 0,24 Prozent.

Wenn es dir auf jede Spur ankommt, etwa in der Schwangerschaft, nimm die Variante ganz ohne Ersatzprodukt. Dann ist die Frage vom Tisch.

Wie der Drink damit schmeckt

Je nach Flasche kommt er dem Original nahe. Die Kräuter- und Gewürznoten sind da, der Aufbau stimmt, und wer den Gin Fizz kennt, erkennt ihn wieder.

Trotzdem ist es ein eigener Drink. Drei Zentiliter Zitronensaft sind viel für ein kleines Glas, und sie können die feineren Kräuter überdecken, die du eigentlich bezahlt hast.

Wenn dir der Drink zu sauer gerät, nimm beim nächsten Mal einen halben Zentiliter Zitrone weniger. Je nach Produkt lohnt sich das, denn die Flaschen sind sehr unterschiedlich gewürzt und gesüßt.

Was ohne Alkohol fehlt

Alkohol trägt im Mund mehr, als du ihm zutraust. Er gibt dem Drink Fülle und sorgt dafür, dass der Geschmack länger anhält. Beides fehlt in der alkoholfreien Variante, und zwar vor allem im Abgang.

Drei Dinge helfen dagegen, und alle drei hast du zu Hause:

  • Etwas mehr Zuckersirup, ein halber Zentiliter extra gibt Fülle und fängt die Säure ab
  • Die Schale einer Zitrone über dem fertigen Glas ausdrücken, das bringt Duft ohne zusätzliche Säure
  • Eine dünne Scheibe frischer Ingwer mit in den Shaker, die liefert eine Schärfe, die an die Wärme des Alkohols erinnert

Ein vollständiger Ersatz ist nichts davon. Aber der Drink wird runder.

Ganz ohne Ersatzprodukt

Du brauchst keine Spezialflasche. Lass die 4,5 Zentiliter einfach weg und gieß stattdessen mehr Soda dazu, insgesamt also 7,5 Zentiliter statt 3.

Heraus kommt ein spritziger Zitronendrink aus frischem Saft, Zuckersirup und Soda. Der Wacholder fehlt, der Aufbau bleibt, und für viele ist das an einem warmen Nachmittag ohnehin das passendere Glas.

Diese Variante kostet nichts extra, enthält garantiert keinen Alkohol und ist in zwei Minuten fertig. Dass sie bei uns unter den Kinder-Cocktails steht, liegt genau daran.

Warum er ohne Eis ins Glas kommt

Gekühlt wird im Shaker, nicht im Glas. Du seihst den fertigen Drink durch ein Sieb in ein hohes schmales Glas ab und füllst erst dort mit Soda auf.

Das ist beim Gin Fizz genauso, und es hat denselben Grund: Ein Fizz ist klein und wird zügig getrunken, solange die Kohlensäure noch da ist.

Zuckersirup, kurz erklärt

Gleich viel Zucker wie Wasser erwärmen, bis die Flüssigkeit klar ist, heiß in eine saubere Flasche füllen und kalt stellen. Gekühlt hält er sich mehrere Wochen.

Der Sirup löst sich im eiskalten Shaker sofort, während Kristallzucker am Boden liegen bleibt. Ausführlicher steht das beim Gin Fizz, zusammen mit der Variante für längere Haltbarkeit.

Nicht für Kinder, mit einer Ausnahme

Mit der Gin-Alternative ist dieser Drink nichts für Kinder, und das hat zwei Gründe.

Der erste ist der Geschmack: Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein rät Kindern und Jugendlichen von alkoholfreien Spirituosen ab, weil sie an den Geschmack gewöhnen können. Der zweite ist der Restalkohol, der je nach Produkt in der Flasche steckt.

Die Ausnahme ist die Variante ohne Ersatzprodukt. Zitrone, Zuckersirup und Soda, mehr ist da nicht drin, und damit darf jeder am Tisch mittrinken.

Wie viele Kalorien drin sind

Die Variante ohne Ersatzprodukt lässt sich genau ausrechnen: Der Zuckersirup bringt etwa 20 Kilokalorien mit, der Zitronensaft knapp 10, das Soda nichts. Zusammen also rund 30 pro Glas.

Mit der Gin-Alternative kommt dazu, was auf der jeweiligen Flasche steht. Die Produkte sind unterschiedlich gesüßt, eine allgemeine Zahl gibt es nicht.

Zum Vergleich: Das Original mit Gin liegt bei rund 120 Kilokalorien, und davon kommen gut 90 aus dem Alkohol.

Für eine Runde vorbereiten

Für zehn Gläser brauchst du 45 cl Gin-Alternative, 30 cl frisch gepressten Zitronensaft und 10 cl Zuckersirup. Rechne mit etwa neun Zitronen.

Diese Mischung stellst du kalt und schüttelst sie portionsweise mit Eis. Das Soda kommt immer erst im Glas dazu, sonst ist die Kohlensäure weg, bevor der erste Gast etwas davon hat.

Stell beide Varianten nebeneinander: einmal mit Gin-Alternative, einmal nur mit Soda. Die zweite ist schnell gemacht, und sie beantwortet die Frage nach den Kindern gleich mit.

Das Original mit Gin

Mit 4,5 Zentilitern Gin kommt der Gin Fizz auf etwa 1,2 Standardgläser Alkohol und rund 120 Kilokalorien. Dort stehen auch die Verwandten: der Gin Sour ohne Soda, der Ramos mit Sahne und Eiweiß und der Sloe Gin Fizz mit Schlehenlikör.

Weitere Rezepte ohne Alkohol findest du bei den alkoholfreien Cocktails.

Häufige Fragen zum Gin Fizz alkoholfrei

Gibt es alkoholfreien Gin überhaupt?

Nicht unter diesem Namen. Gin muss laut EU-Spirituosenverordnung mindestens 37,5 Prozent Alkohol haben, deshalb heißen die Flaschen Botanical oder alkoholfreie Alternative.

Woran erkenne ich die richtige Flasche im Laden?

An den Wörtern Botanical oder alkoholfreie Alternative und am Wacholder in der Zutatenliste. Das Wort Gin darf dort nicht stehen.

Ist in einer Gin-Alternative wirklich kein Alkohol?

Das hängt vom Produkt ab. Lyre’s nennt unter 0,4 Prozent, bei Siegfried Wonderleaf gilt die Angabe 0,0 Prozent für den fertig gemischten Longdrink. Wer sicher sein will, lässt die Flasche weg.

Geht der Drink auch ganz ohne Ersatzprodukt?

Ja. Lass die 4,5 cl weg und nimm insgesamt 7,5 cl Soda. Dann hast du einen spritzigen Zitronendrink ohne Wacholder.

Dürfen Kinder ihn trinken?

Nur die Variante ohne Gin-Alternative. Die Verbraucherzentrale rät Kindern von alkoholfreien Spirituosen ab, weil sie an den Geschmack gewöhnen können.

Warum kommt er ohne Eis ins Glas?

Weil er im Shaker schon gekühlt wurde. Stell stattdessen das Glas zehn Minuten ins Gefrierfach.

Was fehlt dem Drink ohne Alkohol?

Fülle und Länge im Abgang. Ein halber Zentiliter Zuckersirup mehr, ausgedrückte Zitronenschale oder eine Scheibe Ingwer im Shaker gleichen das zum Teil aus.

Wie mache ich Zuckersirup selbst?

Gleich viel Zucker wie Wasser erwärmen, bis die Flüssigkeit klar ist, und heiß in eine saubere Flasche füllen. Gekühlt hält er sich mehrere Wochen.

Wie viele Kalorien hat ein Glas?

Ohne Ersatzprodukt rund 30. Mit Gin-Alternative kommt dazu, was auf der Flasche steht, denn die Produkte sind unterschiedlich gesüßt.

Wie stark ist das Original mit Gin?

Rund 13 Gramm reiner Alkohol, also etwa 1,2 Standardgläser, und rund 120 Kilokalorien.