11,3 % Vol. 1,2 Standardgläser Collins- oder Longdrinkglas (30 cl)

Tom Collins

Gin, Zitrone, Zucker und reichlich Soda, auf Eis im hohen Glas: Der Tom Collins ist der Drink, den man an einem warmen Abend zwei Stunden lang trinken kann, ohne dass er langweilig wird. Er ist über 150 Jahre alt, und sein Name geht auf einen Scherz zurück, der 1874 durch New York lief.

Tom Collins im hohen Collins-Glas mit Eis, Zitronenscheibe und Cocktailkirsche

Zutaten

Für 1 Glas · Collins- oder Longdrinkglas (30 cl)
4,5 cl Gin am besten Old Tom Gin
3 cl Frisch gepresster Zitronensaft
1,5 cl Zuckersirup
6 cl Sodawasser gut gekühlt
6 Eiswürfel fürs Glas, etwa 150 g

Garnitur: Zitronenscheibe und Cocktailkirsche

Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.

So wird er gemixt

1

Das Glas bis oben mit Eiswürfeln füllen.

2

Gin, Zitronensaft und Zuckersirup direkt ins Glas geben.

3

Mit gut gekühltem Sodawasser auffüllen.

4

Einmal sanft von unten nach oben durchziehen, damit sich alles mischt und die Kohlensäure bleibt.

5

Eine Zitronenscheibe und eine Cocktailkirsche an den Glasrand setzen.

Passendes ZubehörAnzeige

Für den Tom Collins brauchst du nicht viel. Das hier hilft:

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen.

Warum das funktioniert

Der Tom Collins ist die lange Form des Gin Sour: dieselbe Grundidee aus Spirituose, Säure und Süße, nur mit 6 Zentilitern Soda gestreckt und auf Eis serviert. Deshalb bekommt er auch etwas mehr Zuckersirup als ein Gin Fizz, denn die größere Menge Soda würde ihn sonst dünn schmecken lassen. Geschrieben wird er nach der Rezeptur der International Bartenders Association, die ihn unter dem Namen John Collins führt.

Was in einen Tom Collins gehört

Vier Zutaten, die in jedem Supermarkt stehen: Gin, frisch gepresster Zitronensaft, Zuckersirup und Sodawasser.

Das Verhältnis macht den Drink. 4,5 Zentiliter Gin tragen ihn, 3 Zentiliter Zitronensaft halten ihn frisch, 1,5 Zentiliter Zuckersirup fangen die Säure ab, und 6 Zentiliter Soda machen aus dem Ganzen einen langen Drink statt eines kurzen.

Zitronensaft aus der Flasche schmeckt an dieser Stelle flach, weil der Drink nichts hat, wohinter sich das verstecken könnte. Eine Zitrone gibt je nach Größe drei bis vier Zentiliter und reicht damit für ein Glas.

Tom Collins im hohen Glas, bis oben mit Eis gefüllt, daneben eine Schale mit Eiswürfeln und ein Barlöffel

Er wird im Glas gebaut, nicht geschüttelt

Der Tom Collins kommt ohne Shaker aus, und der Grund steckt im Soda: In einem geschlossenen Shaker baut Kohlensäure Druck auf, und beim Öffnen steht die Küche unter Drink.

Also füllst du das Glas zuerst mit Eis, gießt Gin, Zitronensaft und Sirup darauf und füllst mit Soda auf. Zum Schluss ziehst du einen Barlöffel einmal langsam von unten nach oben durch.

Zwei Ginflaschen nebeneinander, eine klar und eine leicht golden, davor zwei Zitronenhälften und ein Messbecher

Was Old Tom Gin ist

Old Tom ist eine Gin-Sorte, keine Marke. Sie ist leicht gesüßt und damit weicher als ein London Dry, und im neunzehnten Jahrhundert war sie der verbreitete Stil in England.

Genau dieser Gin steckt im Namen des Drinks. Die IBA gibt zu ihrer Rezeptur ausdrücklich an, dass man für einen Tom Collins Old Tom Gin nimmt.

Zu kaufen gibt es ihn wieder, meist bei den Spirituosen neben den übrigen Gins. Er schmeckt runder und etwas süßer, und im Collins merkt man das sofort: Der Drink wirkt weicher, ohne süß zu sein.

Mit London Dry statt Old Tom

Das ist der Normalfall, denn in den meisten Haushälten steht ein London Dry im Schrank, und der funktioniert gut.

Der Drink wird damit trockener und der Wacholder tritt deutlicher hervor. Wenn er dir dann zu herb ist, gib einen halben Zentiliter Zuckersirup mehr dazu, und du bist ungefähr dort, wo ein Old Tom dich hingebracht hätte.

Ein blumiger Gin mit Rose oder Lavendel passt ebenfalls, er schiebt den Drink nur in eine andere Richtung. Welcher Gin wie schmeckt, steht ausführlich beim Gin Fizz.

Tom Collins, John Collins, derselbe Drink

Die IBA führt diesen Drink unter dem Namen John Collins und nennt den Tom Collins in der Anmerkung dazu. Der Unterschied liegt allein im Gin: Old Tom macht ihn zum Tom Collins, ein trockener Gin zum John Collins.

In den USA kommt noch eine dritte Lesart dazu. Dort wird der John Collins häufig mit Whiskey gemixt, und dann ist es tatsächlich ein anderer Drink.

Für dich heißt das: Wenn du einen Collins bestellst, sag dazu, welche Spirituose du willst. Und wenn du ihn selbst mixt, entscheidet die Flasche in deiner Hand, wie er heißt.

Der Unterschied zum Gin Fizz

Beide bestehen aus Gin, Zitrone, Zucker und Soda, und trotzdem sind es zwei Drinks. Drei Dinge sind anders.

  • Die Sodamenge: 6 Zentiliter hier, 3 beim Gin Fizz
  • Der Zuckersirup: 1,5 Zentiliter hier, 1 beim Fizz, weil das zusätzliche Soda sonst dünn schmeckt
  • Das Eis: Der Collins wird auf Eis serviert, der Fizz kommt ohne ins Glas

Dahinter liegt ein System, das für zwanzig weitere Cocktailnamen gilt. Der Sour ist die Grundform aus Spirituose, Säure und Süße. Der Fizz ist derselbe Drink mit einem Schuss Soda. Der Collins ist die lange Form mit viel Soda auf Eis.

Das Collins-Glas

Das hohe, schmale Glas, in dem dieser Drink steht, heißt Collins-Glas und trägt den Namen des Drinks. Es fasst etwa 30 Zentiliter und ist schlanker als ein Longdrinkglas.

Der Sinn der schmalen Form ist die Kohlensäure: Je kleiner die Oberfläche, desto langsamer perlt sie aus. Deshalb bleibt ein Collins im hohen Glas länger spritzig als im breiten Tumbler.

Wenn du keins hast, nimm ein gewöhnliches Longdrinkglas. Es ist etwas weiter, und der Drink hält dann eine Idee kürzer.

Zuckersirup selber machen

Zuckersirup kochst du in fünf Minuten selbst, und er ist deutlich besser als jeder gekaufte, weil du weißt, was drin ist.

Erwärm Zucker und Wasser zu gleichen Teilen, bis die Flüssigkeit klar ist, und füll sie heiß in eine saubere Flasche. Gekühlt hält sich der Sirup mehrere Wochen, und du siehst sofort, wenn er trüb wird.

Warum überhaupt Sirup und nicht einfach Zucker? Weil Kristallzucker sich in kaltem Alkohol kaum löst und unten im Glas liegen bleibt. Der Sirup verteilt sich sofort.

Wie stark er ist

Mit 4,5 Zentilitern Gin kommt ein Tom Collins auf rund 13 Gramm reinen Alkohol. Gerechnet mit 11 Gramm je Standardglas, wie es die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ansetzt, sind das 1,2 Standardgläser.

Auf die 150 Milliliter im Glas gerechnet sind das 11,3 Prozent. Dabei rechnen wir mit dem gesetzlichen Mindestgehalt für Gin von 37,5 Prozent. Ein Old Tom mit 41 Prozent bringt dich auf gut 12,4 Prozent, ein kräftiger 47er auf gut 14.

Das Schmelzwasser aus dem Eis senkt den Wert während des Trinkens weiter, an der Alkoholmenge ändert es nichts. Zum Vergleich: Der Gin Fizz enthält dieselbe Menge Alkohol in weniger Flüssigkeit und liegt deshalb bei 14,7 Prozent.

Wie viele Kalorien drin sind

Rund 130 pro Glas, und sie kommen fast nur aus dem Gin. Alkohol liefert 7 Kilokalorien je Gramm, bei 13 Gramm sind das etwa 93.

Der Zuckersirup steuert ungefähr 30 bei, der Zitronensaft eine Handvoll, das Soda nichts. Wer sparen will, geht beim Sirup auf einen Zentiliter zurück und nimmt dafür einen Gin, der von sich aus weicher schmeckt.

Damit liegt der Tom Collins im unteren Drittel dieser Sammlung. Eine Piña Colada bringt es auf ein Vielfaches.

Für eine Runde vorbereiten

Der Tom Collins ist einer der dankbarsten Drinks für Gäste, weil nichts geschüttelt wird und jeder sein Glas selbst auffüllen kann.

Für zehn Gläser mischst du 45 Zentiliter Gin, 30 Zentiliter Zitronensaft und 15 Zentiliter Zuckersirup in einer Karaffe. Das sind rund neun Zentiliter je Glas, die du auf das Eis gießst, bevor das Soda dazukommt.

Das Soda bleibt in der Flasche, bis die Gäste da sind. Eine fertig gemischte Bowle ist nach zwanzig Minuten schal, und dann fehlt dem Drink genau das, wofür man ihn trinkt. Dafür brauchst du etwa anderthalb Kilo Eis.

Woher der Name kommt

Im Jahr 1874 lief durch New York ein Scherz, der heute kaum noch funktionieren würde: Man sprach jemanden an und fragte, ob er wisse, was Tom Collins gerade über ihn erzähle. Die Angesprochenen zogen los, um den Mann zu suchen, den es nicht gab.

Der Scherz war so verbreitet, dass Zeitungen darüber schrieben, und kurz darauf stand ein Drink mit diesem Namen auf den Karten. Wer nach Tom Collins fragte, bekam ein Glas in die Hand gedrückt.

Ob es genau so war, lässt sich nach 150 Jahren nicht mehr beweisen. Schön ist die Geschichte trotzdem, und sie erklärt, warum ein Drink nach einem Menschen heißt, den niemand je getroffen hat.

Ohne Alkohol

Einen Collins ohne Gin gibt es bei uns nicht als eigenes Rezept, denn ohne die Spirituose bleiben Zitrone, Zucker und Soda übrig, und das ist eine Zitronenlimonade.

Wenn du es trotzdem in diese Richtung willst, steht beim Gin Fizz ohne Alkohol alles dazu: welche alkoholfreien Gin-Alternativen es gibt, was sie kosten und wann sich der Verzicht darauf mehr lohnt.

Weitere Rezepte findest du bei den alkoholfreien Cocktails.

Häufige Fragen zum Tom Collins

Was ist ein Tom Collins?

Ein langer Gin-Drink aus 4,5 cl Gin, 3 cl Zitronensaft, 1,5 cl Zuckersirup und 6 cl Soda, auf Eis im hohen Glas gemischt.

Was ist der Unterschied zwischen Tom Collins und John Collins?

Der Gin. Mit Old Tom Gin heißt er Tom Collins, mit einem trockenen Gin John Collins. In den USA wird der John Collins oft mit Whiskey gemixt.

Was ist Old Tom Gin?

Eine leicht gesüßte Gin-Sorte aus dem neunzehnten Jahrhundert, keine Marke. Sie macht den Drink weicher, ohne ihn süß zu machen.

Geht der Tom Collins auch mit London Dry Gin?

Ja, das ist der Normalfall. Er wird dann trockener. Wenn er dir zu herb ist, gib einen halben Zentiliter Zuckersirup mehr dazu.

Was ist der Unterschied zum Gin Fizz?

Doppelt so viel Soda, etwas mehr Zuckersirup und Eis im Glas. Der Fizz kommt ohne Eis ins Glas und ist kürzer.

Wird ein Tom Collins geschüttelt?

Nein, er wird direkt im Glas gebaut. Soda gehört nicht in einen geschlossenen Shaker, weil sich dort Druck aufbaut.

Wie viel Alkohol hat ein Tom Collins?

11,3 Prozent im Glas, also 13 Gramm reiner Alkohol oder 1,2 Standardgläser. Gerechnet mit Gin zu 37,5 Prozent.

Welches Glas nehme ich?

Ein Collins-Glas mit 30 Zentilitern, das nach dem Drink benannt ist. Ein Longdrinkglas tut es auch, es ist nur etwas weiter.

Wie viele Kalorien hat ein Tom Collins?

Rund 130, davon etwa 93 aus dem Alkohol und 30 aus dem Zuckersirup.

Kann ich ihn für Gäste vormischen?

Gin, Zitronensaft und Sirup ja, in einer Karaffe. Das Soda kommt erst ins Glas, sonst ist die Kohlensäure nach zwanzig Minuten weg.