Cuba Libre
Rum, Cola, Limette: Der Cuba Libre ist der Drink, den man mixen kann, wenn die Gäste schon da sind. Zwei Minuten, drei Zutaten, kein Shaker. Was ihn vom schlichten Rum-Cola unterscheidet, ist der frisch gepresste Limettensaft, und der macht mehr aus, als eine Scheibe am Glasrand vermuten lässt.
Zutaten
| 5 cl | Weißer Rum |
| 12 cl | Cola |
| 1 cl | Frisch gepresster Limettensaft |
| 6 | Eiswürfel |
Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.
So wird er gemixt
Das Highballglas bis oben mit Eiswürfeln füllen.
Rum und Limettensaft direkt ins Glas geben.
Mit gut gekühlter Cola auffüllen.
Einmal sanft von unten nach oben durchziehen, damit sich der Rum verteilt und die Kohlensäure bleibt.
Eine Limettenspalte an den Glasrand setzen.
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Warum das funktioniert
Cola bringt Süße und Kohlensäure mit, und beides braucht einen Gegenspieler, sonst schmeckt der Drink nach Süßgetränk mit Schuss. Den liefert die Limette. Ein Zentiliter Saft reicht dafür, und das Verhältnis von 5 Zentilitern Rum auf 12 Zentiliter Cola hält den Drink lang genug für einen Abend, ohne ihn dünn zu machen.
Was in einen Cuba Libre gehört
Drei Zutaten, und zwei davon stehen in jedem Haushalt: 5 Zentiliter weißer Rum, 12 Zentiliter Cola, 1 Zentiliter frisch gepresster Limettensaft, dazu ein Glas voll Eis.
So steht es auch bei der International Bartenders Association, und das Verhältnis ist der eigentliche Punkt: Auf einen Teil Rum kommen knapp zweieinhalb Teile Cola. Das ist lang genug für einen Abend und kräftig genug, dass man den Rum noch schmeckt.
Die Limette ist die Zutat, die am häufigsten unterschlagen wird. Sie ist kein Beiwerk, sondern der Gegenspieler zur Süße der Cola.
Cuba Libre oder Rum-Cola
Die beiden Namen werden oft für dasselbe benutzt, und im Glas liegt der Unterschied beim Limettensaft: Zum klassischen Rezept gehört er dazu, bei Rum-Cola meist nicht.
Was das ausmacht, merkst du beim ersten Schluck. Ohne Limette schmeckt die Mischung weich und süß, mit Limette bekommt sie eine Kante, und der Rum tritt deutlicher hervor.
Eine Limettenspalte, die du über dem Glas ausdrückst und dann hineinlegst, leistet übrigens dasselbe wie der abgemessene Zentiliter. Nur die Scheibe als Deko am Glasrand leistet es nicht.
Welcher Rum passt
Ein weißer Rum, und wenn du die Wahl hast, ein kubanischer. Er ist leicht und trocken, hält sich gegen die Cola zurück und lässt der Limette Platz. Vorgeschrieben ist die Herkunft nicht, der Stil macht den Unterschied.
Ein gereifter Rum verändert den Drink spürbar. Je nach Fass bringt er Holz-, Vanille- oder Gewürznoten mit, und die legen sich über die Cola, statt sich einzufügen. Das kann man mögen, es ist dann aber ein anderer Drink.
Welcher Rum wie schmeckt und woran du die Sorten unterscheidest, steht ausführlich beim Mojito und beim Zombie, der gleich drei verschiedene verwendet.
Welche Cola du nimmst
Die klassische mit Zucker ist die naheliegende Wahl, weil der Drink auf ihrer Süße aufbaut.
Cola ohne Zucker funktioniert ebenfalls, macht den Drink aber schlanker und lässt den Alkohol deutlicher durchkommen. Wenn du darauf umstellst, geh beim Limettensaft auf einen halben Zentiliter zurück, sonst wird es schnell zu sauer.
Wichtiger als die Sorte ist die Temperatur. Cola aus dem Kühlschrank hält die Kohlensäure, Cola aus dem Vorratsregal verliert sie beim Eingießen auf das Eis fast sofort.
Gebaut, nicht geschüttelt
Der Cuba Libre wird direkt im Glas gemischt, und das hat einen Grund: In einem geschlossenen Shaker baut Kohlensäure Druck auf, und beim Öffnen steht die Küche unter Drink.
Also zuerst das Eis, dann Rum und Limettensaft, dann die Cola. Zum Schluss ziehst du einen Barlöffel einmal langsam von unten nach oben durch, damit sich der schwerere Rum nicht am Boden sammelt.
Welches Glas und wie viel Eis
Ein Highball- oder Longdrinkglas mit 30 Zentilitern. Die 18 Zentiliter Flüssigkeit und sechs Eiswürfel füllen es bis oben.
Füll das Glas wirklich voll mit Eis, auch wenn das nach viel aussieht. Viele Würfel halten sich gegenseitig kalt und schmelzen langsamer als drei einzelne, die im Drink herumschwimmen.
Ein Glas mit halb geschmolzenem Eis schmeckt nach zehn Minuten wässrig. Eins, das voll war, schmeckt nach zwanzig Minuten noch wie am Anfang.
Wie stark er ist
Fünf Zentiliter Rum mit 40 Prozent ergeben 20 Milliliter reinen Alkohol. Auf die 18 Zentiliter im Glas gerechnet sind das 11,1 Prozent, noch ohne das Schmelzwasser aus dem Eis.
In Gramm sind es 15,8, und bei 11 Gramm je Standardglas, mit denen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rechnet, kommt ein Glas damit auf 1,4 Standardgläser.
Das ist mehr, als die meisten vermuten, und es liegt an der Cola: Süße verdeckt Alkohol zuverlässiger als jede andere Zutat. Zum Vergleich steht der Mojito bei 1,3 Standardgläsern und der Gin Fizz bei 1,2.
Wie viele Kalorien drin sind
Rund 165 pro Glas, und sie verteilen sich auf zwei Zutaten.
- 5 cl Rum: etwa 111 Kilokalorien, die allein aus dem Alkohol kommen
- 12 cl Cola: etwa 50
- Limettensaft: zwei
Mit Cola ohne Zucker landest du bei rund 115. Das ist der einzige Hebel, der wirklich etwas bringt, denn am Rum willst du bei diesem Drink nichts ändern.
Für eine ganze Runde
Der Cuba Libre ist der dankbarste Drink für Gäste, weil jeder sein Glas selbst auffüllen kann.
Für zehn Gläser brauchst du eine 0,7-Liter-Flasche Rum, anderthalb Liter Cola, sechs Limetten und knapp zwei Kilo Eis. Von der Flasche bleibt ein kleiner Rest, denn zehn Gläser brauchen 50 Zentiliter.
Rum und Limettensaft lassen sich vormischen, und zwar Stunden vorher: 50 Zentiliter Rum und 10 Zentiliter Limettensaft in eine Karaffe, kalt stellen, sechs Zentiliter davon je Glas auf das Eis. Die Cola kommt einzeln dazu, sonst ist sie schal, bevor der erste Gast nachschenkt.
Woher der Name kommt
Cuba Libre heißt „freies Kuba“ und greift den Ruf der kubanischen Unabhängigkeitsbewegung auf. So weit ist der Bezug klar.
Erzählt wird dazu die Geschichte, ein amerikanischer Offizier habe um 1900 in Havanna Rum mit Cola gemischt und mit diesem Ruf angestoßen. Sie ist hübsch, aber nicht belegt, und sie passt zeitlich nur knapp: Der Unabhängigkeitskrieg endete 1898, Coca-Cola kam erst um 1900 nach Kuba.
Wann und von wem der Drink zuerst gemischt wurde, lässt sich also nicht sagen. Dass er seit gut hundert Jahren getrunken wird, schon.
Ohne Alkohol
Cola mit Limette ist noch kein Cuba Libre, dafür fehlt das, was der Rum beiträgt. Mit einer alkoholfreien Rum-Alternative kommt man näher heran, und es gibt ein paar Handgriffe, die mehr bringen als das Produkt selbst.
Die Mengen dafür und was wirklich funktioniert, stehen beim Cuba Libre ohne Alkohol.
Weitere Rezepte findest du bei den alkoholfreien Cocktails.
MojitoEs gibt Drinks, an denen sich zeigt, ob eine Bar ihr Handwerk versteht, und der Mojito ist einer davon.
DaiquiriDrei Zutaten, eine halbe Minute im Shaker, und vor dir steht der Drink, mit dem auf Kuba vor über hundert Jahren…
Long Island Ice TeaFünf Flaschen stehen für diesen Drink auf dem Tisch, und am Ende schmeckt er nach Eistee.
Cuba Libre alkoholfreiCola und Limette, ohne Rum.Häufige Fragen zum Cuba Libre
Was gehört in einen Cuba Libre?
5 cl weißer Rum, 12 cl Cola und 1 cl frisch gepresster Limettensaft, auf Eis im Highballglas gebaut.
Was ist der Unterschied zwischen Cuba Libre und Rum-Cola?
Der Limettensaft. Zum klassischen Rezept gehört er dazu, bei Rum-Cola meist nicht. Eine Scheibe als Deko ersetzt ihn nicht.
Welcher Rum passt am besten?
Ein weißer, am besten kubanischer Rum. Er ist leicht und trocken. Gereifter Rum bringt Holz- und Vanillenoten mit, die sich über die Cola legen.
Wie ist das Mischverhältnis?
Ein Teil Rum auf knapp zweieinhalb Teile Cola, also 5 zu 12 Zentiliter, dazu ein Zentiliter Limettensaft.
Geht auch Cola ohne Zucker?
Ja, der Drink wird dann schlanker und der Alkohol kommt deutlicher durch. Geh beim Limettensaft auf einen halben Zentiliter zurück.
Wie viel Alkohol hat ein Cuba Libre?
11,1 Prozent im Glas vor dem Schmelzwasser, also 15,8 Gramm reiner Alkohol oder 1,4 Standardgläser.
Wie viele Kalorien hat ein Cuba Libre?
Rund 165, davon 111 aus dem Rum und 50 aus der Cola. Mit Cola ohne Zucker sind es etwa 115.
Warum wird er nicht geschüttelt?
Weil Cola Kohlensäure hat und im geschlossenen Shaker Druck aufbaut. Er wird direkt im Glas gebaut und einmal durchgezogen.
Kann ich ihn für Gäste vormischen?
Rum und Limettensaft ja, in einer Karaffe. Die Cola kommt einzeln ins Glas, sonst ist sie schal.
Woher kommt der Name Cuba Libre?
Er bedeutet „freies Kuba“ und greift den Ruf der Unabhängigkeitsbewegung auf. Wer den Drink zuerst gemischt hat, ist nicht belegt.