Yuzu Spritz
Ein Spritz, der nach Zitrusfrucht schmeckt statt nach Kräuterbitter: Yuzu bringt etwas von Limette, etwas von Mandarine und einen Hauch Grapefruit mit. Die Zutat steht allerdings nicht im Supermarkt, du bestellst sie vorher. Dafür reicht eine Flasche für rund siebzehn Gläser.
Zutaten
| 6 cl | Prosecco |
| 4 cl | Yuzu-Aperitif |
| 2 cl | Sodawasser |
| 6 | Eiswürfel |
Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.
So wird er gemixt
Das Weinglas mit Eiswürfeln füllen.
Den Yuzu-Aperitif über das Eis gießen.
Den gekühlten Prosecco langsam dazugeben.
Mit Sodawasser auffüllen und einmal behutsam umrühren.
Einen Streifen Zitronenschale über dem Glas ausdrücken und hineinlegen.
Für den Yuzu Spritz brauchst du nicht viel. Das hier hilft:
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Warum das funktioniert
Der Aufbau ist derselbe wie beim Aperol Spritz: Schaumwein, ein Aperitif, ein Schuss Soda. Was den Drink ausmacht, ist die Frucht. Yuzu ist säuerlich und gleichzeitig sehr duftig, und weil der Aperitif schon Süße mitbringt, brauchst du weder Sirup noch Zucker. Das Verhältnis drei zu zwei zu eins passt zu einer Flasche mit zehn Prozent.

Was in einen Yuzu Spritz gehört
Drei Flüssigkeiten im Verhältnis drei zu zwei zu eins: sechs Zentiliter Prosecco, vier Zentiliter Yuzu-Aperitif, zwei Zentiliter Soda.
Das ist derselbe Aufbau wie beim Aperol Spritz, und du brauchst dafür genauso wenig Werkzeug. Alles kommt direkt ins Glas, auf reichlich Eis.
Eine Sache ist hier anders als bei jedem anderen Drink auf dieser Seite: Das Verhältnis hängt an deiner Flasche. Yuzu-Produkte gibt es zwischen acht und achtzehn Prozent, und sie sind unterschiedlich süß. Mit welchem Produkt das Rezept oben rechnet und was du bei einer anderen Flasche änderst, steht in den nächsten beiden Abschnitten.
Was Yuzu ist
Eine japanische Zitrusfrucht, etwa so groß wie eine Mandarine, mit knubbeliger gelber Schale.
Der Geschmack liegt irgendwo zwischen Limette, Mandarine und Grapefruit, dazu kommt ein blumiger Ton, den keine dieser drei hat. Wer Yuzu zum ersten Mal riecht, denkt oft an Parfüm, und das ist nicht negativ gemeint.
In Japan wird vor allem mit der Schale gearbeitet, weil dort die ätherischen Öle sitzen. Das Fruchtfleisch gibt wenig her, eine Yuzu enthält kaum Saft und dafür viele Kerne. Genau deshalb ist reiner Yuzusaft so teuer.
Für diesen Drink brauchst du die Frucht nicht. Sie ist bei uns nur von Oktober bis Dezember zu bekommen und kostet pro Stück etwa so viel wie ein ganzer Kasten Mineralwasser.
Yuzu-Aperitif, Likör, Saft oder Limonade
Auf dem Etikett steht Yuzu, und trotzdem ist in jeder Flasche etwas anderes. Das ist der häufigste Grund, warum ein nachgemixter Yuzu Spritz nicht schmeckt wie gedacht.
| Produkt | Alkohol | Menge je Glas |
|---|---|---|
| Yuzu-Aperitif | 8 bis 10 % | 4 cl, wie im Rezept |
| Yuzu-Likör | bis 18 % | 3 cl, sonst wird es schwer |
| Yuzusaft, pur | 0 % | 1 cl plus 1 cl Zuckersirup |
| Yuzu-Limonade | 0 % | ersetzt Soda und einen Teil des Aperitifs |
| Fertiger Yuzu Spritz | 5,5 % | ist schon der ganze Drink |
Für das Rezept oben nimmst du einen Aperitif mit zehn Prozent. Der ist mild genug, dass vier Zentiliter den Prosecco nicht erschlagen, und süß genug, dass du keinen Sirup brauchst.
Hast du einen Likör mit achtzehn Prozent, nimm nur drei Zentiliter und gieß einen Zentiliter mehr Soda dazu.
Das Fertiggetränk mit dem Namen Yuzu Spritz, das es im Handel gibt, ist ein Fruchtwein-Cocktail zum Direkttrinken. Du kannst damit nichts mixen, es ist schon fertig.
Wo du Yuzu bekommst
Nicht im Supermarkt. Das ist der ehrliche Teil dieser Seite.
Yuzu-Aperitif findest du im Spirituosenfachhandel und in gut sortierten Getränkemärkten, sonst online. Eine 0,7-Liter-Flasche kostet etwa 24 Euro und reicht bei vier Zentilitern für rund siebzehn Gläser. Das sind etwa anderthalb Euro Zutatenkosten pro Drink, also weniger als beim Aperol Spritz in einer Bar.
Reinen Yuzusaft gibt es bei Spezialhändlern für asiatische Lebensmittel, oft in Hundert-Milliliter-Flaschen für rund dreizehn Euro. Das klingt viel, aber du brauchst nur einen Zentiliter je Glas.
Mit Yuzusaft statt Aperitif
Saft ist nicht dasselbe wie Aperitif, weil ihm zwei Dinge fehlen: Zucker und Alkohol. Beides musst du ersetzen, sonst wird der Drink dünn und sauer.
Für ein Glas nimmst du 1 cl reinen Yuzusaft, 1 cl Zuckersirup, 9 cl Prosecco und 3 cl Soda. Den Sirup setzt du aus gleichen Teilen Zucker und Wasser an, wie es beim Gin Fizz beschrieben ist.
Diese Variante schmeckt frischer und weniger süß als die mit Aperitif, und sie ist etwas stärker, weil mehr Prosecco im Glas steht.

Welcher Prosecco passt
Ein Prosecco Spumante brut, gut gekühlt. Brut heißt trocken, und das brauchst du hier, weil der Yuzu-Aperitif schon Süße mitbringt.
Auf dem Etikett wird das regelmäßig falsch verstanden: Extra Dry ist süßer als Brut, obwohl es trockener klingt. Brut liegt unter 12 Gramm Zucker je Liter, Extra Dry bei 12 bis 17.
Crémant oder ein trockener Sekt gehen auch. Was du nicht brauchst, ist Champagner, der wäre hier verschenkt.
Wichtig ist nur, dass die Flasche wirklich kalt ist. Ein lauwarmer Spritz auf Eis verwässert, bevor du ihn austrinkst.
Ohne Alkohol
Nur den Prosecco zu tauschen reicht nicht, weil der Yuzu-Aperitif selbst Alkohol enthält. Der alkoholfreie Yuzu Spritz ist deshalb ein eigenes Rezept.
Du brauchst 1 cl reinen Yuzusaft, 1 cl Zuckersirup, 9 cl alkoholfreien Schaumwein und 3 cl Soda, dazu dasselbe Eis und dieselbe Zitronenzeste. Das kommt dem Original erstaunlich nahe, weil die Frucht hier ohnehin die Hauptrolle spielt und nicht der Alkohol.
Es gibt außerdem Yuzu-Limonade in Flaschen, meist aus japanischer Produktion. Damit wird es noch einfacher: Limonade auf Eis, fertig. Sie bringt Zucker und Kohlensäure schon mit, deshalb brauchst du weder Sirup noch Soda dazu.
Weitere Drinks ohne Alkohol stehen in der Übersicht der alkoholfreien Cocktails.
Wie stark er ist
8,8 Prozent mit einem Aperitif zu zehn Prozent, also etwas weniger als der Aperol Spritz mit 9,2. An reinem Alkohol sind das 8,4 Gramm je Glas, gut ein halbes Standardglas.
Dieser Wert gilt nur für die Flasche, mit der wir rechnen. Nimmst du einen Likör mit achtzehn Prozent und bleibst bei vier Zentilitern, landest du bei rund 11,5 Prozent und damit über dem Aperol Spritz. Deshalb steht in der Zutatenliste oben die Stärke mit dabei.
Durch das Eis wird der Drink mit der Zeit schwächer im Glas, die Menge Alkohol bleibt aber dieselbe. Ein verwässerter Spritz hat genauso viel intus wie ein frisch eingegossener.
Für eine Runde und verwandte Drinks
Für zehn Gläser brauchst du eine Flasche Prosecco, 40 Zentiliter Yuzu-Aperitif und einen halben Liter Soda. Die 0,7-Liter-Flasche Aperitif reicht also für zehn Gläser mit Rest.
Vormischen lohnt hier nicht, weil der Prosecco in der Karaffe seine Kohlensäure verliert. Stell stattdessen die Flaschen kalt und das Eis bereit, dann ist jedes Glas in einer halben Minute fertig.
Zitronenschale schneidest du am besten vorher in Streifen, die halten sich ein paar Stunden in einer Dose.
Die anderen Spritz-Drinks im Vergleich: Der Aperol Spritz ist bitter und orange, der Hugo blumig mit Minze und Limette, der Kir Royal beerig und ohne Soda.
Häufige Fragen zum Yuzu Spritz
Was ist Yuzu?
Eine japanische Zitrusfrucht, etwa mandarinengroß, mit knubbeliger gelber Schale. Sie schmeckt zwischen Limette, Mandarine und Grapefruit, dazu blumig.
Welches Yuzu-Produkt brauche ich?
Für dieses Rezept einen Yuzu-Aperitif mit etwa zehn Prozent. Bei einem Likör mit achtzehn Prozent nimmst du statt vier nur drei Zentiliter.
Wo bekomme ich Yuzu?
Im Spirituosenfachhandel, in gut sortierten Getränkemärkten oder online. Im normalen Supermarkt steht es nicht. Eine Flasche für rund 24 Euro reicht für etwa siebzehn Gläser.
Geht der Yuzu Spritz mit Saft statt Aperitif?
Ja, dann brauchst du 1 cl Yuzusaft, 1 cl Zuckersirup, 9 cl Prosecco und 3 cl Soda. Der Sirup ersetzt die Süße, die im Aperitif schon steckt.
Welcher Prosecco passt?
Ein Prosecco Spumante brut. Achtung beim Etikett: Extra Dry ist süßer als Brut, obwohl es anders klingt.
Wie viel Alkohol hat ein Yuzu Spritz?
8,8 Prozent mit einem Aperitif zu zehn Prozent, das sind 8,4 Gramm reiner Alkohol oder gut ein halbes Standardglas. Mit einem Likör zu achtzehn Prozent wären es rund 11,5.
Geht der Yuzu Spritz ohne Alkohol?
Ja, aber beide Zutaten müssen getauscht werden: Yuzusaft mit Zuckersirup statt Aperitif und alkoholfreier Schaumwein statt Prosecco.
Was ist der Unterschied zum Aperol Spritz?
Der Aufbau ist gleich, der Geschmack nicht. Aperol bringt Bitterorange und Kräuter, Yuzu eine säuerliche, duftige Zitrusnote ohne Bitterkeit.


