9,2 % Vol. 1,2 Standardgläser Weinglas (50 cl)

Aperol Spritz Rezept

Kaum steht das erste Glas auf dem Tisch, ist Sommer. Der Aperol Spritz ist der Drink, den in Italien jede Bar am Nachmittag ausschenkt, und zu Hause brauchst du dafür weder Shaker noch Übung. Es kommt nur auf eine Zahl an, und die steht schon im Namen des Verhältnisses.

Aperol Spritz als Illustration

Zutaten

Für 1 Glas · Weinglas (50 cl)
9 cl Prosecco
6 cl Aperol
3 cl Sodawasser ein Spritzer
8 Eiswürfel fürs Glas, etwa 200 g

Garnitur: Orangenscheibe

Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.

So wird er gemixt

1

Ein großes Weinglas randvoll mit Eiswürfeln füllen.

2

Prosecco und Aperol hineingießen.

3

Mit einem Schuss Sodawasser auffüllen.

4

Einmal vorsichtig umrühren und mit einer Orangenscheibe garnieren.

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Aperol in den Prosecco gießen, damit er von selbst nach unten sinkt

Das Verhältnis 3-2-1

Drei Teile Prosecco, zwei Teile Aperol, ein Teil Soda. Bei uns sind das 9 cl, 6 cl und 3 cl, und damit liegen wir genau auf der Rezeptur der International Bartenders Association.

Die Zahlen sind kein Zufall. Aperol bringt mit 11 % Vol. schon Süße und Bitterkeit mit, und wenn du seinen Anteil erhöhst, kippt der Drink ins Klebrige. Nimmst du dagegen mehr Prosecco, verliert er die Farbe und die bittere Kante, die ihn ausmacht.

Der Spritzer Soda wirkt wie ein Ausrufezeichen. Er hebt die Kohlensäure noch einmal an und nimmt dem Aperol ein wenig Süße, ohne dass der Drink wässrig wird.

Wenn du es herber magst, geh nicht an den Prosecco, sondern gib 1 cl mehr Soda dazu. Der Weg über weniger Aperol funktioniert auch, dann wird allerdings die Farbe blasser, und beim Spritz schaut man eben mit.

Die Reihenfolge entscheidet

Erst das Eis, dann der Prosecco, dann der Aperol. Das klingt nach einer Nebensächlichkeit und ist keine.

Aperol ist schwerer als Schaumwein. Gießt du ihn zuerst ins Glas, bleibt er unten liegen und du musst kräftig rühren, wodurch die Kohlensäure verschwindet. Kommt er dagegen auf den Prosecco, sinkt er von selbst nach unten und vermischt sich dabei ganz von allein.

Der Soda kommt zum Schluss, und die Orangenscheibe erst danach ins Glas. Mitgerührt gibt sie Bitterstoffe aus der Schale ab.

Welcher Prosecco passt

Ein trockener, und das steht auf dem Etikett als brut oder extra dry. Dabei lohnt ein zweiter Blick, denn ausgerechnet das extra dry ist die süßere der beiden Angaben. Weil Aperol ohnehin viel Süße mitbringt, greifst du besser zu brut.

Sekt funktioniert genauso gut, solange er trocken ist, und in Italien steht meistens ein Prosecco Spumante im Glas. Für teuren Champagner wäre es dagegen schade, weil der Aperol sein Aroma vollständig überdeckt.

Was du vermeiden solltest, ist Frizzante. Der hat weniger Kohlensäure als Spumante, und nach zwei Minuten steht der Drink still im Glas.

Warum das Glas randvoll mit Eis gehört

Viel Eis kühlt schneller und schmilzt langsamer als wenig. Drei Würfel in einem großen Glas sind nach zwei Minuten Wasser, während ein volles Glas eine halbe Stunde durchhält.

Welches Glas

Ein bauchiges Weinglas mit rund 50 cl, so wird er in Italien serviert. Die Form hat einen praktischen Grund: Sie lässt Platz für viel Eis, und die weite Öffnung bringt dir den Orangenduft in die Nase, bevor du trinkst.

Ein Longdrinkglas geht auch, nur passt dort weniger Eis hinein, und der Drink wird schneller warm. Eine Sektflöte ist die schlechteste Wahl, weil das Eis nicht hineinpasst.

Aperol Spritz für mehrere Gäste mit Orangenscheiben servieren

Für die ganze Runde

Vormischen kannst du den Spritz nicht, dafür hält die Kohlensäure nicht lange genug durch. Vorbereiten lässt sich dagegen alles, was Zeit kostet und nicht schmilzt.

Schneide die Orangenscheiben schon am Nachmittag und stell sie abgedeckt in den Kühlschrank. Die Gläser stehen leer und kalt bereit, dann fressen sie später nicht die ersten Eiswürfel. Das Eis bleibt bis zuletzt im Gefrierfach, denn im vorgefüllten Glas ist es nach wenigen Minuten Wasser.

Wenn deine Gäste kommen, gibst du zuerst Eis ins Glas und gießt dann in der richtigen Reihenfolge auf. Zehn Gläser in drei Minuten, weil Schneiden und Kühlen längst erledigt sind.

Den Prosecco stellst du rechtzeitig kalt, am besten drei Stunden vorher, und machst ihn erst beim Einschenken auf. Aperol darf dagegen bei Zimmertemperatur stehen, weil das Eis im Glas die Arbeit übernimmt.

Was du dafür einkaufst

Für zehn Gläser kaufst du das hier ein:

  • 2 Flaschen Prosecco zu 0,75 Litern
  • 1 Flasche Aperol zu 0,7 Litern
  • 1 Flasche Sodawasser
  • 2 Orangen
  • gut 1 Kilo Eis

Von der Aperolflasche bleibt dabei einiges übrig, denn zehn Gläser brauchen nur 60 cl.

Wie stark er ist

Der Aperol Spritz ist der leichteste Drink dieser Sammlung. Aperol hat 11 % Vol. und Prosecco ungefähr genauso viel, aber weil Eis und Soda dazukommen, landet das Glas bei 9,2 % Vol.

In Zahlen sind das 16,5 ml reiner Alkohol auf 180 ml Drink, also 13 Gramm und damit 1,2 Standardgläser. Das entspricht ungefähr einem Glas Wein, und genau deshalb funktioniert er als Aperitif: Man kann zwei trinken und danach noch essen gehen.

Der Wert gilt vor dem Schmelzwasser. Im Glas verdünnt sich der Spritz weiter, während du ihn trinkst.

Was mit den Kalorien wirklich los ist

Eine ehrliche Antwort vorweg: Eine verlässliche Zahl gibt es nicht. Getränke über 1,2 % Vol. sind von der Nährwertkennzeichnung ausgenommen, das steht in Anhang V der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011. Der Hersteller muss also nichts angeben, und deshalb widersprechen sich die Werte, die im Netz kursieren, um mehr als das Anderthalbfache.

Was sich rechnen lässt, ist der Alkohol. Er liefert 7 Kilokalorien je Gramm, so steht es im Anhang XIV derselben Verordnung. Bei 13 Gramm sind das rund 91 Kilokalorien, und zwar bevor der Zucker überhaupt dazukommt.

Der Zucker steckt fast vollständig im Aperol, beim trockenen Prosecco kommt kaum etwas hinzu. Wenn du es genauer wissen willst, hilft nur ein Blick auf die Flasche, die du zu Hause stehen hast.

Wer Kalorien sparen will, hat ohnehin den einfacheren Hebel: einen trockeneren Schaumwein und 1 cl Aperol weniger.

Was du statt Aperol nehmen kannst

Die IBA nennt drei Alternativen, und alle drei sind bitterer als Aperol. Campari macht den Spritz deutlich herber und dunkler, Select ist der venezianische Klassiker und kräutriger, und Cynar schmeckt nach Artischocke und ist von den dreien der eigenwilligste.

Wenn du es süßer magst, bleib bei Aperol, denn er ist von allen vieren der mildeste.

Und wenn du denselben Aperol einmal ganz anders trinken willst: Mit Zitronensaft und Zuckersirup statt Prosecco wird daraus ein Aperol Sour, der deutlich herber ausfällt.

Aperol Spritz ohne Alkohol

Beide alkoholischen Zutaten lassen sich tauschen. Ein alkoholfreier roter Bitter bringt Bitterkeit und Farbe mit, alkoholfreier Schaumwein die Kohlensäure, und das Verhältnis bleibt dasselbe. Das Rezept steht beim Aperol Spritz alkoholfrei.

Häufige Fragen zum Aperol Spritz

Was ist das richtige Mischverhältnis für Aperol Spritz?

Drei Teile Prosecco, zwei Teile Aperol, ein Teil Soda. Bei einem Glas sind das 9 cl, 6 cl und 3 cl, genau wie in der Rezeptur der IBA.

Was kommt in einen Aperol Spritz?

Prosecco, Aperol, ein Spritzer Sodawasser, viel Eis und eine Orangenscheibe. Mehr braucht er nicht.

Wie macht man einen Aperol Spritz?

Füll ein bauchiges Weinglas randvoll mit Eis, gieß erst den Prosecco und dann den Aperol darüber. Zum Schluss kommt der Spritzer Soda dazu und die Orangenscheibe ins Glas.

Welcher Prosecco passt am besten?

Nimm einen trockenen, auf dem Etikett steht brut oder extra dry. Dabei ist brut der trockenere von beiden, und Aperol bringt schon genug Süße mit.

Welches Glas nimmt man für Aperol Spritz?

Ein bauchiges Weinglas mit rund 50 cl. Dort passt viel Eis hinein, und die weite Öffnung bringt den Orangenduft zur Nase.

Wie viel Alkohol hat ein Aperol Spritz?

9,2 % Vol. auf 180 ml, also 13 Gramm reiner Alkohol oder 1,2 Standardgläser. Das entspricht ungefähr einem Glas Wein.

Wie viele Kalorien hat ein Aperol Spritz?

Eine verlässliche Zahl gibt es nicht, weil Getränke über 1,2 % Vol. keine Nährwertkennzeichnung tragen müssen. Der Alkohol allein liefert rund 91 Kilokalorien, dazu kommt der Zucker aus dem Aperol.

Wie viel Prosecco kommt auf eine Flasche Aperol?

Eine 0,7-Liter-Flasche Aperol reicht für knapp zwölf Gläser. Dafür brauchst du gut einen Liter Prosecco, also anderthalb Flaschen.

Kann ich Sekt statt Prosecco nehmen?

Ja, das geht gut. Der Drink wird etwas herber, weil deutscher Sekt oft trockener ist als Prosecco. Erkennbar bleibt er trotzdem.

Kann man Aperol Spritz vorbereiten?

Die Gläser ja, den fertigen Drink nicht. Stell sie leer und kalt bereit und schneide die Orangen schon vorher. Das Eis gibst du erst hinein, wenn die Gäste da sind, sonst ist es nach wenigen Minuten Wasser.