Alkoholfrei Weinglas (50 cl)

Aperol Spritz alkoholfrei

Wenn alle mit einem orangen Glas anstoßen, will niemand danebenstehen. Der Aperol Spritz alkoholfrei, manchmal auch Virgin Aperol Spritz genannt, sieht aus wie das Original und schmeckt bitter genug, um kein Saft zu sein. Es gibt ihn in zwei Rezepten, und welches besser passt, hängt davon ab, wer mittrinkt.

Aperol Spritz alkoholfrei als Illustration

Zutaten

Für 1 Glas · Weinglas (50 cl)
9 cl Alkoholfreier Schaumwein
6 cl Red Bitter, alkoholfrei
3 cl Sodawasser ein Spritzer
8 Eiswürfel fürs Glas, etwa 200 g

Garnitur: Orangenscheibe

Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.

So wird er gemixt: Mit alkoholfreiem Bitter

1

Ein großes Weinglas randvoll mit Eiswürfeln füllen.

2

Alkoholfreien Schaumwein und danach den Bitter hineingießen.

3

Mit einem Schuss Sodawasser auffüllen.

4

Einmal vorsichtig umrühren und mit einer Orangenscheibe garnieren.

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Warum das funktioniert

Aperol bringt drei Dinge mit, nämlich Bitterkeit, Süße und die orange Farbe, während man den Alkohol darin kaum schmeckt, weil es nur 11 % sind. Genau deshalb lässt er sich ersetzen: Ein roter Bitter ohne Alkohol kann alle drei, und eine Bitterlimonade kommt nah heran. Der Prosecco liefert ohnehin vor allem Kohlensäure, und die bringen alkoholfreier Schaumwein wie auch Ginger Ale genauso mit.

Zwei Varianten des alkoholfreien Aperol Spritz nebeneinander im Weinglas

Zwei Wege zum alkoholfreien Spritz

Oben bei den Zutaten kannst du zwischen beiden Rezepten umschalten. Sie folgen demselben Gerüst, nämlich neun Teile, sechs Teile, drei Teile, und unterscheiden sich nur in den Zutaten.

Der erste Weg nimmt einen alkoholfreien roten Bitter und alkoholfreien Schaumwein. Er kommt dem Aperol Spritz am nächsten, weil der Schaumwein eine feine Weinnote mitbringt, die kein Erfrischungsgetränk nachmacht.

Der zweite Weg kommt mit Ginger Ale und roter Bitterlimonade aus. Beides sind Erfrischungsgetränke, denen nie Alkohol zugesetzt war, und genau das ist der Punkt: Bei diesem Rezept stellt sich die Frage nach dem Restalkohol gar nicht erst.

Geschmacklich wird der zweite Weg etwas süßer, weil Ginger Ale mehr Zucker mitbringt als trockener Schaumwein. Wenn dir das zu viel ist, tausch 3 cl Ginger Ale gegen Sodawasser.

Welchen Bitter du nimmst

Im Kühlregal und bei den Getränken stehen inzwischen mehrere rote Bitter ohne Alkohol, und sie unterscheiden sich vor allem in der Süße.

Nimm einen, auf dem bitter steht und nicht nur Aperitif. Die süßen Sorten machen den Drink zur Limonade, und genau die Bitterkeit ist es, die einen Spritz überhaupt ausmacht.

Bitterlimonaden aus dem Getränkeregal gibt es in kleinen Flaschen von etwa 10 cl. Aus einer Flasche wird also gut ein Glas nach unserem Rezept, der Rest wandert ins zweite.

Denselben Bitter kannst du übrigens auch sauer trinken, dann wird daraus ein Aperol Sour alkoholfrei.

Welcher alkoholfreie Schaumwein passt

Ein trockener, denn der Bitter bringt schon reichlich Süße mit. Entalkoholisierte Schaumweine sind ohnehin oft süßer als ihre Vorbilder, weil beim Entzug des Alkohols Aroma verloren geht und mancher Hersteller das mit Zucker ausgleicht.

Achte außerdem auf die Kohlensäure. Ein Produkt, das nach zwei Minuten still im Glas steht, macht aus dem Spritz ein Getränk ohne Spritz.

Und schau aufs Etikett, wenn es dir auf den Alkohol ankommt. Warum, steht gleich darunter.

Was alkoholfrei auf dem Etikett bedeutet

Alkoholfrei heißt nicht null. Entalkoholisierte Erzeugnisse aus Wein dürfen bis zu 0,5 % vol enthalten und trotzdem so heißen, geregelt in Artikel 119 der Verordnung (EU) 1308/2013 in der Fassung der Verordnung (EU) 2021/2117.

Praktisch heißt das: Ein alkoholfreier Schaumwein kann bei 0,0 % liegen, er muss es aber nicht. Manche Hersteller schreiben die 0,0 ausdrücklich aufs Etikett, andere lassen es bei „alkoholfrei“. Dasselbe gilt für alkoholfreie Bitter, die als Spirituosen-Alternative verkauft werden.

Beim zweiten Rezept stellt sich die Frage nicht, weil Ginger Ale und Bitterlimonade Erfrischungsgetränke sind, denen kein Alkohol zugesetzt wird.

In der Schwangerschaft

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, nimm das Rezept mit Ginger Ale und Bitterlimonade. Dort wird kein Alkohol zugesetzt, und beim alkoholfreien Schaumwein entscheidet sonst das Etikett.

Eine Zutat solltest du dabei bewusst weglassen, auch wenn sie in vielen Rezepten steht: Tonic. Es enthält Chinin, und das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt Schwangeren, vorsorglich auf chininhaltige Getränke zu verzichten. In Deutschland dürfen Erfrischungsgetränke bis zu 85 mg Chinin je Liter enthalten. Ginger Ale ist davon nicht betroffen.

Das ist der Stand der Kennzeichnung und keine medizinische Beratung. Im Zweifel besprichst du es am besten mit deiner Hebamme oder deiner Ärztin.

Alkoholfreien Aperol Spritz für mehrere Gäste in der Karaffe vorbereiten

Für die ganze Runde

Vormischen lohnt nicht, weil die Kohlensäure das nicht durchhält. Alles andere kannst du in aller Ruhe vorher erledigen.

Die Orangenscheiben schneidest du am Nachmittag und legst sie abgedeckt in den Kühlschrank. Die Gläser stehen leer und kalt bereit. Das Eis holst du erst heraus, wenn tatsächlich eingeschenkt wird, sonst steht schon Schmelzwasser im Glas, bevor jemand anstößt.

Sobald deine Gäste da sind, kommt Eis ins Glas, danach das Sprudelnde und zuletzt der Bitter. Zehn Gläser in drei Minuten.

Alle Flaschen gehören rechtzeitig kalt gestellt, am besten drei Stunden vorher. Warme Zutaten fressen das Eis, und dann steht am Ende ein verwässerter Drink im Glas.

Was du dafür einkaufst

Für zehn Gläser mit alkoholfreiem Bitter:

  • 2 Flaschen alkoholfreier Schaumwein zu 0,75 Litern
  • 60 cl roter Bitter ohne Alkohol
  • 1 Flasche Sodawasser
  • 2 Orangen
  • gut 1 Kilo Eis

Für zehn Gläser mit Bitterlimonade:

  • 1 Flasche Ginger Ale zu einem Liter
  • 60 cl rote Bitterlimonade
  • 1 Flasche Sodawasser
  • 2 Orangen
  • gut 1 Kilo Eis

Die Farbe kommt aus dem Bitter

Das kräftige Orange stammt nicht vom Schaumwein, sondern vom Bitter. Wenn dein Drink blass aussieht, liegt das fast immer daran, dass zu wenig davon im Glas ist.

Gieß den Bitter deshalb zuletzt über das Sprudelnde. Er ist schwerer und sinkt von allein nach unten, wobei er sich verteilt und die Farbe gleichmäßig wird. Rührst du kräftig nach, verlierst du dagegen die Kohlensäure.

Nichts für Kinder

Dieser Drink steht nicht unter den Kinder-Cocktails, und dafür gibt es zwei Gründe. Alkoholfreie Bitter und entalkoholisierter Schaumwein dürfen Restalkohol enthalten, und die Verbraucherzentrale rät davon ab, Kindern alkoholfreie Nachbauten zu geben, weil sie an den Geschmack gewöhnen.

Für Kinder findest du auf der Seite mit den Kinder-Cocktails Drinks, die von vornherein dafür gedacht sind.

Häufige Fragen zum Aperol Spritz alkoholfrei

Was nimmt man statt Aperol?

Entweder einen roten Bitter ohne Alkohol, der als Aperitif-Alternative verkauft wird, oder eine rote Bitterlimonade aus dem Getränkeregal. Beide bringen Bitterkeit, Süße und die orange Farbe mit.

Was kommt in einen alkoholfreien Aperol Spritz?

9 cl alkoholfreier Schaumwein, 6 cl roter Bitter, 3 cl Sodawasser und viel Eis. Im zweiten Rezept stehen an derselben Stelle Ginger Ale und Bitterlimonade.

Geht es auch ohne alkoholfreien Sekt?

Ja, dafür ist das zweite Rezept da. Ginger Ale übernimmt die Rolle des Schaumweins und bringt Kohlensäure mit, der Drink wird dabei etwas süßer.

Welcher alkoholfreie Schaumwein passt?

Ein trockener mit kräftiger Kohlensäure. Der Bitter bringt schon genug Süße mit, und entalkoholisierte Schaumweine sind oft süßer als ihre Vorbilder.

Ist der alkoholfreie Aperol Spritz wirklich ohne Alkohol?

Beim Rezept mit Ginger Ale und Bitterlimonade wird kein Alkohol zugesetzt. Bei alkoholfreiem Schaumwein kommt es aufs Etikett an, denn „alkoholfrei“ erlaubt bis zu 0,5 % vol.

Darf man ihn in der Schwangerschaft trinken?

Das Rezept mit Ginger Ale und Bitterlimonade setzt keinen Alkohol zu. Tonic solltest du dabei weglassen, weil es Chinin enthält und das BfR Schwangeren davon abrät. Im Zweifel mit Hebamme oder Ärztin besprechen.

Heißt er auch Virgin Aperol Spritz?

Ja, beide Namen meinen denselben Drink. Virgin steht bei Cocktails für die Variante ohne Alkohol.

Warum ist mein alkoholfreier Spritz so blass?

Dann ist zu wenig Bitter im Glas, denn die Farbe kommt allein von ihm. Gieß ihn zuletzt über das Sprudelnde, dann verteilt er sich von selbst.

Dürfen Kinder ihn trinken?

Besser nicht. Alkoholfreie Bitter und entalkoholisierter Schaumwein dürfen Restalkohol enthalten, und die Verbraucherzentrale rät von alkoholfreien Nachbauten für Kinder ab.

Kann man den Drink vorbereiten?

Die Gläser ja, den fertigen Drink nicht. Stell sie leer und kalt bereit und schneide die Orangen schon vorher. Eis und Flascheninhalt kommen erst zusammen, wenn eingeschenkt wird.