Aperol Sour alkoholfrei
Bitter, sauer und eiskalt, und das alles ohne Alkohol: Der Aperol Sour lässt sich erstaunlich gut nachbauen, weil Aperol selbst kaum nach Alkohol schmeckt. Was ihn ausmacht, sind Bitterkeit, Säure und Farbe, und die kommen alle drei aus einer Flasche, die du im Supermarkt findest.
Zutaten
| 6 cl | Red Bitter, alkoholfrei |
| 3 cl | Frisch gepresster Zitronensaft |
| 1,5 cl | Zuckersirup |
| 6 | Eiswürfel |
Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.
So wird er gemixt
Bitter, Zitronensaft und Zuckersirup mit Eis in den Shaker geben.
Kräftig schütteln, bis der Shaker außen beschlägt.
Durch ein Sieb in die vorgekühlte Cocktailschale gießen.
Mit einem Streifen Orangenschale garnieren.
Für den Aperol Sour alkoholfrei brauchst du nicht viel. Das hier hilft:
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Warum das funktioniert
Aperol bringt Bitterkeit, Süße und Farbe mit, kaum aber Alkoholgeschmack, und alle drei kann ein roter Bitter ohne Alkohol genauso. Zitronensaft und Zuckersirup bleiben deshalb in den Mengen des Originals.
Welchen Bitter du nimmst
Im Regal stehen zwei Sorten nebeneinander, und sie taugen unterschiedlich gut. Die eine nennt sich Bitter oder Aperitif-Alternative und schmeckt kräftig herb, die andere ist ein süßer Aperitif ohne Alkohol und schmeckt fast wie Limonade.
Für den Sour brauchst du die bittere. Es gibt hier keine Kohlensäure und keinen Prosecco, die von der Süße ablenken, deshalb fällt ein zu milder Bitter sofort auf: Der Drink wird flach und klebrig zugleich.
Achte außerdem darauf, dass der Bitter trinkfertig ist und kein Konzentrat zum Verdünnen. Konzentrate gibt es ebenfalls, und mit 6 Zentilitern davon wird der Drink ungenießbar bitter. Auf der Flasche steht es meist beim Serviervorschlag.
Was alkoholfrei auf dem Etikett heißt
Bei Wein und Schaumwein ist der Begriff geregelt: Entalkoholisierte Erzeugnisse dürfen bis zu 0,5 % vol enthalten und trotzdem alkoholfrei heißen, festgelegt in Artikel 119 der Verordnung (EU) 1308/2013.
Für Bitter und andere Spirituosen-Alternativen gibt es diese Regel nicht. Was dort auf dem Etikett steht, legt der Hersteller fest, und deshalb lohnt sich der Blick darauf mehr als bei Sekt.
Auch 0,0 heißt nicht zwingend null. Die Angabe kann geringste Spuren einschließen. Wenn du es genau wissen musst, etwa in der Schwangerschaft oder bei einer Alkoholerkrankung, steht die verlässliche Antwort beim Hersteller und nicht in einem Rezept.
Warum die Mengen gleich bleiben
6 cl Bitter, 3 cl Zitronensaft, 1,5 cl Zuckersirup, genau wie beim Original. Das geht, weil der Austausch hier anders funktioniert als bei einem Rum oder Gin.
Bei einer Spirituose fehlt ohne Alkohol das halbe Aroma, und man muss mit Säften auffüllen. Aperol dagegen ist ein Likör mit 11 % Vol., der seine Wirkung aus Bitterstoffen und Orangenaroma zieht. Nimmt man den Alkohol heraus, bleibt überraschend viel übrig.
Probier den Drink trotzdem, bevor du ihn servierst. Alkoholfreie Bitter schwanken stärker in der Süße als Aperol, und ein halber Zentiliter Sirup weniger kann der richtige Weg sein.
Schaum geht auch ohne Alkohol
Die feine Krone aus der Bar funktioniert hier genauso wie beim Original. Du brauchst dafür das Eiweiß eines Eis, etwa 3 cl, oder 1,5 bis 2 cl Aquafaba aus der Kichererbsendose.
Der Handgriff ist derselbe: erst alles ohne Eis schütteln, zwanzig Sekunden lang, dann mit Eis ein zweites Mal. Ohne diesen ersten Durchgang schlägt das Eiweiß nicht auf.
Beim rohen Ei nimmst du am besten pasteurisiertes Eiweiß aus dem Kühlregal. Mehr dazu steht beim Aperol Sour.
Welches Glas passt
Eine Cocktailschale mit 20 cl, dieselbe wie beim Original. Im Glas landen rund 105 Milliliter, der Rest ist Luft, und beim Schaum braucht es den Platz.
Stell die Schale zehn Minuten vorher ins Gefrierfach. Der Drink kommt ohne Eis ins Glas, es gibt dort also nichts mehr, was ihn kühlt.
Ein kleines Weinglas tut es auch. Hauptsache, es ist kalt und hat eine breite Öffnung, damit der Orangenduft aus der Zeste nach oben kommt.
Wie viele Kalorien drin sind
Ohne Alkohol bleiben zwei Posten übrig. Der Bitter bringt je nach Marke 8 bis 12 Gramm Zucker auf 6 Zentiliter mit, das sind 32 bis 48 Kilokalorien. Der Zuckersirup steuert rund 50 bei.
Zusammen landet ein Glas bei rund 90 Kilokalorien, mit Schwankung nach der Marke.
Zum Vergleich kommt das Original mit Aperol auf etwa 125. Der Unterschied ist kleiner, als man denkt, weil beim Aperol Sour der Alkohol nur 36 der 125 Kilokalorien ausmacht.
Für eine Runde vorbereiten
Bitter, Zitronensaft und Zuckersirup lassen sich vormischen und kalt stellen. Für sechs Gläser sind das 36 cl Bitter, 18 cl Zitronensaft und 9 cl Sirup.
Den Zitronensaft presst du am Tag der Party, sonst verliert er seine klare Säure.
Geschüttelt wird einzeln oder zu zweit. Wenn du mit Schaum arbeitest, immer einzeln, denn ein voller Shaker schlägt das Eiweiß nicht richtig auf.
Was du dafür einkaufst
Eine 0,7-Liter-Flasche Bitter reicht für elf Gläser. Zitronen rechnest du mit einem Glas je Frucht. Für den Schaum kommt eine Packung pasteurisiertes Eiweiß oder eine Dose Kichererbsen dazu.
Angebrochene Flaschen alkoholfreier Bitter halten kürzer als ihre alkoholischen Verwandten, weil der Alkohol als Konservierung fehlt. Auf dem Etikett steht, wie lange, meist sind es einige Wochen im Kühlschrank.
Nichts für Kinder
Dieser Drink steht nicht unter den Kinder-Cocktails, und das hat zwei Gründe.
Der erste steht oben: Was im alkoholfreien Bitter wirklich drin ist, hängt vom Hersteller ab, und null ist nicht garantiert.
Der zweite ist eine Empfehlung. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein rät davon ab, Kindern und Jugendlichen alkoholfreie Spirituosen-Alternativen zu geben, weil sie sich an deren Geschmack gewöhnen könnten. Ein Verbot ist das nicht, aber ein guter Grund, für die Kinderrunde zu etwas anderem zu greifen.
Das Original mit Aperol
Dort steht Aperol mit 11 % Vol. anstelle des Bitters, Zitrone und Sirup bleiben gleich. Mit 0,5 Standardgläsern ist das Original der schwächste alkoholische Drink dieser Sammlung.
Wie der Schaum gelingt, welcher Zucker ihn ersetzt und warum er herber ist als der Spritz, steht beim Aperol Sour.
Häufige Fragen zum Aperol Sour alkoholfrei
Was ersetzt den Aperol?
Ein roter Bitter ohne Alkohol. Er bringt Bitterkeit, Süße und Farbe mit, und genau davon lebt der Drink.
Welchen alkoholfreien Bitter soll ich kaufen?
Einen, auf dem Bitter steht und der trinkfertig ist. Süße Aperitif-Alternativen machen den Sour flach, Konzentrate machen ihn ungenießbar bitter.
Ist der Drink wirklich ganz ohne Alkohol?
Das hängt vom Bitter ab. Für Bitter gibt es keine gesetzliche Grenze wie bei entalkoholisiertem Wein, und auch 0,0 heißt nicht zwingend null. Die Flasche gibt die Antwort.
Was bedeutet alkoholfrei auf dem Etikett?
Bei Wein und Schaumwein sind bis zu 0,5 % vol erlaubt, geregelt in Artikel 119 der Verordnung (EU) 1308/2013. Für Bitter gibt es keine solche Regel.
Warum bleiben die Mengen wie im Original?
Weil Aperol seine Wirkung aus Bitterstoffen und Orangenaroma zieht, nicht aus dem Alkohol. Nimmt man den heraus, bleibt viel übrig.
Geht die Schaumkrone auch hier?
Ja, mit Eiweiß oder Aquafaba. Erst ohne Eis schütteln, dann mit, sonst schlägt nichts auf.
Dürfen Kinder den Drink trinken?
Wir führen ihn nicht als Kinder-Cocktail. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein rät bei alkoholfreien Spirituosen-Alternativen wegen möglicher Gewöhnung ab.
Wie viele Kalorien hat er?
Rund 90 Kilokalorien, je nach Marke des Bitters. Das Original mit Aperol kommt auf etwa 125.
Wie lange hält eine angebrochene Flasche?
Kürzer als bei Aperol, weil der Alkohol als Konservierung fehlt. Meist einige Wochen im Kühlschrank, die genaue Angabe steht auf dem Etikett.
Brauche ich einen Shaker?
Ja, sonst wird der Drink nicht kalt genug. Ein Schraubglas mit Deckel tut es aber auch.


