Sex on the Beach Rezept: das Original nach IBA
Manche Drinks erkennt man am Geschmack, diesen erkennt man an der Farbe. Der Sex on the Beach hat seinen Übergang von Orange nach Rot, noch bevor du den ersten Schluck genommen hast. Gemischt wird er direkt im Glas, und du brauchst dafür kein Werkzeug.
Zutaten
| 4 cl | Wodka |
| 2 cl | Pfirsichlikör |
| 4 cl | Frisch gepresster Orangensaft |
| 4 cl | Cranberrysaft |
| 8 | Eiswürfel |
Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.
So wird er gemixt
Ein Longdrinkglas vollständig mit Eiswürfeln füllen.
Wodka, Pfirsichlikör, Orangen- und Cranberrysaft nacheinander direkt ins Glas gießen.
Kurz umrühren und mit einer halben Orangenscheibe garnieren.
Für den Sex on the Beach brauchst du nicht viel. Das hier hilft:
LongdrinkgläserHoch und schmal, das Eis schmilzt langsamer.Bei Amazon ansehen
MessbecherOhne Messbecher wird jeder Drink anders stark.Bei Amazon ansehen
ZitruspresseHolt deutlich mehr Saft aus Limetten als die Hand.Bei Amazon ansehen
StrohhalmeHalten länger als Papier und weichen nicht auf.Bei Amazon ansehen
Cocktail-DekoSchirmchen und Spieße machen aus dem Glas einen Cocktail.Bei Amazon ansehen
EiswürfelformGroße Würfel schmelzen langsamer und verwässern weniger.Bei Amazon ansehen
Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen.
Warum das funktioniert
Vier Zutaten, und nur eine davon prägt den Geschmack. Der Pfirsichlikör gibt dem Drink seinen Namen und sein Aroma, die beiden Säfte liefern Säure und Farbe, und der Wodka bringt vor allem Stärke mit. Weil nichts davon geschüttelt oder püriert wird, entscheidet sich alles an der Qualität der Säfte.
Was in einem Sex on the Beach drin ist
Vier Dinge: Wodka, Pfirsichlikör, Orangensaft und Cranberrysaft. Dazu ein Glas voll Eis.
Keine Sahne, kein Sirup, kein Sodawasser. Und kein Werkzeug: Alles wird nacheinander ins Glas gegossen. Damit ist er einer der wenigen Cocktails, die auch ohne Shaker gelingen.
Das Verhältnis 4-2-4-4
4 cl Wodka, 2 cl Pfirsichlikör, 4 cl Orangensaft, 4 cl Cranberrysaft. So steht es in der offiziellen Rezeptur der IBA, des internationalen Barkeeper-Verbands, und so wird er auch dort direkt im eisgefüllten Glas gebaut.
Du wirst andere Mengen finden, und die sind nicht falsch, sondern eigene Varianten: Mit 4 cl Likör wird der Drink deutlich pfirsichiger und süßer. Mit 10 cl Orangensaft wird er länger und schwächer, fast ein Saftgetränk. Wer den Likör erhöht, gibt oft 2 cl Zitronensaft dazu, damit die Süße nicht davonläuft.
Wir bleiben beim Original, weil es die ausgewogenste der drei Varianten ist.
Welche Säfte
Beim Cranberrysaft lohnt der Blick aufs Etikett. Es gibt drei Dinge, die ähnlich aussehen: Muttersaft mit 100 % Frucht, Nektar mit oft weniger als einem Drittel, und gesüßte Cranberry-Getränke. Nimm den Muttersaft. Er ist herb, und genau diese Herbe braucht der Drink gegen die Süße des Likörs.
Der Unterschied ist messbar: Muttersaft liegt bei rund 21 Kalorien je 100 ml, gesüßte Varianten bei etwa 50. Geschmacklich ist der Abstand noch größer.
Beim Orangensaft gilt dasselbe wie überall: frisch gepresst schmeckt runder als pasteurisierter Saft aus der Packung. Eine mittelgroße Orange ergibt etwa 6 cl, eine reicht also für ein Glas mit Rest.

Woher der Farbverlauf kommt
Der Übergang von Orange nach Rot entsteht, wenn der Cranberrysaft schwerer ist als die Mischung aus Wodka, Likör und Orangensaft, in die er fällt. Dann sinkt er nach unten und bleibt dort eine Weile liegen.
Ob das klappt, hängt an deinen konkreten Säften, genauer an ihrem Zuckergehalt. Ein gesüßter Cranberry-Drink ist schwerer als Muttersaft, ein frisch gepresster Orangensaft leichter als ein Nektar. Probier es einmal mit deinen Flaschen aus, dann weißt du es für alle weiteren Gläser.
Zur Rezeptur gehört der Verlauf übrigens nicht, die IBA kennt ihn nicht. Er ist eine Zugabe, und er hält auch nicht ewig: Nach ein paar Minuten hast du eine gleichmäßig orangerote Mischung, die genauso schmeckt.
Welcher Wodka
Der günstigste, den du findest, solange er nicht nach Alkohol riecht. Wodka ist geschmacklich neutral, und gegen Pfirsich, Orange und Cranberry kommt ohnehin kein Aroma an. Für eine teure Flasche ist das der falsche Drink.
Auf die Prozentzahl solltest du trotzdem schauen. In der EU muss Wodka mindestens 37,5 % Vol. haben, viele Marken liegen bei 40. Der Unterschied macht im Glas rund 1 ml reinen Alkohol aus, also ein Zehntel Standardglas.
Der Pfirsichlikör macht den Drink
Von den vier Zutaten ist ausgerechnet der Wodka die austauschbarste. Seinen Charakter bekommt der Drink vom Pfirsichlikör, und der ist mit 17 bis 24 % Vol. deutlich schwächer als eine Spirituose.
Im Englischen heißt er Peach Schnapps, was leicht in die Irre führt: Gemeint ist ein süßer Likör, kein trockener Obstbrand. Mit einem Pfirsichschnaps aus dem deutschen Sinn wird der Drink scharf statt fruchtig.
Lässt du den Likör ganz weg, bleibt ein Wodka mit Saft übrig. Das ist trinkbar, aber kein Sex on the Beach mehr.
Ohne Cranberry, mit Ananas oder Grenadine
Der Drink wird oft mit dem gemacht, was gerade da ist. Das geht, solange du die Mengen anpasst:
- Sauerkirschsaft statt Cranberry: 4 cl, eins zu eins. Wird kirschiger und bleibt rot
- Ganz ohne Cranberry: insgesamt 8 cl Orangensaft. Dann fehlen die Herbe und das Rot, es wird ein Orange-Pfirsich-Drink
- Ananassaft statt Orangensaft: 4 cl, eins zu eins. Tropischer und etwas schaumiger
- Grenadine statt Cranberry: 1 cl Grenadine, 2 cl Wasser und 1 cl Zitronensaft. Nicht 4 cl Grenadine, das wäre reiner Zucker
Den Wodka kannst du weglassen, dann wird der Drink deutlich schwächer, bleibt aber erkennbar. Den Likör nicht, siehe oben.
Wie stark er ist
4 cl Wodka und 2 cl Pfirsichlikör ergeben 18,6 ml reinen Alkohol. Das sind 14,7 g und damit 1,3 Standardgläser, also etwa ein großes Bier.
Die Prozentzahl dazu: 13,3 % Vol. auf die 14 cl Flüssigkeit, bevor Eis dazukommt. Im Glas schmilzt das Eis mit, und mit rund 3 cl Schmelzwasser sind es noch etwa 10,9 %. Die Menge Alkohol ändert sich dabei nicht.
Gerechnet ist das mit einem Wodka von 37,5 % Vol., dem gesetzlichen Minimum in der EU. Mit einer 40-prozentigen Flasche werden daraus 19,6 ml und 1,4 Standardgläser. Und das ist der Haken an diesem Drink: Er schmeckt nach Saft und zählt wie ein Bier.
Wie viele Kalorien drin sind
Rund 145 pro Glas. Der größte Teil davon ist der Alkohol selbst: Reiner Alkohol hat 7 Kalorien je Gramm, das macht rund 103.
Dazu kommen etwa 16 aus dem Zucker im Likör, 18 aus dem Orangensaft und 8 aus dem Cranberry-Muttersaft. Nimmst du statt des Muttersafts einen gesüßten Cranberry-Drink, landest du bei rund 157.

Für 3 und 5 Liter
Das Verhältnis bleibt 2 zu 1 zu 2 zu 2. Hochgerechnet auf die beiden Mengen, nach denen am häufigsten gefragt wird:
- 3 Liter: 857 ml Wodka, 429 ml Pfirsichlikör, 857 ml Orangensaft, 857 ml Cranberrysaft. Das ergibt rund 21 Gläser
- 5 Liter: 1.429 ml Wodka, 714 ml Pfirsichlikör, 1.429 ml Orangensaft, 1.428 ml Cranberrysaft. Das ergibt rund 35 Gläser
Eis kommt nur ins Trinkglas, nie in die Kanne. Sonst verwässert der ganze Vorrat, während er steht.
Stell die Mischung kalt und rühr sie vor dem Ausschenken einmal vorsichtig durch, weil sich die Säfte absetzen. Den Farbverlauf bekommst du so nicht hin, dafür müsstest du jedes Glas einzeln bauen.
Fertig aus Flasche und Dose
Es gibt den Drink fertig gemischt, und dahinter stecken drei verschiedene Dinge.
Fertigcocktails auf Spirituosenbasis kommen der Sache am nächsten: Wodka, Likör und Saft in der Dose. Wodka Gorbatschow etwa dokumentiert eine Dose mit 10 % Vol.
Fruchtweinbasierte Flaschenprodukte liegen eher bei 7 % und sind rechtlich etwas anderes, auch wenn der Name derselbe ist.
Alkoholfreie Premixe sind reine Saftmischungen zum Auffüllen.
Eine Zahl lohnt sich dabei zu merken: Eine Dose mit 250 ml und 10 % Vol. enthält 25 ml reinen Alkohol, unser selbst gemixtes Glas 18,6. Der niedrigere Prozentwert täuscht, weil die Portion größer ist.
Warum er so heißt
Der Name stammt aus den Achtzigern und aus Florida, und er ist genau das, wonach er klingt: ein Werbegag. Der Drink sollte nach Urlaub, Strand und Leichtsinn klingen, und das hat funktioniert.
Geschmacklich hat der Name nichts zu bedeuten. Wer ihn bestellt, bekommt Pfirsich, Orange und Cranberry.
Ohne Alkohol
Fällt der Wodka weg, fehlt nur Volumen. Fällt der Pfirsichlikör weg, fehlt dagegen der Geschmack, deshalb tritt Pfirsichsaft an seine Stelle, und zwar in größerer Menge.
Farbe und Aufbau bleiben gleich, das Rezept steht beim Safer Sex on the Beach.
Häufige Fragen zum Sex on the Beach
Was ist in einem Sex on the Beach?
Wodka, Pfirsichlikör, Orangensaft und Cranberrysaft im Verhältnis 4-2-4-4, direkt im eisgefüllten Glas gemischt. So steht es auch in der IBA-Rezeptur.
Wie bekomme ich die zwei Farben hin?
Cranberrysaft zuletzt und langsam über den Löffelrücken eingießen, danach nicht umrühren. Ob er unten bleibt, hängt vom Zuckergehalt deiner Säfte ab. Probier es einmal aus.
Welcher Wodka gehört hinein?
Ein einfacher. Wodka ist neutral, und gegen Pfirsich und Cranberry kommt kein Aroma an. In der EU hat er mindestens 37,5 % Vol.
Kann ich den Pfirsichlikör weglassen?
Dann fehlt dem Drink sein Aroma, übrig bleibt Wodka mit Saft. Achte beim Kauf darauf, dass es ein Likör ist und kein trockener Obstbrand.
Geht er ohne Cranberrysaft?
Ja, mit 4 cl Sauerkirschsaft bleibt er rot und fruchtig. Ganz ohne nimmst du insgesamt 8 cl Orangensaft, dann fehlen Herbe und Farbe.
Geht er mit Grenadine?
Ja, aber nicht eins zu eins: 1 cl Grenadine, 2 cl Wasser und 1 cl Zitronensaft statt 4 cl Cranberrysaft. 4 cl Grenadine wären reiner Zucker.
Wie viel Alkohol hat ein Sex on the Beach?
18,6 ml reiner Alkohol, also 14,7 g und 1,3 Standardgläser. Das sind 13,3 % Vol. vor dem Schmelzwasser und rund 10,9 % im Glas.
Wie viele Kalorien hat er?
Rund 145 pro Glas: etwa 103 aus dem Alkohol, 16 aus dem Likörzucker, 18 aus dem Orangensaft und 8 aus dem Cranberry-Muttersaft.
Wie rechne ich auf 5 Liter hoch?
1.429 ml Wodka, 714 ml Pfirsichlikör, 1.429 ml Orangensaft und 1.428 ml Cranberrysaft. Das sind rund 35 Gläser. Eis kommt nur ins Trinkglas.
Ist die Fertigmischung schwächer?
Nicht unbedingt. Eine Dose mit 250 ml und 10 % Vol. enthält 25 ml reinen Alkohol, unser Glas 18,6. Der niedrigere Prozentwert täuscht, weil die Portion größer ist.

