Margarita Rezept: das Original mit Tequila
Der erste Schluck zieht zusammen, der zweite schmeckt schon nach mehr. Die Margarita ist der Maßstab für alle Drinks aus Spirituose, Zitrus und Süße, weil sie nichts hat, wohinter sie sich verstecken könnte: drei Zutaten, kräftig geschüttelt, ohne Eis im Glas. Genau deshalb lohnt es sich, sie einmal richtig zu lernen.
Zutaten
| 5 cl | Tequila (100 % Agave) |
| 2 cl | Triple Sec |
| 1,5 cl | Frisch gepresster Limettensaft |
| 6 | Eiswürfel |
Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.
So wird er gemixt
Glasrand zur Hälfte mit einer Limettenspalte anfeuchten und in Salz drehen.
Tequila, Triple Sec und Limettensaft mit Eis in den Shaker geben.
Kräftig schütteln und durch ein Sieb in die vorgekühlte Cocktailschale gießen.
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Warum das funktioniert
Tequila, Orangenlikör und Limette stehen in einem Verhältnis, das keinen der drei gewinnen lässt. Der Tequila bringt die Agavennote, der Likör die Süße und das Orangenaroma, die Limette die Säure, die alles zusammenhält. Fällt einer davon zu schwach aus, schmeckst du es sofort, weil kein Saft und kein Sodawasser da ist, das es auffangen könnte.
Was in einer Margarita drin ist
Drei Dinge: Tequila, ein Orangenlikör und frisch gepresster Limettensaft. Dazu Salz am Glasrand, das aber freiwillig ist.
Mehr braucht sie nicht, und mehr verträgt sie auch nicht. Kein Eis im Glas, kein Sodawasser, kein Saft. Im Glas stehen am Ende rund 8,5 cl Flüssigkeit plus das Wasser, das beim Schütteln aus dem Eis dazukommt.
Das Verhältnis 5-2-1,5
5 cl Tequila, 2 cl Triple Sec, 1,5 cl Limettensaft. Diese Proportionen stehen so in der offiziellen Rezeptur der IBA, des internationalen Barkeeper-Verbands.
Wer es süßer mag, geht beim Likör auf 2,5 cl hoch, wer es trockener mag, auf 1,5 cl runter. An der Limette ändert sich dabei nichts, sie ist der Anker. Und sie wird frisch gepresst, denn Saft aus der Flasche schmeckt flach und leicht bitter.
Welcher Tequila
Im Rezept steht Tequila aus 100 % Agave, und den Unterschied zu einem Mixto schmeckst du sofort. Bei einem Mixto dürfen bis zu 49 Prozent der vergorenen Zucker aus anderen Quellen stammen als aus der Agave, meist aus Zuckerrohr. Übrig bleibt weniger Agavennote und mehr Schärfe.
Erkennen kannst du es am Etikett: „100 % Agave“ darf nur daraufstehen, wenn es auch stimmt. Die mexikanische Norm erlaubt insgesamt 35 bis 55 % Vol., im Handel liegen fast alle Flaschen bei 38 bis 40.
Blanco oder Reposado ist davon unabhängig und reine Geschmackssache. Blanco kommt ungelagert in die Flasche und schmeckt frisch und pfeffrig, Reposado hat einige Monate im Fass gelegen und bringt Vanille und Holz mit. Für die erste Margarita nimm Blanco, der lässt die Limette vorn.
Triple Sec, Cointreau und was sonst geht
Triple Sec ist die Gattung, Cointreau eine Marke daraus. Beide meinen denselben Typ Orangenlikör, nur liegt Cointreau bei 40 % Vol. und ist trockener als die meisten anderen.
Worauf du achten solltest, steht auf der Flasche: Gute Abfüllungen haben 38 bis 40 % Vol., günstige liegen teils bei 20 und bringen dafür vor allem Zucker mit. Davon wird der Drink klebrig statt runder.
Hast du gar keinen Orangenlikör da, wird daraus ein anderer Drink, aber ein guter: 6 cl Tequila, 3 cl Limettensaft und 3 cl Agavennektar ergeben eine Tommy's Margarita, und die steht genauso in der offiziellen Liste der IBA.

Der Salzrand
Der Salzrand ist freiwillig, und wenn er drankommt, dann nur an die äußere Hälfte. So entscheidest du bei jedem Schluck selbst, ob Salz dabei ist.
Beim Salz zählt die Körnung mehr als der Preis. Mittelgrobes Meersalz oder zerdrückte Salzflocken halten am besten am Glas. Sehr grobes Mühlensalz fällt beim Trinken ab und gibt einzelne harte Salzbissen. Feines Speisesalz funktioniert auch, aber sparsam, sonst legt sich eine dichte Schicht auf den Rand.
Zucker statt Salz ist kein Notbehelf, sondern eine eigene Richtung. Zu Frucht-Margaritas mit Erdbeere oder Mango passt er gut, beim Original nimmt er der Säure den Widerpart.
Ohne Eis im Glas
Die klassische Margarita wird geschüttelt und in die vorgekühlte Schale abgeseiht. Im Glas landet kein Eis mehr, sie wird also vom ersten Moment an wärmer, und genau deshalb ist die Schale so klein.
Schüttle kräftig und kurz. Dabei kommen rund 25 % Schmelzwasser dazu, die den Drink von 31,3 auf etwa 25 % Vol. herunterbringen. Ohne dieses Wasser wäre er kaum trinkbar.
Willst du sie stattdessen eisgekühlt und dickflüssig, ist das kein Zwischending, sondern ein eigenes Rezept: die Frozen Margarita.
Wie stark sie ist
5 cl Tequila und 2 cl Triple Sec ergeben 26,6 ml reinen Alkohol. Das sind 21 g und damit 1,9 Standardgläser, also fast zwei Bier in einem Glas von 15 cl.
Die Prozentzahl dazu: 31,3 % Vol. im Rezept, nach dem Schmelzwasser vom Schütteln rund 25 % im Glas. Das kleine Glas täuscht gewaltig, weil man es in wenigen Schlucken leert. Zwei Margaritas hintereinander sind kein leichter Abend.
Wie viele Kalorien drin sind
Ein Glas kommt auf rund 170 Kalorien. Der größte Teil davon ist der Alkohol selbst, denn reiner Alkohol hat 7 Kalorien je Gramm. Allein der Tequila bringt damit rund 105 mit.
Der Orangenlikör steuert etwa 60 bei, teils aus Alkohol, teils aus Zucker. Die Limette fällt mit vier Kalorien nicht ins Gewicht. Wer den Likör auf 1,5 cl reduziert, spart rund 15 und bekommt nebenbei einen trockeneren Drink.
Als Frozen Margarita
Dieselben Zutaten, aber im Standmixer mit Eis püriert statt geschüttelt. Daraus wird ein anderer Drink: eisig, dick, ein großes Glas statt eines kleinen.
Die Mengen ändern sich mit, weil Kälte Säure und Süße dämpft. Doppelte Limette und ein Schuss Zuckersirup gleichen das aus. Das ganze Rezept mit Eismenge und Mixer-Kniffen steht bei der Frozen Margarita.
Mit Erdbeeren
Vier reife Erdbeeren, etwa 80 g, fein pürieren und mit den übrigen Zutaten in den Shaker geben. Das ergibt rund 4 cl Püree. Der Orangenlikör geht dabei auf 1,5 cl zurück, weil die Frucht schon Süße mitbringt.
Beim Abseihen nimmst du ein feines Sieb, sonst schwimmen Kerne obenauf. Und ein Zuckerrand steht der Erdbeer-Margarita besser als Salz.
Mit Mango und anderen Früchten
Mango funktioniert wie die Erdbeere: rund 4 cl Püree aus einer halben reifen Frucht, Likör auf 1,5 cl zurück. Sie ist süßer und dicker, deshalb darf die Limette hier auf 2 cl hoch.
Maracuja braucht weniger, 2 cl Saft reichen, sonst übernimmt sie den ganzen Drink. Wassermelone dagegen braucht mehr, gut 6 cl, weil sie fast nur aus Wasser besteht und wenig Eigengeschmack mitbringt.
Tommy's Margarita
Sie lässt den Orangenlikör weg und süßt stattdessen mit Agavennektar: 6 cl Tequila, 3 cl frisch gepresster Limettensaft, 3 cl Agavennektar, geschüttelt und auf frisches Eis abgeseiht. So steht sie auch in der offiziellen Liste der IBA.
Ohne Orangenaroma schmeckt die Agave deutlich vor, der Drink wirkt herber und erdiger. Wer Tequila mag, mag meistens diese Variante lieber.
Für eine Runde
Für zehn Gläser rechnest du mit 50 cl Tequila, 20 cl Triple Sec und 15 cl Limettensaft, also gut zehn Limetten.
Vorbereiten kannst du die Mischung ohne Eis: alles zusammen in eine Flasche, ab in den Kühlschrank. Geschüttelt wird erst, wenn jemand ein Glas will, denn das Schmelzwasser gehört in den Drink und nicht in die Flasche.
Einkaufen musst du dafür:
- eine 0,7-l-Flasche Tequila aus 100 % Agave
- eine 0,5-l-Flasche Triple Sec
- zwölf Limetten, zwei davon für die Gläser
- grobes Meersalz
- 3 kg Eiswürfel
Ohne Alkohol
Tequila und Triple Sec werden durch Orangensaft und hellen Agavendicksaft ersetzt, und die Limette geht dafür von 1,5 auf 2,5 cl hoch, weil ohne Alkohol nichts anderes dem Glas Struktur gibt. Salzrand und Glas bleiben gleich, und das Rezept steht bei der Virgin Margarita.
Häufige Fragen zum Margarita
Was ist eine Margarita?
Ein geschüttelter Cocktail aus Tequila, Orangenlikör und frisch gepresstem Limettensaft, serviert ohne Eis in einer kleinen Schale, meist mit halbem Salzrand.
Welcher Tequila gehört in eine Margarita?
Einer aus 100 % Agave mit 38 bis 40 % Vol. Bei einem Mixto dürfen bis zu 49 Prozent der vergorenen Zucker aus anderen Quellen stammen, das schmeckt flacher. Blanco oder Reposado ist Geschmackssache.
Was ist der Unterschied zwischen Cointreau und Triple Sec?
Keiner im Grundsatz: Cointreau ist ein Triple Sec. Er hat 40 % Vol. und ist trockener als viele günstige Abfüllungen, die teils nur 20 % haben und dafür mehr Zucker.
Geht die Margarita ohne Orangenlikör?
Ja, dann wird sie zur Tommy's Margarita: 6 cl Tequila, 3 cl Limettensaft, 3 cl Agavennektar. Sie schmeckt herber und agavenbetont.
Welches Salz nehme ich für den Rand?
Mittelgrobes Meersalz oder zerdrückte Salzflocken. Sehr grobes Mühlensalz fällt ab, feines Speisesalz legt sich schnell zu dicht auf.
Salz oder Zucker am Glasrand?
Beim Original Salz, weil es die Säure kontert. Zu Erdbeer- oder Mango-Margarita passt Zucker besser.
Muss der Salzrand ums ganze Glas?
Nein, nur um die äußere Hälfte. So kannst du bei jedem Schluck selbst wählen. Ganz weglassen geht ebenfalls.
Wie viel Alkohol hat eine Margarita?
26,6 ml reiner Alkohol, also 21 g und 1,9 Standardgläser. Das sind 31,3 % Vol. im Rezept und rund 25 % im Glas nach dem Schmelzwasser.
Warum kommt kein Eis ins Glas?
Weil sie geschüttelt und abgeseiht wird. Das Schmelzwasser vom Schütteln ist schon im Drink. Mit Eis im Glas wird daraus die Frozen Margarita.
Was ist eine Tommy's Margarita?
Eine Margarita ohne Orangenlikör, gesüßt mit Agavennektar. Die IBA nennt dafür 6 cl Tequila, 3 cl Limettensaft und 3 cl Agavennektar.

