Espresso Martini alkoholfrei
Alle stoßen an, und in deinem Glas soll etwas stehen, das nicht nach Verzicht aussieht. Der Espresso Martini alkoholfrei ist dafür gemacht: dunkler Kaffee in der Cocktailschale, obendrauf dieselbe helle Krone wie beim Original, dazu drei Kaffeebohnen. Wodka und Kaffeelikör fallen weg, und trotzdem musst du nichts extra kaufen. Was der Alkohol im Glas eigentlich tut, übernimmt hier etwas anderes.
Zutaten
| 6 cl | Kalter Kaffee |
| 3 cl | Espresso |
| 2 cl | Zuckersirup |
| 6 | Eiswürfel |
Leg den Drink in den Party-Planer. Dort stehen alle Zutaten auf einer Einkaufsliste, umgerechnet auf Flaschen und Packungen.
So wird er gemixt
Einen Espresso frisch brühen.
Kalten Kaffee, den heißen Espresso und Zuckersirup mit Eis in den Shaker geben.
Kräftig schütteln, bis der Shaker außen beschlägt.
Durch ein Sieb in die vorgekühlte Cocktailschale gießen.
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Warum das funktioniert
Beim Espresso Martini kommt der Geschmack ohnehin aus dem Kaffee und nicht aus dem Wodka. Deshalb funktioniert er ohne Alkohol besser als fast jeder andere Klassiker. Der Kaffeelikör steuert Süße und etwas Volumen bei, und beides lässt sich mit kaltem Kaffee und Zuckersirup ersetzen. Auch die Schaumkrone bleibt, weil sie aus dem Espresso kommt.
Was Wodka und Likör leisten, und wie du sie ersetzt
Im Original stecken 5 cl Wodka und 3 cl Kaffeelikör, zusammen also 8 cl, die hier fehlen. Der Wodka bringt geschmacklich wenig mit und füllt vor allem das Glas, der Likör dagegen Süße und Kaffeearoma.
Beides holen wir uns aus dem Kaffee selbst. 6 cl kalter, kräftig gebrühter Kaffee übernehmen das Volumen und verstärken gleichzeitig den Kaffeeton, den der Likör sonst beisteuert. Die Süße kommt aus 2 cl Zuckersirup, also doppelt so viel wie im Original.
Am Ende steht mit 11 cl fast dieselbe Menge im Glas wie beim Original mit 12 cl. Das ist kein Zufall, sondern der Grund, warum die Schale genauso voll aussieht.
Welcher Kaffee hineingehört
Zwei Sorten Kaffee kommen ins Glas, und sie haben verschiedene Aufgaben. Der heiße Espresso liefert die Crema und damit die Krone. Der kalte Kaffee liefert Menge und Geschmack, ohne den Drink zu erwärmen.
Kräftig gebrüht heißt dabei: die doppelte Pulvermenge auf dieselbe Wassermenge. Wo du sonst 6 g auf eine Tasse von 125 ml nimmst, werden es jetzt 12 g. Normal gebrühter Kaffee macht den Drink wässrig, weil er gegen die 2 cl Sirup nicht ankommt.
Den kalten Kaffee kannst du am Vortag ansetzen und in den Kühlschrank stellen. Cold Brew passt ebenfalls und schmeckt milder, weil ihm die Röstbitterkeit fehlt.

Woher die Schaumkrone kommt
Die Krone entsteht aus den Ölen und der Kohlensäure in der frischen Crema. Beim Schütteln mit Eis werden beide zu feinem Schaum geschlagen, und der setzt sich im Glas oben ab.
Der Alkohol hat damit nichts zu tun, weshalb die Krone hier genauso gelingt wie beim Original. Entscheidend ist allein, dass der Espresso frisch und heiß in den Shaker kommt. Zehn bis fünfzehn Sekunden kräftig schütteln, bis der Shaker außen beschlägt.
Wenn die Krone fester werden soll
Ohne Alkohol fällt der Schaum etwas schneller zusammen, weil der Wodka sonst mithilft, die Bläschen zu stabilisieren. Dagegen hilft ein Handgriff aus der Bar: zweimal schütteln.
Beim ersten Mal schüttelst du alles mit Eis, seihst es ab und schüttest das Eis weg. Dann kommt die Flüssigkeit zurück in den leeren Shaker und wird noch einmal zehn Sekunden ohne Eis geschüttelt. Ohne die harten Würfel schlägt der Schaum feiner auf und hält deutlich länger.
Wie süß er werden soll
Die 2 cl Zuckersirup sind bewusst mehr als im Original, weil der Kaffeelikör fehlt. Ohne diese Süße schmeckt der Drink nach kaltem Kaffee und nicht nach einem Cocktail.
Wenn dir das zu süß ist, geh in Schritten von 0,5 cl nach unten und probiere dazwischen. Ein Vanillesirup an derselben Stelle macht ihn runder, ein Karamellsirup kräftiger.
Ohne Shaker mixen
Ein Einmachglas mit Schraubdeckel reicht völlig, solange der Deckel dicht schließt. Halb mit Eis füllen, die Zutaten dazu und mit beiden Händen schütteln.
Zum Abgießen legst du den Deckel schräg auf und hältst das Eis zurück. Ein Teesieb darunter fängt die Splitter ab, die sonst die Krone zerstechen.
Wie viel Koffein in einem Glas steckt
Alkoholfrei heißt bei diesem Drink nicht wirkungsfrei, denn Koffein ist hier die Hauptzutat. Eine gemessene Zahl gibt es nicht, eine Rechnung schon.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit rechnet mit 80 mg für einen Espresso von 60 ml und mit 90 mg für eine Tasse Filterkaffee von 200 ml. Auf unsere Mengen übertragen kommen aus 3 cl Espresso rund 40 mg und aus 6 cl Kaffee rund 27 mg, zusammen also etwa 70 mg. Weil unser Kaffee doppelt so stark gebrüht wird, liegt der Wert eher bei 90 mg.
Beides sind Richtwerte und keine festen Eigenschaften jeder Portion, denn Bohne, Röstung und Brühdauer verschieben das Ergebnis. Als Orientierung reicht es trotzdem: Ein Glas entspricht ungefähr einer Tasse Kaffee.
Kinder, Schwangerschaft und der späte Abend
Dieselbe Behörde hält Einzeldosen bis 200 mg für gesunde Erwachsene für unbedenklich und nennt 400 mg als Tagesmenge. Ein Glas liegt also weit darunter, zwei ebenfalls.
In der Schwangerschaft gilt eine Tagesmenge von 200 mg aus allen Quellen. Ein Glas nimmt davon rund die Hälfte, und das solltest du gegen den Kaffee rechnen, den du sonst am Tag trinkst.
Für Kinder ist der Drink nichts, auch ohne Alkohol. Hier gelten 3 mg je kg Körpergewicht am Tag, und bei einem Kind von 30 kg wären das 90 mg, also ungefähr ein ganzes Glas. Deshalb steht er nicht unter den Kinder-Cocktails.
Am späten Abend merkst du ihn womöglich beim Einschlafen, denn schon ab 100 mg kurz vor dem Zubettgehen kann sich die Nachtruhe verschieben.
Was mit den Kalorien los ist
Hier lässt sich ehrlicher rechnen als beim Original, weil kein Alkohol im Spiel ist. Kaffee und Espresso liefern praktisch nichts, die Kalorien stecken vollständig im Sirup.
Zuckersirup zu gleichen Teilen enthält rund 6 g Zucker je 10 ml, und 2 cl bringen damit gut 12 g mit. Bei 4 Kilokalorien je Gramm Zucker sind das rund 50 Kilokalorien für das ganze Glas.
Zum Vergleich steht das Original bei etwa 137 Kilokalorien allein aus dem Alkohol. Wer noch weiter sparen will, nimmt statt Zuckersirup einen Süßstoffsirup, dann bleibt fast nichts übrig.
Mit alkoholfreier Spirituose
Im Regal stehen inzwischen alkoholfreie Kaffeeliköre und Aperitifs. Wenn du davon eine Flasche hast, ersetzt du damit 3 cl des kalten Kaffees und gehst beim Sirup auf 1 cl zurück, weil diese Produkte meist gesüßt sind.
Nötig ist das nicht, und billig sind sie selten. Der Drink funktioniert mit Kaffee und Sirup genauso, und er schmeckt kaffeelastiger.
Ein Blick aufs Etikett lohnt sich trotzdem. Alkoholfrei erlaubt je nach Produkt einen kleinen Restalkohol, während bei Kaffee, Sirup und Eis die Frage gar nicht aufkommt.

Für eine Runde vorbereiten
Der Kaffee ist die Arbeit, und die kannst du komplett vorziehen. Brüh den kalten Kaffee am Vortag, stell ihn kalt und misch ihn gleich mit dem Zuckersirup ab. Für zehn Gläser sind das 60 cl Kaffee und 20 cl Sirup.
Am Abend brühst du nur noch den Espresso, denn der muss frisch sein. Pro zwei Gläser kommen 16 cl der kalten Mischung und 6 cl Espresso mit Eis in den Shaker. So bist du bei zehn Gläsern nach gut zehn Minuten durch.
Was du dafür einkaufst
Für zehn Gläser kaufst du das hier ein:
- 120 g Kaffeepulver für den kalten Kaffee, also die doppelte Menge
- Kaffeebohnen für zehn Espressi und dreißig Bohnen zum Garnieren
- 20 cl Zuckersirup oder 200 g Zucker für den selbst gekochten
- gut 1 Kilo Eis
Mehr braucht es nicht, und alles davon steht in jedem Supermarkt.
Der Espresso Martini mit Alkohol
Wenn du ihn doch mit Wodka und Kaffeelikör trinken willst, ändert sich vor allem die Stärke: Das Original kommt auf 20,6 % Vol. und ist damit der stärkste Drink dieser Sammlung. Das Rezept steht beim Espresso Martini.
Häufige Fragen zum Espresso Martini alkoholfrei
Was ersetzt Wodka und Kaffeelikör?
Kalter, kräftig gebrühter Kaffee und etwas mehr Zuckersirup. Der Kaffee füllt das Volumen, das sonst der Wodka einnimmt, und der Sirup bringt die Süße des Likörs mit.
Gelingt die Schaumkrone auch ohne Alkohol?
Ja, denn sie kommt aus der Crema des Espressos. Sie fällt etwas schneller zusammen als beim Original, und dagegen hilft zweimaliges Schütteln, erst mit Eis und danach ohne.
Brauche ich eine alkoholfreie Spirituose?
Nein. Kaffee, Zuckersirup und Eis reichen völlig aus. Wer eine Flasche zu Hause hat, kann damit 3 cl des kalten Kaffees ersetzen.
Wie viel Koffein ist drin?
Nach den Richtwerten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit rund 70 bis 90 mg, also ungefähr so viel wie eine Tasse Kaffee.
Darf ich ihn in der Schwangerschaft trinken?
Alkohol ist keiner drin. Beim Koffein gilt in der Schwangerschaft eine Tagesmenge von 200 mg aus allen Quellen, und ein Glas nimmt davon rund die Hälfte. Rechne den Kaffee dazu, den du sonst am Tag trinkst.
Dürfen Kinder ihn trinken?
Für Kinder ist er nichts. Alkohol enthält er zwar keinen, dafür so viel Koffein wie eine Tasse Kaffee.
Kann ich ihn am Abend trinken?
Das kommt darauf an, wie gut du schläfst. Ab etwa 100 mg Koffein kurz vor dem Zubettgehen kann sich die Nachtruhe verschieben, und ein Glas liegt knapp darunter.
Warum wird mein Drink wässrig?
Meist war der kalte Kaffee zu dünn. Brüh ihn mit der doppelten Pulvermenge, dann kommt er gegen Sirup und Schmelzwasser an.
Geht auch Cold Brew?
Ja, und er schmeckt milder, weil ihm die Röstbitterkeit fehlt. Den heißen Espresso brauchst du trotzdem, sonst fehlt die Crema für die Krone.
Heißt er auch Virgin Espresso Martini?
Ja, und manchmal Espresso Martini Mocktail. Gemeint ist in allen Fällen dasselbe Rezept ohne Alkohol.